Leitlinien-Detailansicht

Tuberkulose im Erwachsenenalter

Registernummer 020 - 019
Klassifikation S2k

Stand: 01.06.2022 , gültig bis 31.05.2027

14.09.2022: Langfassung nach redaktionellen Änderungen ausgetauscht

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Tuberkulose im Erwachsenenalter"
Leitlinienreport

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Tuberkulose im Erwachsenenalter"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie soll für alle an der Tuberkuloseversorgung beteiligten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland eine Richtschnur für die Prävention, sowie die Diagnose und Therapie der Tuberkulose sein. Sie soll auch als Informationsquelle für diejenigen Behandelnden dienen, die weniger Erfahrung mit Tuberkulose haben. Es werden aber auch die Situationen klar dargestellt, wann die Behandlung durch spezialisierte Zentren erfolgen sollte. Die Leitlinie richtet sich an alle in der Prävention, Diagnostik und Behandlung der Tuberkulose tätigen Ärztinnen, Ärzte und weiteren medizinischen Berufsgruppen und dient als Informationsquelle für den stationären sowie ambulanten Bereich. 

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie ist für alle erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf oder Nachweis einer Tuberkuloseerkrankung oder latenten Tuberkuloseinfektion in Deutschland gültig, unabhängig von deren Herkunftsland, Erkrankungsschwere, Organbeteiligung, Resistenznachweis und Begleiterkrankungen. Menschen mit spezifischen diagnostischen und therapeutischen Anforderungen, wie zum Beispiel Menschen mit einer resistenten Tuberkulose, Schwangere, Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen mit einer HIV-TB-Koinfektion werden besonders berücksichtigt. Auch auf häufig komplexe Versorgungsaspekte der Erkrankten wie auch auf die besonderen Umstände durch den rechtlichen Rahmen des Infektionsschutzgesetzes wird eingegangen.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie ist sowohl für den ambulanten als auch den teilstationären und stationären Bereich der medizinischen Versorgung von Tuberkuloseerkrankten sowie Menschen mit latenter tuberkulöser Infektion gedacht. 
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie e.V. (DGHM)
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    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI)
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    Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI)
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    Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie, DGPT
    Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK e.V.)
    Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD)
    Verband pneumologischer Kliniken (VPK)
    Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, DGUV
    Deutsches Zentrum für Infektionsforschung
    Robert Koch-Institut (RKI)
    Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP)
    Schweizerische Gesellschaft für Pneumologie

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. Brit Häcker Deutsches Zentralkommitee zur Bekämpfung der Tuberkulose - DZK e.V.
    Walterhöferstrasse 11, Haus Q
    14165 Berlin


    Tel.: 030/81490922 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Deutsches Zentralkommitee zur Bekämpfung der Tuberkulose - DZK e.V.
    Walterhöferstrasse 11, Haus Q
    14165 Berlin e-Mail senden
  • Inhalte
    Versorgungsbereich:

    ambulante, teilstationäre, stationäre Versorgung

    Gründe für die Themenwahl:

    Im Jahr 2017 wurde auf Basis vorangegangener Empfehlungen die S2k Leitlinie „Tuberkulose im Erwachsenenalter“ des DZK erstellt und auf der Seite der AWMF publiziert. Sie spiegelte den Stand der internationalen Literatur zu diesem Thema bis 2017 wider.

    Die Tuberkulose ist in Deutschland eine seltene Erkrankung mit einem kontinuierlichen Rückgang der Fallzahlen. Weltweit ist Tuberkulose allerdings eine der häufigsten Infektionserkrankungen mit circa 10 Millionen Neuansteckungen/Jahr. Trotz einer Inzidenz der TB in Deutschland von 4,7/100.000 Einwohnern im Jahr 2021 bleibt Tuberkulose aufgrund der Beeinflussbarkeit der nationalen Erkrankungszahlen durch internationale Entwicklungen und Migrationsbewegungen auch in Deutschland eine wichtige Differentialdiagnose. Aufgrund der Seltenheit von Tuberkulose in Deutschland und der damit abnehmenden klinischen Erfahrung der Behandelnden besteht ein anhaltender Informationsbedarf zu Diagnostik und Therapie der Tuberkulose. Dabei hat es seit 2017 insbesondere auf dem Gebiet der mikrobiologischen Diagnostik sowie bei der Therapie der resistenten und multiresistenten Tuberkulose viele relevante Neuerungen gegeben, welchen in dieser überarbeiteten Empfehlung Rechnung getragen werden. Aber auch die anderen Kapitel wurden überprüft und entsprechend überarbeitet. Gemäß den Standards der evidenzbasierten Medizin der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wurden die neuen DZK-Empfehlungen für das Erwachsenenalter erneut als Level S2k (S2 Konsensus-basiert) angelegt und unter Begleitung eines unabhängigen Moderators (Mitglied der AWMF) systematisch moderiert.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel dieser Leitlinie ist es, den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Kenntnis zur Diagnose und Therapie der Tuberkulose sowie der latenten tuberkulösen Infektion (LTBI) auf der Basis einer strukturierten Konsensfindung darzustellen. Auf diesem Weg sollen die Struktur-, Prozess-und Ergebnisqualität der Versorgung verbessert und die Stellung der Patientinnen und Patienten gestärkt werden. Dazu wurden Expertinnen und Experten, der für dieses Thema relevanten deutschen medizinischen Fachgesellschaften an der Leitlinienüberarbeitung beteiligt.