Leitlinien-Detailansicht

Sozialpädiatrische Nachsorge extrem unreifer Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm

Registernummer 071 - 013
Klassifikation S2k

Stand: 01.12.2018 , gültig bis 30.11.2023

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Sozialpädiatrische Nachsorge extrem unreifer Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm"
Leitlinienreport
Angaben zu Interessenkonflikten

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Sozialpädiatrische Nachsorge extrem unreifer Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm"
    Leitlinienreport
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an alle mit der Nachsorge betrauten Ärzte, also an FÄ für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologen und pädiatrische Intensivmediziner, Neuropädiater, Perinatalmediziner, Gynäkologen, Hebammen und dient zur Information für alle anderen Ärzte und Berufsgruppen, die in der Frühgeborenennachsorge tätig sind (Psychotherapeuten, Frühförderstellen).

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie bezieht sich auf die Sozialpädiatrische Nachsorge von extrem unreifen Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm bzw.mit extremer Unreife mit einem Gestationsalter unter 28 SSW. Bis zur Veröffentlichung weiterer ergänzender Leitlinien für die Frühgeborenen-Nachsorgeuntersuchungen spezifischer Patientengruppen eignet sich die vorliegende Leitlinie ebenso für späte Frühgeborene mit weitgehend unkomplizierten Verläufen in der Neonatalzeit und kranke Termingeborene,um mögliche Entwicklungsrisiken und spätere Auffälligkeiten frühzeitig identifizieren zu können.

    Versorgungsbereich

    Die Versorgung von extrem unreifen Frühgeborenen findet nach der Klinikentlassung vor allem bei niedergelassenen Kinderärzten, in Sozialpädiatrischen Zentren sowie Spezialambulanzen für die verschiedenen organischen Probleme statt. Wegen möglicher kognitiver oder sozioemotionaler Störungen können auch Kinder- undJugendlichen psychotherapeuten im Behandlungsprozess eingebunden sein.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
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    Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin e.V. (GNPI)
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    Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM)
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    Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V.
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. med. Carsten Wurst Sozialpädiatrisches Zentrum
    SRH Zentralklinikum Suhl GmbH
    Albert-Schweitzer-Straße 2
    98527 Suhl
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die Fortschritte in der Geburtshilfe und Neonatologie der letzten Jahrzehnte haben dazu geführt, dass die Mortalität von Frühgeborenen mit extrem niedrigen Geburtsgewicht unter 1.000g bzw. mit extremer Unreife mit einem Gestationsalter unter 28 SSW kontinuierlich abgenommen hat. Während noch am Ende der 70er Jahre die Überlebensraten unter 30% lagen,stiegen sie auf über 70% in den 90er Jahren und liegen heute bei fast 80%.

    Im Vordergrund steht heute die Sorge um die Langzeitmorbidität,insbesondere mit Bezug auf die neurologische und kognitive Entwicklung bei den Frühgeborenen mit einem Gestationsalter unter 26 SSW und noch mehr bei den Frühgeborenen an der Grenze der Lebensfähigkeit (<24SSW).

    Hier besteht ein hohes Risiko bleibender Behinderungen. Entwicklungsneurologische und psychologische Nachuntersuchungen der extrem unreifen Frühgeborenen sind notwendig, um sowohl die motorischen und sensorischen als auch die kognitiven und psychischen Auffälligkeiten möglichst früh und umfassend zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig geeignete Fördermaßnahmen einzuleiten.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel der Leitlinie soll die Vernetzung von Kompetenzen zum Wohle der frühgeborenen Kinder unter der Führung der verantwortlichen niedergelassenen Pädiater mit in der Nachsorge tätigen Fachpersonen sein. Außerdem soll die Leitlinie Inhalte und Abläufe der Nachuntersuchungen zugleichen Zeitpunkten harmonisieren und somit letztlich eine Vergleichbarkeit von Ergebnissen ermöglichen. Die Leitlinie leistet somit einen Beitrag zur Optimierung der gesundheitlichen Betreuung und Chancengleichheit von extrem unreifen Frühgeborenen.