Leitlinien-Detailansicht

Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS)

Registernummer 145 - 003
Klassifikation S3

Stand: 01.04.2020 , gültig bis 31.03.2025

Adressaten

Die Empfehlungen der Leitlinie richten sich an folgende medizinische Berufsgruppen, die mit der Erkennung, Diagnostik und Behandlung von Patientinnen/Patienten mit CNTS befasst sind und an der Leitlinienentwicklung beteiligt waren: hausärztlicher Bereich (Gebiete Innere Medizin und Allgemeinmedizin oder Innere Medizin ohne Schwerpunktbezeichnung, Ärztinnen/Ärzte ohne Gebietsbezeichnung), spezialisierter Bereich (alle an der Leitlinienentwicklung beteiligten Gebiete der Medizin mit unmittelbarer Patientenversorgung, behandlungsergänzende Fachberufsgruppen (Apotheker, Pflegewissenschaftler, psychologische Psychotherapeuten); Angehörige von Menschen mit CNTS. Die Leitlinie dient weiterhin zur Information für weitere Ärztinnen/Ärzte, die Menschen mit CNTS behandeln (u.a. Kinder- und Jugendmediziner), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, von Entscheidungsträgerinnen/Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen, der Öffentlichkeit über gute diagnostische/therapeutische Vorgehensweisen, den Vertragsverantwortlichen von „Strukturierten Behandlungsprogrammen“ und „Integrierten Versorgungsverträgen“ und den Herausgebern von nationalen und internationalen Leitlinien, den Vertragsverantwortlichen von „Strukturierten Behandlungsprogrammen“ und „Integrierten Versorgungsverträgen“ und den Herausgebern von nationalen und internationalen Leitlinien.   

Patientenzielgruppe

Die Leitlinie wendet sich an alle Betroffene (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Menschen alle Geschlechter) mit CNTS.

Versorgungsbereich

Die Leitlinie ist für alle Versorgungsbereiche (Primär,- Sekundär- und Tertiärversorgung; ambulant und (teil-) stationär, Akut- und Rehabilitationsbereich) gültig.
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS)"
    Patientenleitlinie "Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS)"
    Patientenleitlinie "Langzeitanwendung von Opioiden bei chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen (LONTS): Das Wichtigste in Kürze"
    Leitlinienreport
    Praxiswerkzeug 1: Antiemetika bei opioidinduzierter Übelkeit
    Praxiswerkzeug 2: Assessmentempfehlungen für Senioren im deutschsprachigen Raum
    Praxiswerkzeug 3: Informationsblatt – Fahrsicherheit unter Opioiden
    Praxiswerkzeug 4: Intratrathekale Opioidgabe
    Praxiswerkzeug 6: Opioidentzugsbehandlung bei Schmerzpatienten
    Praxiswerkzeug 7: Opioidhaltige Analgetika bei Leberinsuffizienz
    Praxiswerkzeug 8: Opioidhaltige Analgetika bei nicht-dialysepflichtiger Niereninsuffizienz
    Praxiswerkzeug 9: Diagnostik und Therapie der opioidinduzierten Obstipation (OIC)
    Praxiswerkzeug 10: Opioidrotation
    Praxiswerkzeug 11: Patientenvereinbarung über Medikamentenentzug
    Praxiswerkzeug 12: Interaktionstabelle
    Evidenzbericht 1: EJP 2020 SR Open label extension opioids
    Evidenzbericht 2: EJP 2020 SR Opioids for CLBP
    Evidenzbericht 3: EJP 2020 SR Opioids for neuropathic pain
    Evidenzbericht 4: EJP 2020 SR Opioids for OA pain

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen der Leitlinie richten sich an folgende medizinische Berufsgruppen, die mit der Erkennung, Diagnostik und Behandlung von Patientinnen/Patienten mit CNTS befasst sind und an der Leitlinienentwicklung beteiligt waren: hausärztlicher Bereich (Gebiete Innere Medizin und Allgemeinmedizin oder Innere Medizin ohne Schwerpunktbezeichnung, Ärztinnen/Ärzte ohne Gebietsbezeichnung), spezialisierter Bereich (alle an der Leitlinienentwicklung beteiligten Gebiete der Medizin mit unmittelbarer Patientenversorgung, behandlungsergänzende Fachberufsgruppen (Apotheker, Pflegewissenschaftler, psychologische Psychotherapeuten); Angehörige von Menschen mit CNTS. Die Leitlinie dient weiterhin zur Information für weitere Ärztinnen/Ärzte, die Menschen mit CNTS behandeln (u.a. Kinder- und Jugendmediziner), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, von Entscheidungsträgerinnen/Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen, der Öffentlichkeit über gute diagnostische/therapeutische Vorgehensweisen, den Vertragsverantwortlichen von „Strukturierten Behandlungsprogrammen“ und „Integrierten Versorgungsverträgen“ und den Herausgebern von nationalen und internationalen Leitlinien, den Vertragsverantwortlichen von „Strukturierten Behandlungsprogrammen“ und „Integrierten Versorgungsverträgen“ und den Herausgebern von nationalen und internationalen Leitlinien.   

