Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einem follikulären Lymphom

Registernummer 018 - 033OL
Klassifikation S3

Stand: 22.06.2020 , gültig bis 21.06.2025

Adressaten

Primäre Zielgruppe der Leitlinie sind Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe, die Patienten mit follikulärem Lymphom behandeln oder sie im Rahmen der Nachsorge langfristig betreuen. Dazu zählen u.a. Onkologen, Hämatologen, Internisten, Allgemeinmediziner, Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen, Nuklearmediziner, Radioonkologen, Psychoonkologen und Pflegekräfte. Der Anwendungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Versorgungs- und Rehabilitationssektor.

Zielgruppe der Leitlinie sind auch Patienten ab dem 18. Lebensjahr mit einem follikulären Lymphom, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden.

Weitere Adressaten der Leitlinie sind:

- Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften

- Gesundheitspolitische Entscheidungsträger

- Krankenhäuser

- Krankenkassen sowie Vertragsverantwortliche von Integrierten Versorgungsverträgen

- Qualitätssicherungseinrichtungen

Patientenzielgruppe

Zielgruppe der Leitlinie sind Patienten mit einem follikulären Lymphom, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden, insbesondere jene Patienten, die außerhalb von klinischen Studien therapiert werden. Die Patientenleitlinie wird die Patienten bei einer partizipativen Entscheidungsfindung unterstützen. Die Leitlinie wird keine Empfehlungen zur Therapie einer Sekundärneoplasie nach einem follikulären Lymphom geben.

Versorgungsbereich

Als Versorgungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl der ambulante als auch der stationäre Versorgungssektor.
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einem follikulären Lymphom"
    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einem follikulären Lymphom"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Primäre Zielgruppe der Leitlinie sind Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe, die Patienten mit follikulärem Lymphom behandeln oder sie im Rahmen der Nachsorge langfristig betreuen. Dazu zählen u.a. Onkologen, Hämatologen, Internisten, Allgemeinmediziner, Strahlentherapeuten, Radiologen, Pathologen, Nuklearmediziner, Radioonkologen, Psychoonkologen und Pflegekräfte. Der Anwendungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Versorgungs- und Rehabilitationssektor.

    Zielgruppe der Leitlinie sind auch Patienten ab dem 18. Lebensjahr mit einem follikulären Lymphom, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden.

    Weitere Adressaten der Leitlinie sind:

    - Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften

    - Gesundheitspolitische Entscheidungsträger

    - Krankenhäuser

    - Krankenkassen sowie Vertragsverantwortliche von Integrierten Versorgungsverträgen

    - Qualitätssicherungseinrichtungen

    Patientenzielgruppe

    Zielgruppe der Leitlinie sind Patienten mit einem follikulären Lymphom, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden, insbesondere jene Patienten, die außerhalb von klinischen Studien therapiert werden. Die Patientenleitlinie wird die Patienten bei einer partizipativen Entscheidungsfindung unterstützen. Die Leitlinie wird keine Empfehlungen zur Therapie einer Sekundärneoplasie nach einem follikulären Lymphom geben.

    Versorgungsbereich

    Als Versorgungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl der ambulante als auch der stationäre Versorgungssektor.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)
    Visitenkarte
    Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e.V. (DGKL)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren e.V. (DGE-BV)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin e.V. (DGRM)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und internistischen Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO)
    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAGKBT)
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege in der DKG (KOK)
    Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie der DKG, AOP
    Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH)
    Ostdeutsche Studiengruppe Hämatologie / Onkologie (OSHO)
    Wissenschaftliches Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen - WINHO
    Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
    Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.
    Deutsche Studiengruppe für niedrigmaligne Lymphome - GLSG
    Berufsverband Deutscher Pathologen

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office Leitlinienprogramm Onkologie c/o Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin
    www.leitlinienprogramm-onkologie.de e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann Medizinische Klinik und Poliklinik III
    Klinikum der Universität München

    Leitlinienkoordination:

