Leitlinien-Detailansicht

Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms

Registernummer 032 - 045OL
Klassifikation S3

Stand: 01.12.2017 , gültig bis 30.11.2022

Versorgungsbereich:

ambulante, stationäre, rehabilitative Versorgung

Zielorientierung der Leitlinie:

Die wesentliche Rationale für die Aktualisierung der LL ist die gleichbleibend hohe epidemiologische Bedeutung des Mammakarzinoms und die damit verbundene Krankheitslast. In diesem Zusammenhang sind die Auswirkungen neuer Versorgungskonzepte in ihrer Umsetzung zu prüfen. Der Bedarf zur Aktualisierung der LL ergibt sich zudem aus der Existenz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Weiterentwicklung in der LL-Methodik. Zudem ist in regelmäßigen Abständen eine redaktionelle und inhaltliche Prüfung und Überarbeitung der Kernaussagen und Empfehlungen der LL erforderlich.

Die Ziele der S3-LL für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms wurden aus der Ursprungsversion und der ersten beiden Aktualisierungen beibehalten und für die dritte Neuauflage ergänzt bzw. konkretisiert:

  • Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse evidenzbasierter Medizin und anerkannter Behandlungskonzepte 
  • Berücksichtigung der Erkenntnisse aus disseminierten LL und der flächendeckenden Erfassung der leitlinienbasierten Qualitätsindikatoren in der Aktualisierung und Umsetzung der LL 
  • Unterstützung der Einbindung der Patientinnen in Therapieentscheidungen und Positionierung ihrer individuellen Bedürfnisse
  • flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten und sektorenübergreifenden Versorgung des Mammakarzinoms 
  • konkretes Hinwirken auf Verbesserungen hinsichtlich einer bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten psychosozialen Betreuung und Rehabilitation 
  • Unterstützung der Dokumentation von Epidemiologie und Verläufen von Brustkrebserkrankungen durch klinische Krebsregister 
  • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung und in Qualitätsmanagementsystemen 
  • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen und daraus abgeleiteten Qualitätsindikatoren in Disease-Management-Programmen (DMP), Zertifizierungsverfahren von Brustzentren, Krebsregistern sowie der externen, vergleichenden Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Dokumentationsanforderungen. 

Die Verbesserung des Wissens über die Erkrankung bei Nichtbetroffenen und Patientinnen ist ein wichtiges Ziel, für das ein deutliches Verbesserungspotential besteht. Es ist eine Voraussetzung für die Befähigung von Frauen, an Therapieentscheidungen teilzunehmen. Es werden derzeit Informationen in zunehmendem Umfang im Internet bereitgestellt, jedoch vielfach mit sehr variierender, teilweise inakzeptabler Qualität. Gerade im Bereich Brustkrebs ist eine Flut von Informations- und Aufklärungsmaterial erhältlich, deren Qualität überwiegend als mangelhaft bewertet wird. Im Rahmen des OL-Programms wurden verschiedene Versionen der Patientenleitlinie erstellt, welche regelmäßig nach den entsprechenden Updates angepasst werden. Die jeweils gültigen Versionen der Frauen- und Patientinnenleitlinien sind kostenfrei verfügbar.

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms"
    Langfassung der Leitlinie "Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen der interdisziplinären Leitlinie (LL) richten sich an alle Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen, die mit der Versorgung von Bürgerinnen im Rahmen der Früherkennung und Patientinnen mit Brustkrebs befasst sind (Gynäkologen, Allgemeinmediziner, Radiologen, Pathologen, Radioonkologen, Hämatoonkologen, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Pflegekräfte etc.) und alle an Brustkrebs erkrankten Frauen sowie deren Angehörige.

    Weitere Adressaten sind:

    • medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände 
    • Interessenvertretungen der Frauen (Frauengesundheitsorganisationen, Patienten- und Selbsthilfeorganisationen) 
    • Qualitätssicherungseinrichtungen und Projekte auf Bundes- und Länderebene 
    • gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes- und Länderebene 
    • die Vertragsverantwortlichen von DMP-Programmen und Integrierten Versorgungsverträgen 
    • Kostenträger 
    • sowie die Öffentlichkeit zur Information über gute medizinische Vorgehensweise.

