Leitlinien-Detailansicht

Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose

Registernummer 183 - 001
Klassifikation S3

Stand: 31.12.2017 , gültig bis 30.12.2022

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Kitteltascher-Version

Federführende Fachgesellschaft

Dachverband Osteologie e.V. [assoziiert]
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Kitteltascher-Version

    Federführende Fachgesellschaft

    Dachverband Osteologie e.V. [assoziiert]
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen der Leitlinie wenden sich an alle Personen in Gesundheitsberufen, die mit Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei Patienten befasst sind. Insbesondere gilt dies für die in der Versorgung der Osteoporose tätige Fachärzt*innen der

    - Hausärztlichen Versorgung (hausärztlich tätige Fachärzt*innen für Allgemeinmedizin, Internist*innen, praktische Ärzt*innen und Ärzt*innen ohne Gebietsbezeichnung)

    - Orthopädie und Orthopädischen Chirurgie

    - Gynäkologie

    - Endokrinologie

    - Geriatrie

    - Rheumatologie

    - Radiologie

    - Physikalische Therapie und Physiotherpapie

    Die Leitlinie richtet sich zusätzlich an betroffene Patient*innen sowie deren Angehörige. Kostenträgern und politischen Entscheidungsträgern sollen die Empfehlungen der Leitlinie zudem zur Orientierung dienen.

    Zusammengefasst sind Anwenderzielgruppe der Leitlinie alle Ärzte, die sich als Primärversorger oder Spezialisten klinisch mit Fragestellungen der Osteoporose befassen, sowie die an Diagnostik und Therapie der Osteoporose beteiligten Gesundheitsberufe. Zudem dienen die in der Leitlinie ausgesprochenen Empfehlungen zur Orientierung der Gruppe der Betroffenen und Angehörigen sowie den Kostenträgern.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie richtet sich an Patientengruppen mit erhöhtem Osteoporose-Risiko, mit speziellem Fokus auf Risikofaktoren für postmenopausale Frauen und ältere Männer mit Osteoporose. Ferner richtet sich die Leitlinie an postmenopausale Frauen und ältere Männer bei denen bereits der Verdacht auf das Vorliegen einer Osteoporose besteht zur weiteren Diagnostik und Therapie der Osteoporose. Dabei sollen die Empfehlungen Versorgungsabläufe optimieren, Frakturinzidenzen vermindern und die Lebensqualität und Funktionsfähigkeit von Patienten mit Frakturen erhalten bzw. verbessern. Für Kinder, Jugendliche, prämenopausale Frauen und jüngere Männer gilt die Leitlinie nicht. Sie gilt ebenfalls nicht für Frauen und Männer mit einer schweren Niereninsuffizienz.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie betrifft hauptsächlich die Versorgung im ambulanten Sektor hinsichtlich Prävention, Diagnostik und Therapie der Osteoporose. Im Bereich der stationären Versorgung werden der operativen Verfahren von osteoporotischen Frakturen durchgeführt. Dies betrifft überwiegend die Durchführung von Kypho- und Vertebroplastien zur Behandlung von Frakturen im Bereich der Wirbelsäule, sowie die Implantation einer Totalendoprothese (TEP) bei Patienten nach Hüftfraktur. Darüber hinaus gilt die Leitlinie für alle auf die Rehabilitation von Patienten mit Osteoporose spezialisierten Einrichtungen, die beispielsweise Anschlussheilverfahren (AHB) für Patienten durchführen, die sich beispielsweise zuvor in einer chirurgisch orientierten Klinik einem operativen Eingriff unterziehen lassen musssten.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Dachverband Osteologie e.V. [assoziiert]
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
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    Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
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    Deutsche Gesellschaft für Osteologie e. V. (DGO)
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    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)
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    Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Muskuloskelettale Radiologie (DGMSR)
    Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST)
    Österreichische Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel
    Orthopädische Gesellschaft für Ostheologie
    Deutsche Rheuma-Liga
    Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie und Rehabilitation
    Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie
    Schweizerische Vereinigung gegen die Osteroporose
    Bund Deutscher Osteopathen e.V. (BdO)
    Institut für Medizinische Physik

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Jasmin Abou Elnaga Usergroup - Med. Leitlinienentwicklung
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin
    Hopfenstraße 60
    24103 Kiel Tel.: 0431 / 592957-5371 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. Michael Pfeifer Klinik der Fürstenhof
    Am Hylligen Born 7
    31812 Bad Pyrmont
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Osteoporose ist als Volkskrankheit anzusehen und die moderne evidenzbasierte Diagnostik und Therapie erlaubt eine optimale Behandlung der betroffenen Patient*innen. Die Leitlinie ist die 2017 auf der Basis der DELBI-Kriterien aktualisierte S3 Leitlinie des Dachverbands Osteologie zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose im Erwachsenenalter. Der Dachverband Osteologie ist die multidisziplinäre und Länder-übergreifende Vereinigung der wissenschaftlichen Gesellschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, die sich überwiegend mit Osteoporose beschäftigen. Der Leitlinie liegen systematische Literaturrecherchen bis zum 23.05.2016 und ein interdisziplinärer interner und externer Konsensus-Prozess zugrunde. Dabei sollen die Empfehlungen Versorgungsabläufe optimieren, Frakturinzidenzen als Langzeitkomplikation der Osteoporose vermindern und die Lebensqualität und Funktionsfähigkeit von Patienten mit Frakturen bei Osteoporose erhalten bzw. verbessern. Für Kinder, Jugendliche, prämenopausale Frauen und Männer bis zum 60. Lebensjahr gilt die Leitlinie nicht. Für Frauen und Männer mit einer schweren Niereninsuffizienz gilt diese Leitlinie ebenfalls nicht. Anwenderzielgruppe sind alle Ärzte, die sich als Primärversorger oder Spezialisten klinisch mit Fragestellungen der Osteoporose befassen, sowie alle anderen Personen in Gesundheitsberufen, die mit der Diagnostik und Therapie der Osteoporose befasst sind.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel der Leitlinie ist die Bereitstellung von Schlüsselempfehlungen für die Primär,-Sekundär- und Tertiärprävention von osteoporotischen Frakturen und für eine in Bezug auf Kosten und Nutzen abgewogene, praktikable Identifikation, Beratung und Therapie von Personen mit einem hohen Risiko für osteoporotische Frakturen. Die Empfehlungen sollen Versorgungsabläufe optimieren, Frakturinzidenzen vermindern und die Lebensqualität und Funktionsfähigkeit von Patienten mit osteoporotisch bedingten Frakturen erhalten.Mit der angestrebten S3-Leitlinie soll eine evidenzbasierte und akzeptierte Entscheidungshilfe für ambulant und stationär tätige Fachärztinnen und Ärzte in der allgemeinen Versorgung von Patienten für die Versorgung der Osteoporose geschaffen werden, die die Bedürfnisse und Herausforderungen der aktuellen Versorgungssituation berücksichtigt. Durch konsentierte und evidenzbasierte Empfehlungen zur Auswahl und Durchführung von Best Practice Maßnahmen der Diagnostik und Therapie der Osteoporose sowie der Prävention osteoporotischer Frakturen soll die Entscheidungssicherheit der behandelnden Ärzt*innen und der betroffenen Patient*innen erhöht werden. Somit soll die Leitlinie langfristig zu einer hohen Qualität in der Versorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz beitragen