    Privatdozentin Dr.in Nicole Skoetz Klinik I für Innere Medizin
    Universitätsklinikum Köln
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Das follikuläre Lymphom ist nach den diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen die häufigste bösartige Neubildung aus dem Bereich der malignen Lymphome in den Ländern der westlichen Welt. Die Inzidenz beträgt zwischen 15 und 20 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr und hat in den letzten Jahren zugenommen. Die Erkrankung tritt vor allem im höheren Lebensalter auf (Durchschnittsalter bei Diagnosestellung > 60 Jahre) und ist durch ein individuell sehr heterogenes klinisches Er-scheinungsbild und eine stark variierende Prognose gekennzeichnet. Einige Patienten haben über Jahre keine oder nur minimale Symptome, die keiner Behandlung bedürfen und eine annähernd normale Lebens-erwartung haben. Andere Patienten weisen hingegen bereits bei Diagnose-stellung oder kurz darauf Symptome auf und sterben trotz einer Immuno-chemotherapie innerhalb weniger Jahre.   
    Derzeit gibt es weder national noch international eine evidenz- und konsensbasierte S 3 Leitlinien zur Therapie der follikulären Lymphome. Da die vorliegenden S-1/ S-2 Leitlinien des National Comprehensive Cancer Networks, des British Committes for Standards in Haematology und der European Society for Medical Oncology nicht ausschließlich nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin erstellt wurden, ist die wissen-schaftliche Legitimation für die jeweiligen Empfehlungen nicht immer hinreichend.    
    Diverse Fragestellungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten mit follikulären Lymphomen werden kontrovers diskutiert und entsprechend unterschiedlich in der Patientenversorgung umgesetzt. Die S3-Leitllinie und die damit verbundene Evaluation der derzeit verfügbaren Evidenz sind essentiell für die langfristige und kontinuierliche Qualitätsoptimierung bei der Versorgung von Patienten mit einem follikulären Lymphom.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das primäre Ziel dieser S3-Leitlinie ist es, die Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten mit einem follikulären Lymphom zu standardisieren und zu optimieren, um sowohl bei der Ersterkrankung als auch beim Rezidiv ein individuell adaptiertes qualitätsgesichertes Therapiekonzept zu gewährleisten.Das follikuläre Lymphom ist nach den diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen die häufigste bösartige Neubildung aus dem Bereich der malignen Lymphome in den Ländern der westlichen Welt. Die Inzidenz beträgt zwischen 15 und 20 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr und hat in den letzten Jahren zugenommen. Die Erkrankung tritt vor allem im höheren Lebensalter auf (Durchschnittsalter bei Diagnosestellung > 60 Jahre) und ist durch ein individuell sehr heterogenes klinisches Erscheinungsbild und eine stark variierende Prognose gekennzeichnet. Einige Patienten haben über Jahre keine oder nur minimale Symptome, die keiner Behandlung bedürfen und eine annähernd normale Lebenserwartung haben. Andere Patienten weisen hingegen bereits bei Diagnosestellung oder kurz darauf Symptome auf und sterben trotz einer Immuno-chemotherapie innerhalb weniger Jahre.

    Folgende Fragestellungen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des follikulären Lympoms werden kontrovers diskutiert und unterschiedlich in der Patientenversorgung umgesetzt:

    • Einsatz und Umfang der Strahlentherapie

    • Indikation zur Erstlinientherapie

    • Wahl der Erstlinientherapie

    • Wahl der Rezidivtherapie

    • Stellenwert der autologen Transplantation

    • Therapie der malignen Transformation in ein hochmalignes Lymphom

    • Therapie von FL Grad IIIb

    • Zeitplan und Umfang der Nachsorge

    Mittels der Beantwortung der Fragen zu diesen Themen in dieser S3-Leitlinie werden richtungsweisende Standards etabliert. Auf diesem Weg soll die Qualität der Versorgung verbessert werden. Zudem kann die Berücksichtigung der Empfehlungen zu einer Effizienzsteigerung und damit zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen beitragen.