Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik und Therapie der Essstörungen

Registernummer 051 - 026
Klassifikation S3

Stand: 31.05.2018 , gültig bis 30.05.2023

10.07.2019: Langfassung nach redaktionellen Änderungen ausgetauscht

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Essstörungen"
Patientenleitlinie "Diagnostik und Therapie der Essstörungen"
Leitlinienreport
Angaben zu Interessenkonflikten

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)
Visitenkarte
Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Essstörungen"
    Patientenleitlinie "Diagnostik und Therapie der Essstörungen"
    Leitlinienreport
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die primären Adressaten der Leitlinie sind Ärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie und ärztliche und psychologische Psychotherapeuten. Sie dient  auch zur Information für weitere Berufsgruppen, die mit PatientInnen mit Essstörungen befasst sind, insbesondere Gynäkologen, Hausärzte und Kinderärzte.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie richtet sich an Patientinnen mit Essstörungen jeglichen Alters. Da mehrheitlich Frauen betroffen sind, wurde in der Leitlinie die weibliche Geschlechtsform verwendet, sie gilt jedoch Betroffene jeglichen Geschlechts. 

    Versorgungsbereich

    Es wird der ambulante und der stationäre Bereich adressiert.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)
    Visitenkarte
    Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT)
    Visitenkarte
    Deutsche Adipositas-Gesellschaft e.V. (DAG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Verhaltensmedizin und Verhaltensmodifikation (DGVM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) (mit-federführend)
    Bundesfachverband Essstörungen (BFE)
    Berufsverband der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten e.V. (bkj)
    Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
    Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)
    Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland e.V. (VAKJP)
    Deutsche Gesellschaft für Essstörungen (DGESS)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Stephan Herpertz Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
    LWL-Universitätsklinikum Bochum
    Ruhr-Universität Bochum
    Alexandrinenstraße 1 - 3
    44791 Bochum e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Stephan Herpertz
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Seit 1. Fassung (Lit. bis 2006) Veröffentlichung einer größeren Anzahl neuer Studien, u.a.  Ergebnisse der größten Therapiestudie von ambulant behandelten Patientinnen mit Anorexia nervosa (ANTOP). Auch zusätzl. Festlegung von Entitäten (Binge Eating Störung (BES)sowie Night Eating Syndrom als vorläufige Störung) im DSM-V. Erstellung neuer Meta-analysen (zu BES Selbsthilfe) bzw. Prüfung der Erfordernis derselben (Bulimia nervosa, Anorexia Nervosa , dort dürftigere Datenlage zur ambulanten Behandlung s.a. Cochrane-Review Hay et al. 2015).

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Evidenzbasierte Leitlinien sind das Ergebnis eines systematischen Entwicklungsprozesses und stellen sowohl wissenschaftliche (empirische) als auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen dar. Diese Leitlinie verfolgt das Ziel, die Versorger und die Patientinnen bei ihren Entscheidungen in Fragen der Diagnostik und der Behandlung Essstörungen zu unterstützen. Von daher dienen Leitlinien der Qualitätsentwicklung im Gesundheitssystem. Leitlinien zeichnen sich durch Handlungsempfehlungen aus, die das Resultat einer eingehenden wissenschaftlichen und damit transparenten Analyse des aktuellen Erkenntnisstands sind. Gleichzeitig beinhalten sie aber auch Wertungen von Studienergebnissen im Hinblick auf ihre klinische Relevanz und Anwendbarkeit (Muche-Borowski und Kopp 2011; Qaseem et al. 2012). Die Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF) spricht von „Handlungs- und Entscheidungskorridoren“, innerhalb derer sich die Diagnostik und insbesondere die Therapie der individuellen Patientin bewegt, innerhalb derer aber auch ihre Präferenzen ermittelt und im Rahmen einer partizipativen Entscheidungsfindung berücksichtigt werden müssen. Seit der 1. Fassung der Leitlinie (Lit. bis 2006) wurde eine größere Anzahl neuer Studien veröffentlicht, u.a.  Ergebnisse der größten Therapiestudie von ambulant behandelten Patientinnen mit Anorexia nervosa (ANTOP) und es erfolgte auch eine zusätzliche Festlegung von Entitäten (Binge Eating Störung (BES) sowie Night Eating Syndrom als vorläufige Störung) im DSM-V. Für diese Leitlinie wurden weiterhin neue Metaanalysen erstellt.

    Konkret verfolgt die Leitlinie das Ziel, Ärzte und Ärztinnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen und Patientinnen bei der Entscheidung über angemessene Maßnahmen der Patientinnenversorgung (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge) zu unterstützen, zur Verbesserung der Versorgungsergebnisse beizutragen, Risiken zu minimieren, Therapiesicherheit und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen sowie nicht-indizierte Diagnose- und Behandlungsmethode zu vermeiden.

    Im Hinblick auf die Qualitätsentwicklung von Diagnostik und Therapie der Essstörungen hoffen wir, mit dieser zweiten, überarbeiteten Leitlinie zu Essstörungen einen sinnvollen Beitrag zu leisten, der helfen wird, den Heilungserfolg und die Lebensqualität bei unseren Patientinnen zu verbessern.