Leitlinien-Detailansicht

Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Bauchaortenaneurysmas

Registernummer 004 - 014
Klassifikation S3

Stand: 07.07.2018 , gültig bis 06.07.2023

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Bauchaortenaneurysmas"
Leitlinienreport
Angaben zu Interessenkonflikten

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin - Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin e.V. (DGG)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Screening, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Bauchaortenaneurysmas"
    Leitlinienreport
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin - Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin e.V. (DGG)
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  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie richtet sich an alle Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Mitarbeiter, die sich der Betreuung und Behandlung von Patienten mit AAA annehmen. Im stationären Bereich sind vor allem Gefäßchirurgen, Chirurgen, Radiologen und Angiologen die Adressaten, sofern sie sich speziell mit der Behandlung des AAA und seiner Diagnostik befassen. Da viele Patienten ein spezifisches perioperatives Management oder einer Notfallbehandlung bedürfen, wendet sich die Leitlinie auch an Berufsgruppen wie Anästhesisten und Intensivmediziner, die dieses Management durchführen.

    Die Leitlinie soll aber auch eine aktuelle Informationsquelle für im ambulanten Bereich tätige Ärztinnen und Ärzte sein, die Gefäßpatienten angiologisch oder ältere kardiovaskulär erkrankte Patienten internistisch betreuen, insbesondere für Hausärztinnen und Hausärzte sowie darüber hinaus für alle im Gesundheitswesen tätige Institutionen. Die Leitlinie richtet sich auch an interessierte Patienten und deren Angehörige mit dem Ziel, den Kenntnisstand über das AAA und über die Möglichkeiten von Vorbeugung, Vorsorgeuntersuchung, Diagnostik und Überwachung zu verbessern. Betroffenen soll speziell bei der Entscheidungsfindung zur Operation und zur Verfahrenswahl Hilfe angeboten werden.

    Patientenzielgruppe

    Das AAA tritt zwar bevorzugt bei Männern auf und ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Nichtsdestoweniger betrifft die Leitlinie nicht nur diese Gruppe, sondern alle Patienten mit AAA, unabhängig von Alter und Geschlecht, sowie die entsprechenden Risikopopulationen, speziell Raucher und Patienten mit Bindegewebserkrankungen.

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie bezieht sich sowohl auf den ambulanten Bereich (AAA-Screening, Überwachung kleiner Aneurysmen, sog. Surveillance, und Nachsorge nach Operation) als auch auf den stationären Versorgungsbereich (Operationsvorbereitung und Risikoabschätzung, Operationsverfahren, perioperatives Management einschließlich Anästhesie, Intensivtherapie und Notfallversorgung).
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin - Gesellschaft für operative, endovaskuläre und präventive Gefäßmedizin e.V. (DGG)
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    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)
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    Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA)
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    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
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    Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
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    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
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    Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)
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    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
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    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Deutsche Gefäßliga e.V.
    Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Sebastian E. Debus e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Sebastian E. Debus
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Ein Bauchaortenaneurysma (AAA) wird gewöhnlich angenommen, wenn der Durchmesser der Bauchaorta 30 mm im Minimum erreicht hat, was dem 1,5-fachen des ursprünglichen Gefäßdurchmessers entspricht. Circa 3 % der Bevölkerung über 50 Jahre sind von einem AAA betroffen. Hat die Erweiterung der Bauchaorta eine bestimmte Größe überschritten, kann es zur Ruptur des Gefäßes kommen. Die jährliche Rupturrate liegt bei 1 % oder weniger pro Jahr, wenn der Durchmesser des AAA < 5 cm beträgt, steigt aber mit der Aneurysmagröße an. Die Rupturrate erreicht 10 % und mehr bei Patienten mit einem AAA > 6 cm. Bei einem AAA-Durchmesser von > 8 cm kann das Rupturrisiko bis zu 25 % nach 6 Monaten betragen. Eine Ruptur, nicht rechtzeitig versorgt, ist ein fast immer tödliches Ereignis, wenigstens 50% der Patienten mit einer Ruptur sterben bereits, bevor sie das Krankenhaus erreicht haben. Ziel aller diagnostischen und therapeutischen Bemühungen ist es also, Erweiterungen der Bauchschlagader frühzeitig zu erkennen (durch AAA-Screening) und rupturgefährdete Patient vorsorglich zu therapieren, ehe es zur Ruptur kommt. Da die Versorgung eines AAA ganz unterschiedlich angegangen werden kann, durch endovaskuläre Intervention oder offenes chirurgisches Vorgehen, ist eine deutsche Leitlinie dringend erforderlich, die zum Screening

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Das Ziel der Leitlinie ist die Darstellung von Vorsorge (Screening) und Therapie des AAA. Evidenzbasierte Aussagen hierzu sollen auf Basis einer systematischen Auswertung der Literatur getroffen werden. Der Personenkreis für ein AAA-Screening und seine technische Durchführung sollen definiert und die verschiedenen Operationsverfahren hinsichtlich kurz- und langfristiger Erfolgs- und Komplikationsraten beleuchtet werden. Dabei soll zwischen der Versorgung eines intakten (nicht-rupturierten) asymptomatischen oder symptomatischen AAA und des rupturierten AAA unterschieden werden. Da an die Versorgung speziell im Notfall hohe Qualitätsanforderungen zu stellen sind, sollen diese definiert und beschrieben werden.