Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie

Registernummer 018 - 032OL
Klassifikation S3

Stand: 31.03.2018 , gültig bis 31.03.2021

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie"
Langfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie"
Leitlinienreport

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie"
    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Primäre Zielgruppe sind Ärzte, die Patienten mit einer CLL behandeln oder sie im Rahmender Nachsorge langfristig betreuen. Hier seien Onkologen, Hämatologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Nuklearmediziner, Radioonkologen,  Psychoonkologen, Allgemeinmediziner, Internisten und Pflegekräfte genannt. Zielgruppe sind auch Patienten mit einer CLL, die direkt durch eine optimierte Versorgung profitieren werden, insbesondere jene Patienten, die außerhalb von klinischen Studien therapiert werden. Die Patientenleitlinie wird die Patienten außerdem in einer partizipativen Entscheidungsfindung unterstützen.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie gilt für alle Patienten, unabhängig vom Alter und Geschlecht, mit einer histologischen gesicherten CLL. Die Leitlinie wird mit Empfehlungen sowohl für neu diagnostizierte Patienten als auch für die mit einem Rezidiv geben, unabhängig von Stadium oder Risikofaktoren. Ausserdem werden Empfehlungen für Patienten nach einer Therapie zur strukturierten Nachsorge geben. Die Leitlinie wird keine Empfehlungen zur Therapie einer Sekundärneoplasie nach CLL geben.

    Versorgungsbereich

    Der Anwendungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Versorgungssektor. 
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
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    Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
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    Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)
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    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)
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    Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)
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    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
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    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
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    Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL)
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    Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO
    Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG (Sektion Maternale Erkrankungen)
    Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO
    Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO
    Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS
    Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
    Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und internistischen Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO)
    Berufsverband Deutscher Pathologen
    Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAGKBT)
    Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH)
    Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., GEKID
    Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Office Leitlinienprogramm Onkologie
    c/o Deutsche Krebsgesellschaft e.V.
    Kuno-Fischer-Straße 8
    14057 Berlin e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Michael Hallek, Uniklinik Köln, Klinik I für Innere Medizin
    PD Dr. med. Nicole Skoetz, Uniklinik Köln, Evidence-Based Oncology
    Oliver Blank, Uniklinik Köln, Evidence-Based Oncology
    Nicola Maria Köhler, Uniklinik Köln, Evidence-Based Oncology
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Es liegen S-1/ S-2 Leitlinien für CLL-Patienten des National Comprehensive Cancer Networks und der European Society for Medical Oncology vor. Da diese Leitlinien nicht ausschließlich nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin erstellt wurden, und somit die wissenschaftliche Legitimation für die jeweiligen Empfehlungen nicht immer hinreichend ist, ist eine evidenzbasierte Leitlinie notwendig. Der hohe Aufwand, der mit der Erstellung einer solchen S-3 Leitlinie verbunden ist, lässt sich mit der Inzidenz der Erkrankung (in Deutschland jährlich ca. 4.000 Patienten) und den entscheidenden Therapiefortschritten in den letzten Jahren (z.B. die Antikörpertherapie) rechtfertigen. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das primäre Ziel der beantragten S-3 Leitlinie ist es, die Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten mit einer chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) zu standardisieren und zu optimieren, um sowohl bei der Ersterkrankung als auch im Rezidiv ein individuell adaptiertes, qualitätsgesichertes Therapiekonzept zu gewährleisten.

    Die CLL ist die häufigste Form einer bösartigen Neubildung des lymphatischen Systems und mit einem wechselhaften klinischen Erscheinungsbild sowie einer stark variierenden Prognose verbunden. Einige Patienten haben über Jahre keine oder nur minimale Symptome, die keiner Behandlung bedürfen sowie eine normale Lebenserwartung. Andere Patienten hingegen weisen bereits bei Diagnosestellung oder kurz darauf Symptome wie infektiöse Komplikationen auf und sterben trotz einer Chemotherapie innerhalb weniger Jahre. Für Patienten in prognostisch günstigen Stadien sollen Akut- und Langzeittoxizitäten wie Sekundärneoplasien minimiert werden, Patienten in den ungünstigeren Stadien sollen frühzeitig durch verbesserte diagnostische Verfahren identifiziert und gegebenenfalls aggressiveren Therapien zugeführt werden, um die Heilungsrate und das Gesamtüberleben zu verbessern.