Leitlinien-Detailansicht

Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax

Registernummer 010 - 007
Klassifikation S3

Stand: 05.03.2018 , gültig bis 04.03.2023

Verfügbare Dokumente

Kurzfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax"
Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax"
Leitlinienreport
Zusammenfassung der Empfehlungen (E) und Statements (S)
Anlage und Handhabung der Thoraxdrainage bei Pneumothorax
Mitglieder der Arbeitsgruppe

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax"
    Langfassung der Leitlinie "Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax"
    Leitlinienreport
    Zusammenfassung der Empfehlungen (E) und Statements (S)
    Anlage und Handhabung der Thoraxdrainage bei Pneumothorax
    Mitglieder der Arbeitsgruppe

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an alle Ärzte (Ambulanzärzte, Chirurgen, Internisten, Allgemeinmediziner, Radiologen) im ambulanten und stationären Bereich, die mit dem Krankheitsbild des Spontanpneumothorax zur Frage von Diagnostik und Therapie in Kontakt kommen.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie richtet sich an erwachsene Patienten mit erlittenem primären oder sekundärem Pneumothorax bzw. postinterventionellem Pneumothorax sowie Patienten, die bezüglich der Ausbildung eines Pneumothorax zu einer Risiko-gruppe gehören, beispielsweise bei Vorliegen bestimmter genetischer Defekte (Birt-hogg-dubé-Syndrom, Lymphangioleiomyomatose, zystische Fibrose, Alpha 1-Antitrypsinmangel)

    Versorgungsbereich

    Die Diagnostik und Therapie von Patienten mit Pneumothorax umfasst eine Betreung im stationären und ambulanten Bereich. In der Regel wird der Pneumothorax als Notfall gewertet und es kommt zu einer stationären Einweisung in ein Krankenhaus mit Notfallversorgung. Die weiteren in dieser Leitlinie thematisierten Maßnahmen finden überwiegend statt im stationären Bereich, wobei hier ab einer gewissen Krankheitsbeeinträchtigung ein Lungenspezialist (Pulmonologe, Thoraxchirurg) hinzugezogen werden sollte. Nach Entlassung aus stationärer Behandlung wird ein Patient mit erlittenem Pneumothorax meist noch einige Zeit von einem Lungenspezialisten betreut
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
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    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
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    Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
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    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. med. J. Schnell Oberarzt für Thoraxchirurgie
    Lungenklinik Köln- Merheim
    Ostmerheimerstrasse 200
    51109 Köln Tel.: 0221-8907-13156 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. med. E. Stoelben
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Der Pneumothorax ist ein verbreitertes Krankheitsbild, welches in Deutschland bei Männern in der Häufigkeit von 20 pro 100.000, bei Frauen bei 6 pro 100.000 auftritt und als Notfallindikation zur stationären Behandlung gesehen wird. Jede Abteilung mit Notfallversorgungscharakter im Krankenhaus davon betroffen. Bei etwa 10.000 Ereignissen pro Jahr bei 2.000 Krankenhäusern in Deutschland wird jedes Krankenhaus im Mittel etwa 5-6 x pro Jahr mit diesem Krankheitsbild als Notfall konfrontiert. Dies häufig von Ärzten im Ausbildungsstatus und häufig auch von Patienten, die sich erstmalig mit diesem Krankheitsbild auseinandersetzen müssen. Da zudem die medizinische Versorgung sehr unterschiedlich durchgeführt wird mit unter Umständen erheblichen Folgen für die Betroffenen, ist die Implimentierung einer interdisziplinären aktuellen evidenzbasierten Leitlinie zum Spontanpneumothorax anzustreben.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die Leitlinie soll als evidenz- und konsensbasiertes Instrument klare Empfehlungen in der Diagnostik und Therapie des primären und sekundären Spontanpneumothorax sowie des postinterventionellen Pneumothorax geben. Sie soll in folgendem Geltungsbereich wirken:

    - Patienten ab dem 18. Lebensjahr mit primärem Spontanpneumothorax

    - sekundärer Spontanpneumothorax

    - postinterventioneller Pneumothorax

    Die Leitlinie nimmt nicht Stellung zum Pneumothorax bei Kindern, postoperativen Pneumothorax, zum traumatischen Pneumothorax oder Pneumothorax unter Beatmung. Insbesondere soll die Leitlinie zu folgenden Fragen zum Spontanpneumothorax Stellung nehmen:

    - angemessene radiologische Diagnostik des primären und sekundären Spontanpneumothorax bei Erst- und Zweitereignis in Abhängigkeit vom Lebensalter

    - Drainagemanagement

    - Operationsmanagement

    - Spontanpneumothorax in besonderen Situationen:

    • - zystische Lungenerkrankungen
    • - interstitielle Lungenerkrankungen
    • - katamenialen Pneumothorax, Pneumothorax in der Schwangerschaft