Leitlinien-Detailansicht

S3-Leitlinie Prostatakarzinom

Registernummer 043 - 022OL
Klassifikation S3

Stand: 12.05.2021 , gültig bis 11.05.2024

13.10.2021: redaktionell überarbeitete Lang- und Kurzfassung ausgetauscht; 24.08.2021: Lang-, Kurzfassung, Methodenreport und Evidenzbericht ausgetauscht

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Prostatakarzinom"
Langfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Prostatakarzinom"
Patientenleitlinie "Prostatakrebs 1 – lokal begrenztes Prostatakarzinom"
Patientenleitlinie "Prostatakrebs 2 - Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
auch verfügbar in der OL-App

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Prostatakarzinom"
    Langfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Prostatakarzinom"
    Patientenleitlinie "Prostatakrebs 1 – lokal begrenztes Prostatakarzinom"
    Patientenleitlinie "Prostatakrebs 2 - Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    auch verfügbar in der OL-App

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die folgenden Empfehlungen richten sich an alle Betroffenen und alle Berufsgruppen der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen.

    Patientenzielgruppe

    Erwachsene, Kinder/Jugendliche

    Patienten mit Verdacht auf bzw. mit nachgewiesenem Prostatakarzinom jeglichen Stadiums.

    Versorgungsbereich

    ambulant, stationär, teilstationär

    Früherkennung

    Diagnostik, Therapie, Rehabilitation

    primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung

  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e.V. (DGKL)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)
    Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR)
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO
    Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU)
    Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG
    Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.
    Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)
    Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office des Leitlinienprogramm Onkologie
    c/o Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14075 Berlin e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Marc-Oliver Grimm

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    In Deutschland ist das Prostatakarzinom beim Mann der häufigste bösartige Tumor. Die altersstandardisierte Erkrankungsrate ist seit 2003 weitgehend konstant und verlief zwischen 2011 und 2016 rückläufig.1 Im Jahre 2016 erkrankten 58.780 Männer in Deutschland neu an diesem Tumor, was einer altersstandardisierten Inzidenz von 91,6 pro 100.000 Einwohner entspricht.1Im Mittel lag dabei das Erkrankungsalter bei 72 Jahren.1 Der Tumor ist eine Alterserkrankung. Vor dem 50. Lebensjahr ist das Prostatakarzinom selten. Das Prostatakarzinom stellt unter den Krebstodesursachen beim Mann die dritthäufigste Entität dar. 14.417 Männer verstarben 2016 daran, was einer altersstandardisierten Sterberate von 19,5 pro 100.000 Einwohner in Deutschland entspricht.1  

    Die "Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zu Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms" (4. Aktualisierung) wurden im April 2018 veröffentlicht und liegt aktuell als redaktionell bearbeitete Version 5.1 vom Mai 2019 vor.2 Sie ist ein wichtiger Meilenstein in der Prostatakrebstherapie, die bei der Therapieentscheidung einen Fokus auf Patientenpräferenzen legt und beim frühen Prostatakarzinom auch defensive Strategien empfiehlt. Als so genannte "Living Guideline" soll die S3-Leitlinie kontinuierlich aktualisiert werden. Im Rahmen der anstehenden Aktualisierung soll die Leitlinie hinsichtlich von etwa 10 Fragestellungen überarbeitet werden und dabei aktuelle Entwicklungen berücksichtigen.  

    1 Krebs in Deutschland für 2015/2016. 12. Ausgabe. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2019. ISBN 978-3-89606-298-7. DOI10.25646/5977.

    2 Leitlinienprogramm Onkologie. S3-Leitlinie Prostatakarzinom. Version 5.1. Mai 2019. AWMF-Registernummer: 043/022OL. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/prostatakarzinom/

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Diese S3-Leitlinie ist ein evidenz- und konsensbasiertes Instrument, um Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms zu verbessern.

    Männer und Ärzte sollen durch die Leitlinie bei der Entscheidung über Früherkennungsmaßnahmen unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung bei der Früherkennung sicherzustellen.

    Es ist weiterhin die Aufgabe der Leitlinie, dem Mann (mit Verdacht auf Prostatakarzinom oder nachgewiesenem Prostatakarzinom) angemessene, wissenschaftlich begründete und aktuelle Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Dies gilt sowohl für die lokal begrenzte oder lokal fortgeschrittene Erkrankung als auch bei Vorliegen eines Rezidivs oder von Fernmetastasen.

    Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität und Mortalität von Patienten mit Prostatakarzinom gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden.

    Durch die Implementierung leitliniengerechter Behandlung sollen unerwünschte Folgen der Prostatakarzinombehandlung minimiert werden. Kurz- und Langzeitfolgen, insbesondere die Rate an Patienten mit erektiler Dysfunktion, Inkontinenz und Darmschädigung (u.a. Proktitis) sollen für jedes primäre Behandlungsverfahren des Prostatakarzinoms erfasst werden. Dazu dient der „Expanded prostate cancer index composite“ (E-PIC-26) um ein international vergleichbares funktionelles Behandlungsergebnis bei Patienten mit Prostatakarzinom zu dokumentieren.