Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren

Registernummer 032 - 035OL
Klassifikation S3

Stand: 13.09.2021 , gültig bis 12.09.2026

  • Basisdaten
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen richten sich an die behandelnden ärztlichen Fachkollegen (Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Palliativmedizin, Radiologie, Strahlentherapie, Innere Medizin, Chirurgie, Pathologie, Nuklearmedizin, Onkologie und Hämatologie sowie praktische Ärzte und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung) sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich sowie in der Rehabilitation, Pflegeberufe und weitere medizinische Partner in der Behandlung der Patientinnen mit malignen Ovarialtumoren. Durch die eigenständigen Themenkomplexe Screening und Nachsorge sind auch niedergelassene Ärzte wichtige Adressaten der Leitlinie. Darüber hinaus soll sie Betroffenen und Ratsuchenden zur Orientierung dienen und eine Grundlage für die im Aufbau befindlichen Gynäkologischen Krebszentren bilden.

    Patientenzielgruppe

    Die Zielorientierung der Leitlinie umfasst die Beratung von Hochrisikogruppen, die Diagnostik, die operative und systemische Therapie der frühen und fortgeschrittenen Stadien, sowie die Behandlung seltener histologischer Subtypen. Großer Wert wird auf die Nachsorge, Rehabilitationsmaßnahmen, palliative Therapie und psychoonkologische Betreuung gelegt. 

    Versorgungsbereich

    Als Versorgungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl der ambulante als auch der stationäre Versorgungssektor.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
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    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)
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    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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    Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE)
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    Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (DGRW)
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    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
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    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)
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    Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)
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    Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH)
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    Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie der DKG, AGO
    Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG
    AGO Studiengruppe
    Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF)
    Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
    Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)
    Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. (DMG)
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK
    Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO)
    Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO
    Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)
    Bundesverband Deutscher Pathologen e.V.
    Dr. Alexander Burges (als Experte ad personam)
    Eierstockkrebs Deutschland e.V.

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office Leitlinienprogramm Onkologie c/o Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Uwe Wagner (Koordinator, DGGG)
    Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
    Baldingerstraße
    35043 Marburg e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Das Ovarial-Karzinom stellte mit ca 7500 Neuerkrankungsfällen im Jahre 2014 die 6. häufigste, bösartige Erkrankung der Frau dar. Aufgrund der Prävalenz dieses Tumors und der Bedeutung der Optimierung der Versorgungsqualität wurde im Jahr 2013 erstmals eine S3-Leitlinie zu dieser Thematik im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie publiziert. Seit 2017 wurden jährliche Aktualisierungen der Leitlinie umgesetzt, die weitergeführt werden sollen. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“ ist ein evidenz- und konsensusbasiertes Instrument zur Versorgung der Patientinnen mit Borderlinetumoren und bösartigen Eierstockstumoren einschließlich der Keimstrang-Stroma und Keimzelltumoren. Sie dient dazu, den Patientinnen dem jeweiligen Stand der Erkrankung angemessene, wissenschaftlich begründete, aktuelle und wirtschaftliche Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Die durch die Delegierten der Fachgesellschaften und Studiengruppen für die nationale S3-Leitlinie festgelegten Empfehlungen und Statements basieren dabei insbesondere auf methodisch hochwertigen Publikationen. Die Leitlinie soll Grundlagen für handlungsrelevante ärztliche Entscheidungsprozesse liefern und dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung in der Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren zu garantieren und die Basis für eine individuell adaptierte, qualitätsgesicherte Therapie bieten. Ziel ist es dabei, die Diagnosekette und die stadiengerechte Therapie bei der Ersterkrankung als auch beim Rezidiv zu optimieren. Dadurch sollen mittel- und langfristig die Mortalität der Patientinnen mit malignen Ovarialtumoren gesenkt und deren Lebensqualität erhöht werden.