Leitlinien-Detailansicht

HIV-Präexpositionsprohphylaxe (PrEP)

Registernummer 055 - 008
Klassifikation S2k

Stand: 24.05.2018 , gültig bis 23.05.2023

Adressaten

Die Leitlinie wurde für Ärztinnen und Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen erstellt, die Personen mit Risiko für eine HIV-1-Infektion beraten, behandeln oder betreuen. Sie soll zur Entscheidungsfindung bei Diagnostik und Indikationsstellung und Durchführung der PrEP für medizinische Berufe und HIV-Betroffene dienen. Weitere Adressaten sind medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes-und Landesebene, Kostenträger im Gesundheitswesen sowie die Öffentlichkeit zur Information.

Patientenzielgruppe

Zielgruppe ist die Gruppe erwachsener Personen im Risiko für eine HIV-1-Infektion.

Versorgungsbereich

Inhaltlich sind die Bereiche Innere Medizin und Infektiologie sowie Virologie, öffentliches Gesundheitswesen, AIDS-Hilfen und Tropenmediziner betroffen. Der Anwendungsbereich dieser Leitlinie umfasst im Wesentlichen die ambulante Versorgung.
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "HIV-Präexpositionsprohphylaxe (PrEP)"
    Leitlinienreport
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie wurde für Ärztinnen und Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen erstellt, die Personen mit Risiko für eine HIV-1-Infektion beraten, behandeln oder betreuen. Sie soll zur Entscheidungsfindung bei Diagnostik und Indikationsstellung und Durchführung der PrEP für medizinische Berufe und HIV-Betroffene dienen. Weitere Adressaten sind medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes-und Landesebene, Kostenträger im Gesundheitswesen sowie die Öffentlichkeit zur Information.

    Patientenzielgruppe

    Zielgruppe ist die Gruppe erwachsener Personen im Risiko für eine HIV-1-Infektion.

    Versorgungsbereich

    Inhaltlich sind die Bereiche Innere Medizin und Infektiologie sowie Virologie, öffentliches Gesundheitswesen, AIDS-Hilfen und Tropenmediziner betroffen. Der Anwendungsbereich dieser Leitlinie umfasst im Wesentlichen die ambulante Versorgung.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI)
    Visitenkarte
    Deutsche STI-Gesellschaft e. V. (DSTIG) - Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG)
    Visitenkarte
    Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV)
    Visitenkarte
    Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Österreichische AIDS Gesellschaft
    Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte für die Versorgung HIV-Infizierter (DAGNÄ e.V.)
    Deutsche AIDS-Hilfe (DAH)
    Robert Koch-Institut (RKI)
    Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg
    Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit
    Projekt Information e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Stellbrink Geschäftsstelle der Deutschen AIDS-Gesellschaft e.V.
    c/o ICH Study Center
    Grindelallee 35
    20146 Hamburg e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Stellbrink
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die HIV-1-Infektion stellt ein globales Gesundheitsproblem dar und ist weltweit weiterhin mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität verbunden. Eine erfolgreiche HIV-Therapie führt zu einer dramatischen Verbesserung der Lebenserwartung und der Lebensqualität von HIV-Betroffenen und führt bei erfolgreicher Virussuppression zu einer fehlenden Infektiosität. Trotzdem kommt es weiterhin in Deutschland und Österreich nicht zu entscheidend sinkenden Neuinfektionszahlen. Eine wirksame Schutzimpfung ist nicht in Sicht, während Studien eine hohe Schutzwirkung einer Einnahme von Tenofovir-Disoproxil/Emtricitabin belegen. Personen mit erhöhtem HIV-Risiko haben bereits mit aus dem Ausland bezogener Medikation ohne adäquate ärztliche Überwachung von Wirkung und Nebenwirkungen eine PrEP durchgeführt. Die drastische Reduktion der Preise für diese mittlerweile generisch verfügbare Kombination auch in Deutschland und Österreich hat die PrEP mittlerweile für weitaus mehr Personen erschwinglich gemacht. Es besteht daher ein Bedarf an einer fachlichen Orientierungshilfe bei der Durchführung der PrEP in Form einer Leitlinie.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitlinie strebt an, den Schutz von Personen mit hohem HIV-Risiko durch eine PrEP durch Darstellung des Wissensstandes und der daraus abgeleiteten diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen zu verbessern. Sie soll den Rahmen des diagnostisch und therapeutisch Notwendigen und Wünschenswerten abstecken, die der PrEP zu Grunde liegenden Prinzipien verdeutlichen, Hinweise auf Probleme bei der Anwendung und der Bewertung der Begleitdiagnostik liefern und helfen, unnötige Medikamenteneinnahmen zu vermeiden. Die Leitlinie soll zu einem zielgerichteten, kosteneffektiven Einsatz der PrEP zu Gunsten von Personen mit Risiko für eine HIV-Infektion beitragen und den gesamtgesellschaftlichen Nutzen durch Verhinderung von Infektionen, vermeidbarer Resistenzentwicklung von HIV bei trotz PrEP eintretenden Infektionen und Komplikationen mit ihren Folgen wie Arbeitsunfähigkeit sowie unerkannte Begleitinfektionen mehren.