Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik und Behandlung des Bruxismus

Registernummer 083 - 027
Klassifikation S3

Stand: 02.05.2019 , gültig bis 01.05.2024

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Behandlung des Bruxismus"
Leitlinienreport

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Behandlung des Bruxismus"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    • Zahnärzte aller Fachrichtungen und Schwerpunkte

    • Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen

    • Kinderärzte

    • Schlafmediziner

    • Neurologen

    • Schmerztherapeuten

    • ärztliche und psychologische Psychotherapeuten

    • Physiotherapeuten

    • Hals-Nasen-Ohrenärzte

    • Zahntechniker

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie richtet sich an Patienten mit:

    • Verdacht auf Bruxismus als prädisponierendem, auslösendem und/oder unterhaltendem Faktor bei CMD (z. B. Schmerzen und Hypertrophie der Mm. masseteres oder Mm. temporales, vorübergehende Schläfenkopfschmerzen, zeitweise Überempfindlichkeit der Zähne)

    • Zahnschädigung und Schädigungen von Restaurationen bei Bruxismus

    • Verdacht auf Bruxismus als Folge unerwünschter Nebenwirkungen durch Medikamente und Substanzen sowie als Symptom bestimmter neurologischer und psychischer Erkrankungen

    • Verdacht auf Schlaf-Bruxismus im Zusammenhang mit schlafbezogenen Atmungsstörungen

    Versorgungsbereich

     ambulante Versorgung zahnärztlicher Patienten 
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich (DGI)
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    Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie e.V. (DGKFO)
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    Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
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    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)
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    Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM)
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    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Klinische Psychotherapie und Psychosomatische Rehabilitation e.V. (DGPPR)
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    Deutsche Gesellschaft für Psychologische Schmerztherapie und -forschung (DGPSF)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGFDT) (mit-federführend)
    Deutsche Gesellschaft für Restaurative und Regenerative Zahnerhaltung, DGR²Z
    Arbeitskreis Psychologie und Psychosomatik in der Zahnheilkunde der DGZMK (AKPP)
    Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa, BDIZ EDI
    Bundesverband der Kinderzahnärzte (BUKiZ)
    Bundeszahnärztekammer, BZÄK
    Deutsche Gesellschaft für ästhetische Zahnmedizin (DGÄZ)
    Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V. (DGBfb e.V.)
    Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose (DGZH)
    Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Schlafmedizin, DGZS
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)
    Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.
    Gender Dentistry International (GDI)
    Interdisziplinärer Arbeitskreis Zahnärztliche Anästhesie, IAZA
    Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
    Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI)
    Zentrum Zahnärztliche Qualität, ZZQ

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. med. dent. Anke Weber, M.Sc. Leitlinienbeauftragte
    Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK)
    Liesegangstr. 17a
    40211 Düsseldorf Tel.: 0152 31 79 35 44 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Ingrid Peroz Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre
    Charité - Universitätsmedizin Berlin
    Aßmannshauser Straße 4-6
    14197 Berlin
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Primärer Bruxismus gilt derzeit nicht als ursächlich heilbar. Bruxismus kann mit erheblichen nicht kariösen Zahnhartsubstanzverlusten und/oder dem Verlust von Restaurationsmaterialien einhergehen und stellt ein Risiko für technisches und biologisches Versagen von Zahnersatz dar. Studien zeigen eine höhere Prävalenz von Symptomen einer CMD wie Schmerzen in der Kaumuskulatur oder den Kiefergelenken, Kopfschmerzen und Muskelverspannung bei Patienten mit Bruxismus.

    Die häufigsten Therapien bestehen in der Aufklärung und der Herstellung einer Okklusionsschiene.

    In sehr ausgeprägten Fällen ist aus ästhetischen Gründen und zum Schutz vor weiterer Zerstörung der Zähne eine Rehabilitation der zerstörten okklusalen Morphologie sinnvoll, welche eine umfassende funktionelle Vorbehandlung voraussetzen sowie eine aufwändige Umsetzung nach sich ziehen.

    Zielorientierung der Leitlinie:

     Die Leitlinie zielt darauf ab, Zahnärzten eine evidenzbasierte Handlungsanweisung zu Diagnostik und Behandlung des Schlaf- und Wachbruxismus zu geben, die eine Vernachlässigung des Problems ebenso vermeiden hilft wie die Gefahr der Übertherapie. Zudem soll eine mögliche Korrelation von Bruxismus und craniomandibulären Dysfunktionen dargestellt werden.