Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik und Therapie komplexer regionaler Schmerzsyndrome (CRPS)

Registernummer 030 - 116
Klassifikation S1

Stand: 08.01.2018 , gültig bis 07.01.2023

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie komplexer regionaler Schmerzsyndrome (CRPS)"
Clinical Pathway

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie komplexer regionaler Schmerzsyndrome (CRPS)"
    Clinical Pathway

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Diese Leitlinie wendet sich an alle Ärzte, die Patienten mit CRPS betreuen.

    Patientenzielgruppe

    Erwachsene mit CRPS I und CRPS II. Die Empfehlungen für Kinder sind rein informativ.

    Versorgungsbereich

    Alle ambulanten und stationären Einrichtungen und Personen, die sich mit der Diagnostik und Therapie von Patienten mit CRPS beschäftigen.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Katja Ziegler, Sonja van Eys Editorial Office „Leitlinien der DGN“
    c/o albertZWEI media GmbH
    Oettingenstraße 25
    80538 München Tel.: +49 (0)89 46148629 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Frank Birklein Neurologische Universitätsklinik Mainz
    Langenbeckstraße 1
    55101 Mainz e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Komplexe regionale Schmerzsyndrome (CRPS, alte Bezeichnungen: sympathische Reflexdystrophie, Morbus Sudeck) entwickeln sich mit variabler Latenz bei 2–5% der Patienten, die eine Verletzung einer Extremität erleiden, zum Beispiel eine Radiusfraktur, Operation oder eine Nervenverletzung jeglicher Art. Sprunggelenksfrakturen, intraartikuläre Frakturen, eine vorbestehende Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis, vorbestehende chronische Schmerzen allgemein und ein weibliches Geschlecht sind Risikofaktoren für ein CRPS nach Trauma (Beerthuizen et al., 2012). Die weitere Entwicklung des CRPS ist abhängig von noch nicht näher zu spezifizierenden Patientenfaktoren und ist z.B. nicht durch einen Operationsfehler erklärbar. Die epidemiologischen Daten aus zwei großen Studien legen nahe, dass die Inzidenz zwischen 5,5/100.000/Jahr (Sandroni et al., 2003) und 26,2/100.000/Jahr (de Mos et al., 2007) liegt. Die Altersverteilung folgt annähernd einer Normalverteilung mit einem Maximum zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr (Veldman et al., 1993; Sandroni et al., 2003; de Mos et al., 2007). Die Daten zur Prognose sind insgesamt noch unsicher, es ist aber beim Ausbleiben komplizierender Faktoren mit 50% weitgehenden Remissionen zu rechnen (Sandroni et al., 2003; Bean et al., 2016). Vor allem bei zu später Diagnostik, falscher Therapiewahl und fehlender Berücksichtigung komplizierender psychischer, aber auch physischer Faktoren kann das CRPS chronisch werden und dann schwere funktionelle Behinderung nach sich ziehen, was wiederum oft signifikante sozialmedizinische und versorgungsrechtliche Folgen hat.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel dieser Leitlinie ist eine Optimierung der Erkennung und Behandlung komplexer regionaler Schmerzsyndrome. Die Leitlinie ist auf dem S1-Niveau evidenzbasiert.