Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis

Registernummer 043 - 025
Klassifikation S2k

Stand: 31.05.2019 , gültig bis 30.05.2024

30.07.2019: Leitliniendokument nach redaktioneller Änderung ausgetauscht

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis"
Angaben zu Interessenkonflikten

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis"
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an Urologen, (Pädiatrische) Nephrologen, Pädiatrische Radiologen, Kinderchirurgen, Gynäkologen und Betroffene. Die Leitlinie dient weiterhin zur Information für Internisten, Allgemeinmediziner, Kinder- und Jugendmediziner, Labormediziner und Ernährungswissenschaftler.

    Patientenzielgruppe

    Harnsteinpatienten

    Versorgungsbereich

    Die Empfehlungen gelten für die ambulante und stationäre medizinische Versorgung im Bereich Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie (GPN)
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    Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR)
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    Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V. (DGKCH)
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    Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)
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    Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)
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    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitskreis Harnsteine der Akademie der Deutschen Urologen (mit-federführend)
    Deutsche Gesellschaft für Stoßwellenlithotripsie (DGSWL)
    Berufsverband Deutscher Urologen e.V.
    Arbeitskreis Endourologie der Akademie der Deutschen Urologen
    Arbeitskreis Kinder- und Jugendurologie der Akademie der Deutschen Urologen (mit-federführend)
    Arbeitskreis Versorgungsforschung, Qualität und Ökonomie der Akademie der Deutschen Urologen
    Arbeitskreis Schmerztherapie der Akademie der Deutschen Urologen
    Arbeitskreis Infektiologie und Hygiene der Akademie der Deutschen Urologen
    Arbeitskreis Bildgebende Systeme der Akademie der Deutschen Urologen
    Arbeitskreis Endourologie und Steinerkrankung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie
    Selbsthilfe primäre Hyperoxalurie e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. Stefanie Schmidt Wissenschaftliche Referentin von
    UroEvidence
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.
    Geschäftsstelle Berlin
    Martin-Buber-Str. 10
    14163 Berlin
    www.dgu.de Tel.: +49 (0)30 8870 833 12 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Christian Seitz Wien
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die Harnsteinerkrankung stellt weltweit eine der häufigsten Erkrankungen dar und kann als Volkskrankheit bezeichnet werden. In vielen Ländern steigen Inzidenz und Prävalenz an. Gründe hierfür scheinen veränderte Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten, aber auch eine verbesserte medizinische Diagnostik zu sein. Durch die weite Verbreitung von Ultraschallgeräten und die Durchführung von computertomographischer Schnittbildgebung werden Harnsteine häufiger nachgewiesen. Die Harnsteine können heute in aller Regel minimal-invasiv therapiert werden, die hohe Rezidivrate von bis zu 50% erfordert jedoch die Identifikation von Risikopatienten. Diese Patienten bedürfen einer erweiterten metabolischen Diagnostik und diätetischer bzw. medikamentöser Metaphylaxe Maßnahmen.
    Die vorliegende Leitlinie soll die Behandlung von Harnsteinpatienten in Klinik und Praxis unterstützen, aber auch Patienteninformationen zur Urolithiasis geben. Diese Leitlinie beschäftigt sich ausschließlich mit Nieren- und Harnleitersteinen. Blasensteine, bei denen eine andere Kausalität als bei Steinen des oberen Harntrakts vorliegen, werden nicht berücksichtigt.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitlinie der Qualität S2k zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis ist ein konsentiertes, auf der verfügbaren Evidenz basierendes Instrument, um die Behandlung der Harnsteinerkrankung zu verbessern. Ärzte, die solche Patienten behandeln und Patienten mit Harnsteinen, sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über Diagnostik, Therapie- und Präventionsmaßnahmen unterstützt werden.

    Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuelle und qualitativ hochwertige Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität der Diagnostik und Therapien ebenso gesenkt werden wie die Rezidiv-Steinbildung.

    Weitere Ziele sind:

    • Definition eines Qualitätsstandards mit effektiver Nutzung der vorhandenen diagnostischen undtherapeutischen Möglichkeiten.
    • Umsetzbarkeit der Empfehlungen im Klinik- und Praxisalltag.
    • Identifikation von Kernaussagen und Schlüsselempfehlungen.
    • Leitlinienempfehlungen in Algorithmen zu formulieren und damit die praktische Umsetzung in der Alltagsroutine deutlich zu erleichtern.
    • Bereitstellung von gesicherten Informationen für Gesundheitsdienstleister

    Die getroffenen Aussagen dieser Leitlinie gründen sich auf einer umfassenden Literaturrecherche. Einige Aussagen wurden aus den Quellleitlinien der European Association of Urology (EAU) übernommen. Wegen unzureichender Literaturevidenz war es in einigen Fällen unvermeidlich, Empfehlungen in die Leitlinien aufzunehmen, die ausschließlich die allgemein akzeptierte bzw. die Meinung der Expertengruppe reflektieren, für welche die Abstimmung in der Konsensusgruppe ausreichend erschien. Der Grad des Konsens bzw. Dissens werden in der Leitlinie angegeben (siehe Methodik).