Leitlinien-Detailansicht

Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung

Registernummer 128 - 001OL
Klassifikation S3

Stand: 27.08.2019 (in Überarbeitung), gültig bis 26.08.2024

01.03.2021: Kurzfassung ausgetauscht und short version publiziert / 23.09.2020: Lang- und Kurzfassung ausgetauscht; 19.02.2020: Langfassung, Kurzfassung und Leitlinienreport ausgetauscht

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
Langfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Diese Leitlinie kann auch als Buch bestellt werden
Kurzinformation des äzq: Palliaivversorgung - fürsorgliche Begleitung: Medizin am Lebensende
auch verfügbar in der OL-App
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Verbindung zu themenverwandten Leitlinien

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
    Langfassung der Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung"
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    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Diese Leitlinie richtet sich an alle an der Leitlinienerstellung beteiligten ärztliche Fachgruppen und nicht-ärztlichen Versorger im Gesundheitssystem, die Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung behandeln und betreuen, und dient zur Information für alle weiteren Fachgruppen. Die Leitlinie richtet sich außerdem an betroffene Patienten sowie deren Angehörige. Des Weiteren soll sie Kostenträgern und politischen Entscheidungsträgern zur Orientierung dienen.

    Patientenzielgruppe

    Die Patientenzielgruppe dieser Leitlinie sind Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung, bei denen das primäre Therapieziel die Verbesserung der Lebensqualität ist. Die in dieser Leitlinie formulierten Empfehlungen zu palliativmedizinischen Maßnahmen sind unabhängig von der Durchführung tumorspezifischer Maßnahmen (z.B. Strahlentherapie, operative Verfahren, medikamentöse Tumortherapien), d.h. sie können alleine oder parallel zu tumorspezifischen Maßnahmen eingesetzt werden.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung soll für alle Versorgungsbereiche Gültigkeit haben. Das schließt den stationären und ambulanten Versorgungsbereich ein, sowie die allgemeine und spezialisierte Palliativversorgung.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Akademie für Ethik in der Medizin e.V. (AEM)
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    Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG)
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    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)
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    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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    Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)
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    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)
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    Deutsche Gesellschaft für Gesundheitsökonomie e.V. (dggö)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)
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    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
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    Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN)
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    Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie e.V. (DGK)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)
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    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
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    Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM)
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    Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS)
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    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
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    Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.
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    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)
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    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der DKG und DDG (ADO)
    Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie der DKG, AGO
    Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Onkologie der DKG, AHMO
    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM
    Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft Aus-, Fort- und Weiterbildung der DGP (AG AFW)
    Arbeitsgemeinschaft Ethik in der DGP (AG Ethik)
    Arbeitsgemeinschaft Forschung in der DGP (AG Forschung)
    Arbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativerhebung in der DGP (AG HOPE)
    Kommission Leitlinien in der DGP (LL DGP)
    Arbeitsgruppe Stationäre Versorgung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (AG Stationär)
    Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker ADKA e.V.
    Deutsche Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie e.V., dapo
    Deutsche Bischofskonferenz
    Deutsche Fatigue Gesellschaft (DFaG)
    Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC)
    Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V. (DGF)
    Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Schmerztherapie e. V.(DIVS)
    Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)
    Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)
    Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV)
    Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)
    Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
    Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK
    Sektion weitere Professionen in der DGP (Sek Prof)
    Sektion Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (Sek Psycho)
    Sektion Pflege in der DGP (Sek Pflege)
    Women's Health Coalition (WHC)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office Leitlinienprogramm Onkologie c/o Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin
    www.leitlinienprogramm-onkologie.de e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    PD Dr. Steffen Simon (Projektleitung) PD Dr. Steffen Simon
    Uniklinik Köln
    Zentrum für Palliativmedizin
    Kerpener Str. 62
    50924 Köln e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Claudia Bausewein Klinikum der Universität München
    Campus Großhadern
    Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin
    Marchioninistr. 15
    81377 München

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Raymond Voltz Uniklinik Köln
    Zentrum für Palliativmedizin
    Kerpener Str. 62
    50924 Köln
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Angesichts der hohen Prävalenz von onkologischen Erkrankungen und der entsprechenden Anzahl an Patienten, die an einer unheilbaren Krebserkrankung leiden und versterben, ist neben einer optimalen onkologischen Versorgung eine palliativmedizinische Versorgung notwendig, die sich bei Patienten mit belastenden Symptomen und komplexen Bedürfnissen um eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Lebensende bemüht.

    Im Rahmen der Aktualisierung sollen vorwiegend weitere Themen der Palliativmedizin in der Leitlinie adressiert werden, die im ersten Teil bisher nicht berücksichtigt werden konnten:

    (1) Maligne Intestinale Obstruktion (MIO)

    (2) Übelkeit/Erbrechen (unabhängig von einer Chemotherapie)

    (3) Schlafstörungen/Nächtliche Unruhe,

    (4) Wundpflege (z.B. exulzerierende Tumorwunden),

    (5) Fatigue

    (6) Angst

    (7) Therapiezielfindung

    (8) Umgang mit Todeswunsch.

    Diese Themen haben eine hohe Relevanz für die Versorgung von Krebspatienten. Während des Prozesses der Neuerstellung der Palliativleitlinie wurde wiederholt betont, dass diese Themen aktuell in einer Leitlinie nicht abgebildet sind und einer Leitlinien-Bearbeitung bedürfen.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das Hauptziel dieser Leitlinie ist die Verbesserung der Symptomkontrolle und der palliativmedizinischen Versorgung von Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung und ihren Angehörigen. Die Verbesserung der Versorgungsqualität soll dadurch erreicht werden, dass:

    • die den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechende palliativmedizinische Versorgungsstruktur rechtzeitig angeboten wird (Kapitel Versorgungsstrukturen),
    • die häufigen Symptome und Probleme nach dem aktuellen Stand der Wissen-schaft und klinischen Expertise behandelt werden (Kapitel Atemnot, Schmerz, Angst, Depression, Obstipation, Übelkeit und Erbrechen, Schlafstörungen, Fatigue, sowie Maligne intestinale Obstruktion (MIO) und Maligne Wunden),
    • die Gespräche mit Patienten und Angehörigen angemessen geführt und die Therapieziele gemeinsam festgelegt werden können (Kapitel Kommunikation, sowie Therapiezielfindung und Kriterien der Entscheidungsfindung),
    • die Gespräche mit Menschen mit Todeswünsche empathisch und angemessen geführt werden können und ein angemessener und hilfreicher Umgang ermöglicht wird (Kapitel Todeswünsche),
    • die Betreuung in der Sterbephase angemessen und optimal erfolgen kann (Kapitel Sterbephase)

    Die vorliegende Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebser-krankung stellt Grundprinzipien der palliativmedizinischen Versorgung dar, die in organspezifischen Leitlinien repetitiv wären und/oder nicht ausführlich genug behandelt werden können. Die vorliegende Leitlinie äußert sich nicht zu tumorspezifischen Maß-nahmen (z.B. Strahlentherapie, operative Verfahren, medikamentöse Tumortherapien), auch wenn diese mit dem primären oder sekundären Ziel der Symptomlinderung ange-wendet werden, sondern verweist diesbezüglich auf die organspezifischen Leitlinien, u.a. des Leitlinienprogramms Onkologie. Bezüglich psychoonkologischer Aspekte bzw. supportiver Therapie und zum Thema Komplementärmedizin (in Erstellung) verweisen wir auch auf die entsprechenden S3-Leitlinien