    Patientenzielgruppe

    Brustkrebs erkrankte Patientinnen
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
    Visitenkarte
    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT)
    Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie der DKG, AGO
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitskreis Frauengesundheit e.V.
    Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)
    Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)
    BRCA-Netzwerk e. V.
    Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie
    Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)
    Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., GEKID
    Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK
    Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (OEGGG)
    Arbeitsgemeinschaft für Ultraschalldiagnostik in Gynäkologie und Geburtshilfe (ARGUS)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Katharina Brust, B.Sc. Universitätsfrauenklinik Würzburg
    Josef-Schneider-Str. 4
    97080 Würzburg e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Achim Wöckel

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Wolfgang Janni Ulm
  • Inhalte
    Versorgungsbereich:

    ambulante, stationäre, rehabilitative Versorgung

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die wesentliche Rationale für die Aktualisierung der LL ist die gleichbleibend hohe epidemiologische Bedeutung des Mammakarzinoms und die damit verbundene Krankheitslast. In diesem Zusammenhang sind die Auswirkungen neuer Versorgungskonzepte in ihrer Umsetzung zu prüfen. Der Bedarf zur Aktualisierung der LL ergibt sich zudem aus der Existenz neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Weiterentwicklung in der LL-Methodik. Zudem ist in regelmäßigen Abständen eine redaktionelle und inhaltliche Prüfung und Überarbeitung der Kernaussagen und Empfehlungen der LL erforderlich.

    Die Ziele der S3-LL für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms wurden aus der Ursprungsversion und der ersten beiden Aktualisierungen beibehalten und für die dritte Neuauflage ergänzt bzw. konkretisiert:

    • Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse evidenzbasierter Medizin und anerkannter Behandlungskonzepte 
    • Berücksichtigung der Erkenntnisse aus disseminierten LL und der flächendeckenden Erfassung der leitlinienbasierten Qualitätsindikatoren in der Aktualisierung und Umsetzung der LL 
    • Unterstützung der Einbindung der Patientinnen in Therapieentscheidungen und Positionierung ihrer individuellen Bedürfnisse
    • flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten und sektorenübergreifenden Versorgung des Mammakarzinoms 
    • konkretes Hinwirken auf Verbesserungen hinsichtlich einer bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten psychosozialen Betreuung und Rehabilitation 
    • Unterstützung der Dokumentation von Epidemiologie und Verläufen von Brustkrebserkrankungen durch klinische Krebsregister 
    • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung und in Qualitätsmanagementsystemen 
    • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen und daraus abgeleiteten Qualitätsindikatoren in Disease-Management-Programmen (DMP), Zertifizierungsverfahren von Brustzentren, Krebsregistern sowie der externen, vergleichenden Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Dokumentationsanforderungen. 

    Die Verbesserung des Wissens über die Erkrankung bei Nichtbetroffenen und Patientinnen ist ein wichtiges Ziel, für das ein deutliches Verbesserungspotential besteht. Es ist eine Voraussetzung für die Befähigung von Frauen, an Therapieentscheidungen teilzunehmen. Es werden derzeit Informationen in zunehmendem Umfang im Internet bereitgestellt, jedoch vielfach mit sehr variierender, teilweise inakzeptabler Qualität. Gerade im Bereich Brustkrebs ist eine Flut von Informations- und Aufklärungsmaterial erhältlich, deren Qualität überwiegend als mangelhaft bewertet wird. Im Rahmen des OL-Programms wurden verschiedene Versionen der Patientenleitlinie erstellt, welche regelmäßig nach den entsprechenden Updates angepasst werden. Die jeweils gültigen Versionen der Frauen- und Patientinnenleitlinien sind kostenfrei verfügbar.