Leitlinien-Detailansicht

Soziale Teilhabe und Lebensqualität in der stationären Altenhilfe unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie

Registernummer 184 - 001
Klassifikation S1

Stand: 10.08.2020 , gültig bis 10.08.2021

17.08.2020: Leitliniendokumente nach redaktionellen Änderungen ausgetauscht

Gründe für die Themenwahl:

Diese Leitlinie ist als Unterstützung für Einrichtungen der stationären Altenhilfe zu verstehen, in einer Zeit, die durch Unsicherheiten auf allen gesellschaftlichen Ebenen gekennzeichnet ist. Das Leben in Einrichtungen der stationären Altenhilfe ist seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie in besonderem Maße durch den Umgang mit neuen,risikoreichen Situationen charakterisiert. Wenn gesichertes Wissen zum Umgang mit der Pandemie fehlt, ist die Unsicherheit im Handeln im Kontext der Pandemie hoch.
Diese Leitlinie hat zum Ziel, trotz bestehender Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die Handlungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der stationären Altenhilfe zu stärken.

Zielorientierung der Leitlinie:

Mit dieser Leitlinie werden fachlich begründete, möglichst evidenzbasierte Wissensbestände (zum Beispiel im Rahmen der Hygiene) beschrieben, die die Handlungssicherheit im Entscheidungsfindungsprozess und im multiprofessionellen Handeln unterstützen. Die individuellen Lösungen sollen die bewohnerspezifischen Bedürfnisse und Bedarfe sowie die einrichtungsbezogenen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Dabei gilt es, den größtmöglichen Infektionsschutz der anderen Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen und gleichzeitig das Optimum an Lebensqualität und sozialer Teilhabe für den Einzelnen zu ermöglichen.

Das Spannungsfeld, in dem sich dabei alle handelnden Personen bewegen, umfasst zum einen Maßnahmen zur Prävention und Erkennung, der bestmöglichen Behandlung so wieder Vermeidung der Weiterverbreitung der Infektion. Zum anderen beinhaltet es auch Maßnahmen, die Bedürfnisse aller Beteiligten nach Teilhabe und Begegnung gerade in Zeiten einer Pandemie ermöglichen. Die große Herausforderung besteht darin, beide Ebenen der Maßnahmen fallbezogen auszuhandeln.

  • Basisdaten
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Adressaten der Leitlinie sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Pflege,Behandlung und Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern einer stationären Altenhilfeeinrichtung beteiligt sind, insbesondere Pflegefachpersonen in unterschiedlichen Funktionen und Verantwortung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialen Dienstes, der Hauswirtschaft und der Haustechnik sowie leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Versorgungsbereich

    Der Schwerpunkt der Leitlinie liegt auf der Versorgung von älteren Bewohnerinnen und Bewohnern (>65 Jahre) (World Health Organization, 2002) in Einrichtungen der stationären Altenhilfe.
    Jüngere Menschen sind hiermit nicht explizit ausgeschlossen, jedoch benötigt diese Gruppe für einige Themen spezifischere Empfehlungen, die ihre Bedürfnisse und Bedarfe adressieren.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (DNEbM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Akademie für Ethik in der Medizin e.V. (AEM)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBFK
    Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V.
    BIVA - Pflegeschutzbund
    Heimmitwirkung, Unabhängige Selbsthilfe-Initiative für Pflegebetroffene
    European Academy of Nursing Science (EANS)
    Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Danuvioushaus, Ingoldstadt
    Stiftung St. Laurentius, Niederkrüchten
    Robert Koch Institut, Abteilung 1 - Infektionskrankheiten
    Städtische Seniorenheime Krefeld
    Universität Witten/Herdecke
    Universität zu Lübeck
    Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
    Hochschule für Gesundheit, Bochum

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft (DGP) Leitlinienkommission
    Bürgerstr. 47
    47057 Duisburg
    Internet: https://dg-pflegewissenschaft.de/leitlinien-2/ e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof.in Dr.in Margareta Halek Universität Witten/Herdecke

    Leitlinienkoordination:

    Prof.in Dr.in Daniela Holle Leitlinienkommission DGP
    Hochschule für Gesundheit
    Bochum
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Diese Leitlinie ist als Unterstützung für Einrichtungen der stationären Altenhilfe zu verstehen, in einer Zeit, die durch Unsicherheiten auf allen gesellschaftlichen Ebenen gekennzeichnet ist. Das Leben in Einrichtungen der stationären Altenhilfe ist seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie in besonderem Maße durch den Umgang mit neuen,risikoreichen Situationen charakterisiert. Wenn gesichertes Wissen zum Umgang mit der Pandemie fehlt, ist die Unsicherheit im Handeln im Kontext der Pandemie hoch.
    Diese Leitlinie hat zum Ziel, trotz bestehender Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die Handlungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der stationären Altenhilfe zu stärken.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Mit dieser Leitlinie werden fachlich begründete, möglichst evidenzbasierte Wissensbestände (zum Beispiel im Rahmen der Hygiene) beschrieben, die die Handlungssicherheit im Entscheidungsfindungsprozess und im multiprofessionellen Handeln unterstützen. Die individuellen Lösungen sollen die bewohnerspezifischen Bedürfnisse und Bedarfe sowie die einrichtungsbezogenen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Dabei gilt es, den größtmöglichen Infektionsschutz der anderen Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen und gleichzeitig das Optimum an Lebensqualität und sozialer Teilhabe für den Einzelnen zu ermöglichen.

    Das Spannungsfeld, in dem sich dabei alle handelnden Personen bewegen, umfasst zum einen Maßnahmen zur Prävention und Erkennung, der bestmöglichen Behandlung so wieder Vermeidung der Weiterverbreitung der Infektion. Zum anderen beinhaltet es auch Maßnahmen, die Bedürfnisse aller Beteiligten nach Teilhabe und Begegnung gerade in Zeiten einer Pandemie ermöglichen. Die große Herausforderung besteht darin, beide Ebenen der Maßnahmen fallbezogen auszuhandeln.