Leitlinien-Detailansicht

Vestibuläre Funktionsstörungen

Registernummer 017 - 078
Klassifikation S2k

Stand: 28.03.2021 , gültig bis 27.03.2026

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Vestibuläre Funktionsstörungen"
Angaben zu Interessenkonflikten

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)
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Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
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  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Vestibuläre Funktionsstörungen"
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Ärzte, insbesondere der Fächer Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurologie sowie als Information für Physiotherapeuten, Psychosomatiker und Allgemeinmediziner/-innen

    Patientenzielgruppe

    Patienten mit vestibulären Funktionsstörungen. Jugendliche und Erwachsene.

    Versorgungsbereich

    Niedergelassene Fachärzte, Krankenhäuser, Kliniken und Reha-Einrichtungen, Kur-Einrichtungen.
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)
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    Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA)
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    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. med. Martin Westhofen Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie, Uniklinik Aachen
    RWTH Aachen University
    Pauwelsstr. 30
    52074 Aachen e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Martin Westhofen Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie, Uniklinik Aachen
    RWTH Aachen University
    Pauwelsstr. 30
    52074 Aachen Tel.: 0241 80 89360 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Strupp Neurologische Klinik und Deutsches Schwindel- und Gleichgewichtszentrum
    Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Campus Grosshadern
    Marchioninistr. 15
    81377 München e-Mail senden
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Das Symptom Schwindel im Sinne der Störung des Gleichgewichtsempfindens, der Störung der adäquaten Wahrnehmung von Lage und Bewegung im Raum und der körperlichen Integrität des Stehens und Gehens sowie der hiermit verbundenen Integrität der visuellen, labyrinthären und propriozeptiven Wahrnehmung ist eine der am häufigsten durch Patienten geäußerten Beschwerden. Wegen der hohen Anzahl beteiligter peripherer Sensororgansysteme und zentralnervöser Funktionseinheiten ist die Ursachenklärung in der Regel komplex, anfällig für prozedurale Fehler und inadäquaten Aufwand zur Planung einer Therapie und zur Beratung der Patienten. Entscheidungen sind notwendig in Fällen akuter Bilder in der Notfallversorgung, chronischer und chronisch rezidivierender Beschwerden der Patienten. Eine besondere Aufgabe ergibt sich aus der Versorgung sturzgefährdeter, meist älterer Patienten.

    Zu den ICD-Codes peripher-vestibulärer Funktionsstörungen (ICD-10-Ziffern H81. ff.) korrelieren eine Vielzahl von Symptomen, deren Häufigkeit zusammen genommen an zweiter Stelle hinter denen des Bluthochdrucks (7-40 Patienten pro Jahr und 100 000 Einwohner) stehen. Eine Vielzahl von ICD-10-GM-2018 Codes sind in Zusammenhang mit Schwindel bekannt. Eine vollständige Auflistung ohne Selektion einzelner Fachgebiete findet sich im Anhang als tabellarische Übersicht.

    Fachärztliche Entscheidungen sind in diesen Fällen in koordinierter Arbeitsweise durch die Fächer Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neurologie zu treffen. Daher wurde eine gemeinsame Leitliniengruppe der beiden Fächer unter Beteiligung der deutsch sprechenden Nachbarländer gebildet.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die hier vorgestellte Leitlinie soll den heutigen Stand der Diagnostik und des therapeutischen Konzeptes für Patienten mit vestibulärem Schwindel aufzeigen. Ziel dieser Leitlinie ist die Förderung einer qualitativ hochwertigen Versorgung von erwachsenen Patientinnen und Patienten, die sich mit entsprechenden Beschwerden bzw. mit dem Verdacht auf eine vestibuläre Funktionsstörung mit Schwindelbeschwerden oder Gleichgewichtsstörung in ärztliche Behandlung begeben nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand und Kenntnis internationaler Leitlinienempfehlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Klassifikation vestibulärer Erkrankungen. Dies soll in besonderem Maße zu einem rationalen Einsatz diagnostischer und therapeutischer Verfahren, zur Reduktion der assoziierten krankheitsbedingten Morbidität sowie zur Reduktion der krankheitsbedingten sozioökonomischen Folgen beitragen. Angestrebt werden eine sinnvolle Diagnostik und Therapie auf dem derzeitigen Stand fachlicher Erkenntnisse.

    Das Management der fachärztlichen Prozeduren, die zur diagnostischen Klärung und zur Indikation sowie zur Therapie und der nachfolgenden qualitätssichernden Kontrolle beitragen, soll durch die Leitlinienempfehlungen gelenkt werden. Die Versorgung von entsprechenden Patienten mit akuten, akut rezidivierenden, chronischen und chronisch rezidivierenden Beschwerden soll dadurch verbessert und beschleunigt werden. Die fachübergreifende Versorgung der Patienten soll gefördert werden.

    Leitlinien stellen allgemeine Empfehlungen dar und ersetzen nicht die ärztliche Beurteilung im Einzelfall.