Leitlinien-Detailansicht

Hormonelle Empfängnisverhütung

Registernummer 015 - 015
Klassifikation S3

Stand: 01.08.2019 , gültig bis 31.07.2024

4.9.2020: redaktionell überarbeitete Langfassung eingestellt; 22.1.2020: redaktionell überarbeitete Langfassung eingestellt

Gründe für die Themenwahl:

In Deutschland leben 41,6 Millionen Frauen. Davon befinden sich etwa die Hälfte im sog. Reproduktivem Alter, d.h. zwischen Menarche (12. Lebensjahr) und Menopause (51. Lebensjahr). (Statistisches Bundesamt Stand 2011).

Das Recht aller Frauen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit ist national und international durch politische Organisationen (z.B. WHO, IPPF) festgeschrieben. Es umfasst das Recht zu entscheiden, wann und wie viele Kinder Frauen und Paare bekommen. Ein wesentlicher Teil der Umsetzung dieser Rechte ist somit der Zugang zu guter medizinischer Versorgung im Bereich der Kontrazeption.

Sicherheit, Wirksamkeit, Verträglichkeit, Faktoren der Nutzung und Anwendung hormoneller Kontrazeption sind Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte, es werden kontinuierlich zahlreiche aktuelle Daten publiziert. Die Leitlinie trägt dem Rechnung und soll ÄrztInnen und Angehörige andere Fachgruppen unterstützen, Frauen, auch in Problemsituationen, auf der Basis des aktuellsten Wissens in Bezug auf hormonelle Kontrazeptiva zu beraten und versorgen.Ziel dieser S3 Leitlinie ist daher die Schaffung einer evidenzbasierten Entscheidungshilfe für ÄrztInnen für eine individuell geeignete, sichere und nebenwirkungsarme oder –freie Methode der hormonellen Empfängnisverhütung bei Frauen. Im Anschluss ist ein zweiter Teil, zur nicht-hormonellen Verhütung einschließlich intrauteriner Systeme, geplant.

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der Leitlinie ist es, eine evidenzbasierte Handlungsempfehlung für die Beratung von Frauen mit Antikonzeptionswunsch zu schaffen und für die Verordnung von hormonellen Antikonzeptiva, die für die Frau unter Berücksichtigung ihrer Lebensumstände und ihres Risikoprofils individuell geeignet und die gut verträglich sind und deren Anwendung mit keinen oder geringen gesundheitlichen Risiken verbunden sind.