Leitlinien-Detailansicht

Totaler alloplastischer Kiefergelenkersatz

Registernummer 007 - 106
Klassifikation S3

Stand: 01.04.2020 , gültig bis 31.03.2025

Gründe für die Themenwahl:

Wichtigste Priorisierungsgründe für die Erstellung der Leitlinie sind:

  • Die Einführung verbesserter Gelenkprothesen, die zunehmend in früheren Phasen diagnostisch und therapeutisch erfassten Kiefergelenkerkrankungen sowie die gestiegene Lebenserwartung der Bevölkerung, verbunden mit den Wunsch nach höherer Lebensqualität und aktiveren Lebensstilen, hat dazu geführt, dass die Indikation für totalen Kiefergelenkersatz seit mehreren Jahren einen kontinuierlichen Anstieg zeigt und bei einem zunehmend breiteren Altersspektrum von Patienten Anwendung findet.
  • Die eingeschränkte Datenlage (geringe Anzahl an Studien, meist geringe Evidenzgrade, Mangel langfristiger Studiendaten und oftmals involvierte Operateure und Prothesenhersteller) erschwert es bisher, Schlussfolgerungen für Indikationen, Erfolgs- und langfristige Überlebensraten totaler Kiefergelenkprothesen zu ziehen.

Zielorientierung der Leitlinie:

Angesichts des wachsenden Interesses für den totalen alloplastischen Kiefergelenkersatz und der eingeschränkten Datenlage besteht die Notwendigkeit, ein bezüglich Indikation sowie operativer und postoperativer Therapiephasen möglichst standardisiertes und literaturbasiertes Vorgehen für Kiefergelenkprothesen im Rahmen dieser Leitlinie aufzuzeigen. Auf diese Weise soll die Behandlung betroffener Patienten verbessert werden. 

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Kurzfassung der Leitlinie "Totaler alloplastischer Kiefergelenkersatz"
    Langfassung der Leitlinie "Totaler alloplastischer Kiefergelenkersatz"
    Leitlinienreport

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich in erster Linie an Ärzte, speziell Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Ärzte für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und Schmertherapeuten, an Zahnärzte, speziell im Bereich der Funktionsdiagnostik und -therapie, Oralchirurgie, Kieferorthopädie und zahnärztlichen Prothetik sowie an Physiotherapeuten.
    Die Leitlinie dient auch zur Information für Ärzte und Zahnärzte aller Fachdisziplinen, die in die Diagnostik, Therapie oder Nachsorge von Patienten mit totalem Kiefergelenkersatz involviert sind, insbesondere HNO-Ärzte, Ärzte für Allgemein- und Unfallchirurgie und Rheumatologen.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie betrifft alle Patientengruppen mit totalem alloplastischen Kiefergelenkersatz (ausgenommen sind der autologe sowie der partielle Kiefergelenkersatz) in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum, ist in erster Linie aber auf die Anwendung durch die im Rahmen der Primär- und Sekundärbehandlung involvierten Fachkreise ausgerichtet.

    Versorgungsbereich

    Der Versorgungsbereich entspricht der stationären und gegebenenfalls ambulanten Versorgung in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum und betrifft Diagnostik, Therapie und Nachsorge
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie e.V. (DGKFO)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro)
    Visitenkarte
    Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Arbeitsgemeinschaft für Grundlagenforschung (AfG) in der DGZMK
    Arbeitsgemeinschaft für Oral- und Kieferchirurgie der DGZMK (AGOKi)
    Arbeitskreis Psychologie und Psychosomatik in der Zahnheilkunde der DGZMK (AKPP)
    Deutsche Gesellschaft für ästhetische Zahnmedizin (DGÄZ)
    Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGFDT)
    Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Dr. Benedicta Beck-Broichsitter Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
    Referat Leitlinien e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Dr. Andreas Neff
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Wichtigste Priorisierungsgründe für die Erstellung der Leitlinie sind:

    • Die Einführung verbesserter Gelenkprothesen, die zunehmend in früheren Phasen diagnostisch und therapeutisch erfassten Kiefergelenkerkrankungen sowie die gestiegene Lebenserwartung der Bevölkerung, verbunden mit den Wunsch nach höherer Lebensqualität und aktiveren Lebensstilen, hat dazu geführt, dass die Indikation für totalen Kiefergelenkersatz seit mehreren Jahren einen kontinuierlichen Anstieg zeigt und bei einem zunehmend breiteren Altersspektrum von Patienten Anwendung findet.
    • Die eingeschränkte Datenlage (geringe Anzahl an Studien, meist geringe Evidenzgrade, Mangel langfristiger Studiendaten und oftmals involvierte Operateure und Prothesenhersteller) erschwert es bisher, Schlussfolgerungen für Indikationen, Erfolgs- und langfristige Überlebensraten totaler Kiefergelenkprothesen zu ziehen.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Angesichts des wachsenden Interesses für den totalen alloplastischen Kiefergelenkersatz und der eingeschränkten Datenlage besteht die Notwendigkeit, ein bezüglich Indikation sowie operativer und postoperativer Therapiephasen möglichst standardisiertes und literaturbasiertes Vorgehen für Kiefergelenkprothesen im Rahmen dieser Leitlinie aufzuzeigen. Auf diese Weise soll die Behandlung betroffener Patienten verbessert werden.