Leitlinien-Detailansicht

Perioperative Nüchternzeiten bei Kindern und Jugendlichen

Registernummer 001 - 047
Klassifikation S1

Stand: 01.03.2022 , gültig bis 28.02.2027

11.3.2022: redaktionell überarbeitete Langfassung ausgetauscht

Verfügbare Dokumente

Langfassung der Leitlinie "Perioperative Nüchternzeiten bei Kindern und Jugendlichen "
Angaben zu Interessenkonflikten

Verbindung zu themenverwandten Leitlinien

Federführende Fachgesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
Visitenkarte
  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Perioperative Nüchternzeiten bei Kindern und Jugendlichen "
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Verbindung zu themenverwandten Leitlinien

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    ­Anästhesisten

    Patientenzielgruppe

    Kinder/Jugendliche

    Versorgungsbereich

    ambulant, stationär, teilstationär
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Wissenschaftlicher Arbeitskreis Kinderanästhesie der DGAI

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Ursula Homberg Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin
    Wissenschaftlicher Arbeitskreis Kinderanästhesie
    Roritzerstraße 27
    90419 Nürnberg Tel.: 0911 / 933 78 28 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Robert Sümpelmann Medizinische Hochschule Hannover
    Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
    Carl-Neuberg-Straße 1
    30625 Hannover e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Priv.- Doz. Dr. Christiane Beck Medizinische Hochschule Hannover
    Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
    Carl-Neuberg-Straße 1
    30625 Hannover e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Dr. Diana Rudolph Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT
    Abteilung Anästhesie, Kinderintensiv- und Notfallmedizin
    Janusz-Korczak-Allee 12
    30173 Hannover
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Kinder sollen vor einer Narkoseeinleitung oder Analgosedierung nicht essen oder trinken, um das Risiko ei­ner pulmo­nalen Aspiration von Mageninhalt zu minimieren, wenn die Schutzreflexe durch An­ästhetika gedämpft oder aufgehoben werden. Die präoperativen Nüchtern­zeiten sol­len deshalb ausreichend lang sein, damit sich der Magen der Kinder zum Zeitpunkt der Narkoseeinleitung oder Analgosedierung mit hoher Wahrscheinlichkeit entleert hat. Der Wis­senschaft­li­che Arbeitskreis Kinder­an­ästhesie (WAKKA) der Deutschen Gesellschaft für Anäs­thesiologie und Intensiv­medi­zin (DGAI) hatte des­halb 2007 Handlungsemp­fehlungen zur präoperativen Nüchtern­heit im Kindesalter und der Berufsverband deutscher An­ästhesisten (BDA) und die DGAI 2016 eine Stellungnahme zum präope­rativen Nüch­ternheitsgebot ver­öffent­licht, die nun aktualisiert worden sind. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Die vorliegende S1-Leitlinie soll dazu beitragen, die perioperativen Nüchternheitsre­geln für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr einfach, effektiv und sicher zu gestalten. Die Empfehlungen von 2007 und 2016 wurden im Hinblick auf neuere Studien und internationale Leitlinien überarbeitet. Die zugrundeliegenden Zusam­men­hänge wurden bereits in einer aktuel­len Übersichtsarbeit ausführlich be­schrieben und deshalb in der vorliegenden S1-Leitlinie nur verkürzt dargestellt . Für die An­wender sollen sich möglichst klare Handlungs­empfehlungen ergeben, die in der prak­tischen Ausführung einfach und sicher umsetzbar und auch aus Sicht der Kinder und ihrer Angehörigen zumutbar sind. Durch die aktuali­sierte S1-Leitlinie soll die peri­ope­rative Ho­möostase der Kinder möglichst wenig ge­stört und damit die Wahrschein­lich­keit von Komplikati­onen und Befindlichkeitsstörungen verrin­gert werden. Die S1-Leit­linie soll zu einem späteren Zeitpunkt erneut aktualisiert und auf die Möglichkeit zur Entwick­lung einer S2- oder S3-Leitlinie über­prüft werden.