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie wendet sich an alle Betroffene (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Menschen alle Geschlechter) mit CNTS.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie ist für alle Versorgungsbereiche (Primär,- Sekundär- und Tertiärversorgung; ambulant und (teil-) stationär, Akut- und Rehabilitationsbereich) gültig.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Osteologie (DGO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
    Visitenkarte
    Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG)
    Visitenkarte
    Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker e.V. (ADKA)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST)
    Deutsche Rheuma-Liga
    SchmerzLOS e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. Bundesgeschäftsstelle
    Alt-Moabit 101 b
    10559 Berlin
    Internet: www.dgss.org Tel.: 030-39409689-0 Fax.: 030-39409689-0 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Winfried Häuser

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Frank Petzke
  • Inhalte
    Versorgungsbereich:

    ambulante, teilstationäre, stationäre, rehabilitative Versorgung

    Gründe für die Themenwahl:

    Die Opioid-Epidemie in Nordamerika (steigende Verordnungen von Opioiden für Menschen mit chronischen nicht-tumorbedingten Schmerzen [CNTS], assoziiert mit einem Anstieg der missbräuchlichen / abhängigen Verwendung, notfallmäßiger Krankenhausaufnahmen wegen Überdosierungen und Todesfällen mit verordneten Opioiden) (Manchikanti et al., 2012) weist auf die Notwendigkeit hin, den Stellenwert von Opioiden in der Therapie von CNTS kritisch zu überprüfen. Eine planmäßige Aktualisierung der Leitlinie war auf Grund des Regelwerkes der AWMF notwendig (die aktuelle Version der Leitlinie war bis Oktober 2019 gültig). Weiterhin waren seit der ersten Version der Leitlinie weitere randomisierte kontrollierte Studien mit Opioiden bei chronischen Rückenschmerzen und neuropathischen Schmerzen erschienen.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitlinie gibt Behandelnden und Patientinnen/Patienten mit CNTS Orientierungshilfen über den möglichen Nutzen und Schaden von opioidhaltigen Analgetika. Ärzte erhalten konkrete Handlungsvorschläge für die Durchführung und Beendigung einer Therapie mit opioidhaltigen Analgetika. Unter Berücksichtigung der Kriterien der evidenzbasierten Medizin entsprechen die Empfehlungen dem besten Stand der Erkenntnisse aus Wissenschaft (beste aktuell verfügbare Evidenz) und den Erfahrungen der klinischen Praxis. Diese Leitlinie strebt folgende krankheitsspezifische Ziele an:
    Strukturqualität 
    Durch die Empfehlungen zu möglichen Indikationen und Kontraindikationen, Durchführung und Beendigung einer Therapie mit opioidhaltigen Analgetika sollen Schnittstellenprobleme bei der Überleitung von Patienten zwischen ambulantem, stationärem und rehabilitativem Sektor und zwischen hausärztlichem und fachärztlichem Bereich reduziert werden.
    Prozessqualität
    1. Die Leitlinie nennt Maßnahmen zur angemessenen Information von Patienten/Patientinnen mit CNTS zur Durchführung einer Therapie mit opioidhaltigen Analgetika.
    2. Die Leitlinie stellt Praxiswerkzeuge für die Durchführung und Dokumentation einer Therapie mit opioidhaltigen Analgetika zur Verfügung.
    3. Die Leitlinie gibt konkrete Handlungsanweisungen für Ärzte bei Problemen der Therapie mit opioidhaltigen Analgetika beim CNTS.
    Ergebnisqualität
    1. Die Leitlinie fördert realistische Therapieziele und angemessenes Verhalten (z.B. beim Autofahren) von Menschen, die mit opioidhaltigen Analgetika behandelt werden.
    2. Die Leitlinie soll realistische Therapieziele und angemessenes Verhalten (z.B. beim Autofahren) von Menschen, die mit opioidhaltigen Analgetika behandelt werden, fördern.
    3. Die Fehlversorgung von Patienten mit Fibromyalgiesyndrom (FMS) undsomatoformen Schmerzstörungen mit starken opioidhaltigen Analgetika soll reduziertwerden.
    4. Die Anzahl der Patienten mit missbräuchlicher Verwendung von rezeptierten opioidhaltigen Analgetika soll reduziert werden.
    5. Die Patientensicherheit soll erhöht werden.