Leitlinien-Detailansicht

S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus

Registernummer 021 - 023OL
Klassifikation S3

Stand: 31.12.2018 , gültig bis 30.12.2023

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus"
Langfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus"
Patientenleitlinie "Krebs der Speiseröhre"
Leitlinienreport
Evidenzbericht
Evidenzbericht 2

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus"
    Langfassung der Leitlinie "S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus"
    Patientenleitlinie "Krebs der Speiseröhre"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Evidenzbericht 2

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    In der Leitlinie „Ösophaguskarzinom“ wird das gesamte Spektrum der Prävention, Diagnostik und Therapie des Ösophaguskarzinoms behandelt. Sie wendet sich somit an alle Ärzte und Berufsgruppen, die Patienten mit Ösophaguskarzinom und/oder Risikofaktoren für ein Ösophaguskarzinom behandeln. Hierzu zählen Fachärzte für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie, Chirurgie, Radiologie, Strahlentherapie, Pathologie, Nuklearmedizin, Palliativmedizin sowie onkologisch tätige Fachkräfte und Berufsgruppen, die an der Versorgung von Patienten mit Ösophaguskarzinom beteiligt sind. 

    Weitere Adressaten der Leitlinie sind Organisationen der Patientenberatung, Selbsthilfegruppen sowie Entscheidungs- und Kostenträger im Gesundheitswesen.

    Der Ansatz der Leitlinie ist interdisziplinär und sektorenübergreifend, da sowohl stationäre/teilstationäre als auch ambulante Versorgungsstrukturen eingeschlossen werden.

    Patientenzielgruppe

    Alle Patienten mit einem Ösophaguskarzinom und/oder Risikofaktoren für ein Ösophaguskarzinom

    Versorgungsbereich

    In der Leitlinie „Ösophaguskarzinom“ wird das gesamte Spektrum der Prävention, Diagnostik und Therapie des Ösophaguskarzinoms behandelt. Der Ansatz der Leitlinie ist interdisziplinär und sektorenübergreifend, da sowohl stationäre als auch ambulante Themen behandelt werden.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)
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    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
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    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)
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    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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    Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV)
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    Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
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    Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL)
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    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP)
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    Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)
    Chirurgische Arbeitsgemeinschaft oberer Gastrointestinaltrakt (CAOGI) der DGAV
    Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)
    Berufsverband Deutscher Pathologen
    Sektion Endoskopie der DGVS
    Gastro-Liga Deutschland
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Selbsthilfegruppe Speiseröhrenerkrankungen
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Frau Irina John Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Rainer Porschen Chefarzt der Klinik für Innere Medizin
    Klinikum Bremen Ost
    Züricher Str. 40
    D-28325 Bremen Tel.: 0421 / 408-1221 Fax.: 0421 / 408-2234 e-Mail senden
  • Inhalte
    Versorgungsbereich:

    ambulante, teilstationäre, stationäre, rehabilitative Versorgung

    Gründe für die Themenwahl:

    Mit der Publikation 2015 wurde erstmal eine aktuelle, alle Themen abdeckende Leitlinie zum Thema „Speiseröhrenkrebs“ erstellt [2], die eine Standardisierung in der Prävention, Diagnostik, Therapie, Palliation und Nachsorge ermöglichte und somit das Ziel verfolgte, die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Die vorliegende Aktualisierung der Leitlinie beabsichtigt, diese Aktualität zu erhalten und gleichzeitig ein schnelles Reagieren auf wesentliche Änderungen zu ermöglichen. Unter dem Aspekt der „living guideline“ wird somit eine kontinuierliche, standardisierte Aktualisierung vorgenommen. Die Inhalte der Leitlinie werden dabei jährlich auf Basis aktueller Studiendaten und neuer Publikationen, Umfragen zu Qualität und Inhalten der Leitlinie und Rückmeldungen aus der Leitliniengruppe geprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Beim Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) werden zwei verschiedene Gewebetypen, das Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom unterschieden. 2018 sollen nach der Prognose des Robert-Koch-Instituts in Deutschland 5.700 Männer und 1.700 Frauen neu an Speiseröhrenkrebs erkranken – also eine steigende Tendenz. Dies entspricht einem Anteil von 3 % bei Männern und 1 % bei Frauen an allen bösartigen Neubildungen. Das Ösophaguskarzinom zählt zu den Tumorarten mit einer sehr schlechten Prognose: die relative 10-Jahres Überlebensrate liegt bei 16-17% [1].Die Diagnostik und Therapie des Ösophaguskarzinoms stellt mehr noch als bei anderen Tumorentitäten hohe Anforderungen an die beteiligten Fachdisziplinen. Dies ist auf der einen Seite durch die enge Nachbarschaft der Speiseröhre zum Bronchialsystem und zur Lunge bedingt – eine Tatsache, die erhebliche technische Anforderungen an das operative und therapeutische Vorgehen stellt. Deshalb ist ein hoher Grad an Interdisziplinarität erforderlich, um die Patienten nach subtiler Diagnostik einer stadiengerechten Therapie zuzuführen. Dies beinhaltet besonders die Entscheidung, welche Patienten alleine durch eine Operation, welche Patienten durch eine Kombination einer neoadjuvanten präoperativen Radiochemotherapie plus Operation oder welche sogar durch eine alleinige Radiochemotherapie behandelt werden sollen. Zudem sind neue diagnostische Verfahren (z. B. PET-CT) in die Stufendiagnostik des Ösophaguskarzinoms eingeführt worden, deren Stellenwert noch nicht eindeutig definiert und festg-legt worden ist. Auf der anderen Seite ist die Therapie des Ösophaguskarzinoms – besonders bei den Plattenepithelkarzinomen – durch die Tatsache erschwert, dass durch den häufig begleitenden Alkohol- und Tabakkonsum Begleiterkrankungen vorliegen, die die Möglichkeiten einer einzuschlagenden Therapie erheblich beeinflussen.