Leitlinien-Detailansicht

Management der Mediastinitis nach herzchirurgischen Eingriffen

Registernummer 011 - 022
Klassifikation S3

Stand: 31.07.2019 , gültig bis 30.07.2024

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Management der Mediastinitis nach herzchirurgischen Eingriffen "
Langfassung der Leitlinie "Management der Mediastinitis nach herzchirurgischen Eingriffen "
Leitlinienreport

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Management der Mediastinitis nach herzchirurgischen Eingriffen "
    Langfassung der Leitlinie "Management der Mediastinitis nach herzchirurgischen Eingriffen "
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen der Leitlinie richten sich an alle Personen und Berufsgruppen, die an der Diagnostik sowie der Versorgung und/oder Behandlung von Patientinnen/Patienten mit einer Poststernotomie-Mediastinitis beteiligt sind. Dies schließt Ärztinnen/Ärzte verschiedener Fachdisziplinen, das Gesundheits- und Krankenpflegepersonal sowie die Physiotherapie ein, die an der Behandlung, Pflege, Beratung und Dokumentation der Patientinnen/Patienten beteiligt sind. Adressaten sind ebenfalls die Patientinnen/Patienten und deren Angehörige sowie im weiteren Sinne auch Gesundheitsorganisationen (z. B. Krankenkassen, Medizinischer Dienst der Krankenkassen, Rentenversicherungsträger).  

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die geplante Leitlinie als „Goldstandard“ („Best Practice“) für die Diagnostik- und Therapie der Poststernotomie-Mediastinitis auf dem Boden einer strukturierten und evidenzbasierten Konsensfindung für medizinisches Fachpersonal, Patienten und letztlich der interessierten Öffentlichkeit als Information dienen soll.  

    Patientenzielgruppe

    Die Empfehlungen dieser Leitlinie gelten für erwachsene Patienten nach herzchirurgischem Eingriff mittels medianer Sternotomie mit dem Verdacht auf eine Poststernotomie-Mediastinitis (PSM) oder gesicherter PSM. Es werden alle Stadien der PSM berücksichtigt.

    Versorgungsbereich

    Die vorliegende Leitlinie gibt Empfehlungen für Patientinnen/Patienten im stationären, ambulanten und rehabilitativen Versorgungsumfeld. Ein großer Teil der Inhalte ist nur in einem stationären Versorgungsumfeld umzusetzen.  
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
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    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI)
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    Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC)
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    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)
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    Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)
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    Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR)
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    Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.
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    Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)
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    Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Schweizerische Gesellschaft für Herz- und thorakale Gefässchirurgie (SGHC)
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. med. Christoph Schimmer Klinik und Poliklinik für Thorax,- Herz und Thorakale Gefäßchirurgie
    der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Oberdürrbacher Straße 6
    97080 Würzburg e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. Christoph Schimmer

    Leitlinienkoordination:

    PD Dr. med. Herko Grubitzsch (stellv. Koordinator)
    Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie
    Charité-Universitätsmedizin Berlin
    Campus Virchow Klinikum
    Augustenburger Platz 1
    13353 Berlin

  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Die Entwicklung einer Wundinfektion nach einem herzchirurgischen Eingriff ist eine seltene, aber ernstzunehmende Komplikation. Eine Mediastinitis nach einer herzchirurgischen Operation (Poststernotomie-Mediastinitis, PSM) tritt mit einer Inzidenz von ca. 1% bis 3% auf. Dies bedeutet auf die Bundesrepublik bezogen, dass jährlich ca. 2.000 Patienten an dieser schwerwiegenden und potentiell lebensbedrohlichen Komplikation erkranken. Die PSM führt zu maximalen physischen und mentalen Belastungen bei den betroffenen Patienten und stellt sowohl aus medizinisch-therapeutischer als auch aus versorgungsökonomischer Sicht eine große Herausforderung dar.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitliniengruppe hat sich zum Ziel gesetzt, basierend auf der vorhandenen Evidenz sowie der Expertise der interdisziplinären Gruppe der Mandatsträger, durch die Definition eines systematischen, standardisierten Vorgehens eine Verbesserung (siehe unter „Spezifische Ziele“) in der Versorgung von Patienten mit Poststernotomie-Mediastinitis zu bewirken. Im Einzelnen sollen folgende Ziele erreicht werden: 

    Übergeordnete Ziele:  

    • Erarbeitung eines evidenz- und konsensbasierten Vorgehens bei Patienten mit dem Verdacht auf eine Poststernotomie-Mediastinitis.
    • Die Leitlinie soll als Grundlage von Informationen und Wissensvermittlung für alle an der Diagnostik und Therapie von Patientinnen/Patienten mit PSM Beteiligten (Ärzte, Pflegeberufe, Physiotherapeuten, Patienten, Angehörige und Selbsthilfegruppen) dienen. 

    Spezifische Ziele:

    • Reduktion der Letalität
    • Reduktion der Morbidität (z.B. Pneumonien, Niereninsuffizienz, etc.)
    • Reduktion der Krankenhausverweildauer
    • Verbesserung der Lebensqualität (Schmerz, gesundheitsbezogene Lebensqualität „Health-related Quality of Life“)  

    Aspekte der Prävention gehen weit über die chirurgischen Fragestellungen hinaus und sind aufgrund der Komplexität nur im Rahmen einer eigenständigen Aufarbeitung mit eigenen Leitlinien zu realisieren.