Leitlinien-Detailansicht

Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-1-Infektion

Registernummer 055 - 001
Klassifikation S2k

Stand: 11.09.2020 , gültig bis 30.11.2023

Gründe für die Themenwahl:

Zulasssung neuer Substanzen und Kombinationen, wichtige neue Studienergebnisse

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie strebt an, die Versorgung HIV-1-infizierter Patienten durch Darstellung des Wissensstandes und der daraus abgeleiteten diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen im Rahmen der antiretroviralen Therapie zu verbessern. Sie soll den Rahmen des therapeutisch Notwendigen und Möglichen abstecken, die der Therapie zu Grunde liegenden Prinzipien verdeutlichen, Hinweise auf therapeutische Probleme liefern und veraltete oder überholte Therapien vermeiden helfen. Die Leitlinie soll zu einem zielgerichteten, kosteneffektiven Einsatz der Therapie zu Gunsten der von der HIV-Infektion Betroffenen beitragen und helfen, den gesamtgesellschaftlichen Nutzen der antiretroviralen Therapie durch Verhinderung von Krankheitskomplikationen und Steigerung der Lebensqualität sowie Verbesserung der Arbeitsunfähigkeit, Reduktion der Sterblichkeit und Verminderung der Übertragung der HIV-Infektion zu mehren. Die Leitlinie stellt dabei jedoch immer den individuellen Patientennutzen in den Vordergrund. 

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Deutsch-Österreichische Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-1-Infektion"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie wurde für folgende Ärztinnen und Ärzte und Angehörige anderer Berufsgruppen erstellt, diePatienten mit HIV-1-Infektion behandeln und betreuen: Ärzte für die Versorgung HIV-Infizierter, Internisten, Infektiologen, Virologen. Sie soll zur Entscheidungsfindung bei Diagnostik und Behandlung der HIV-Infektion für medizinische Berufe und HIV-Betroffene dienen. Zur Information auch für weitere Adressaten wie medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften, gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes-und Landesebene, Kostenträger im Gesundheitswesen sowie die Öffentlichkeit. 

    Patientenzielgruppe

    HIV-1-infizierte erwachsene Patienten vor Einleitung einer antiretroviralen Therapie und im Verlauf der Therapie. Gegenüber HIV-1 weist HIV-2 einige therapeutische Besonderheiten auf, die es nicht erlauben, diese Leitlinien direkt auf die Behandlung HIV-2-Betroffener anzuwenden. Die Empfehlungen beschränken sich daher ausschließlich auf die HIV-1-Infektion. Obwohl die grundlegenden therapeutischen Prinzipien auch für Kinder gelten, sind die Besonderheiten bei der Behandlung HIV-infizierter Kinder so erheblich, dass diese Leitlinien die Therapie HIV-infizierter Kinder ausklammern. Diesbezüglich wird auf die getrennten entsprechenden Leitlinien der Deutschen Aids Gesellschaft verwiesen. 

    Versorgungsbereich

    Inhaltlich sind die Bereiche Innere Medizin und Infektiologie sowie Virologie betroffen. Bei der Behandlung von HIV-infizierten Frauen im Rahmen der Schwangerschaft bestehen etliche Besonderheiten, so dass dazu getrennte Leitlinien erstellt wurden. Diesbezüglich wird auf die getrennten entsprechenden Leitlinien der Deutschen Aids Gesellschaft verwiesen. Der Anwendungsbereich dieser Leitlinie umfasst sowohl die ambulante als auch die stationäre Versorgung. 
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche AIDS-Gesellschaft e.V. (DAIG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
    Visitenkarte
    Deutsche STI-Gesellschaft e.V. (DSTIG) - Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI)
    Visitenkarte
    Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV)
    Visitenkarte
    Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)
    Visitenkarte
    Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien (INSTAND) e.V.
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Österreichische AIDS Gesellschaft
    Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte für die Versorgung HIV-Infizierter (DAGNÄ e.V.)
    Deutsche AIDS-Hilfe (DAH)
    Projekt Information e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Deutsche AIDS Gesellschaft (DAIG) e.V. Geschäftsstelle c/o ICH Study Center
    Grindelallee 35
    20146 Hamburg Tel.: 0160 / 90 28 92 85 Fax.: 040 / 28 40 73 73 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Priv-Doz. Dr. med. Christoph Boesecke
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Zulasssung neuer Substanzen und Kombinationen, wichtige neue Studienergebnisse

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitlinie strebt an, die Versorgung HIV-1-infizierter Patienten durch Darstellung des Wissensstandes und der daraus abgeleiteten diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen im Rahmen der antiretroviralen Therapie zu verbessern. Sie soll den Rahmen des therapeutisch Notwendigen und Möglichen abstecken, die der Therapie zu Grunde liegenden Prinzipien verdeutlichen, Hinweise auf therapeutische Probleme liefern und veraltete oder überholte Therapien vermeiden helfen. Die Leitlinie soll zu einem zielgerichteten, kosteneffektiven Einsatz der Therapie zu Gunsten der von der HIV-Infektion Betroffenen beitragen und helfen, den gesamtgesellschaftlichen Nutzen der antiretroviralen Therapie durch Verhinderung von Krankheitskomplikationen und Steigerung der Lebensqualität sowie Verbesserung der Arbeitsunfähigkeit, Reduktion der Sterblichkeit und Verminderung der Übertragung der HIV-Infektion zu mehren. Die Leitlinie stellt dabei jedoch immer den individuellen Patientennutzen in den Vordergrund.