Leitlinien-Detailansicht

Vermeidung von perioperativer Hypothermie

Registernummer 001 - 018
Klassifikation S3

Stand: 15.05.2019 , gültig bis 30.04.2024

Gründe für die Themenwahl:

Rationale für die Erstellung der Leitlinie ist die unverändert hohe epidemiologische Bedeutung von perioperativer Hypothermie und die damit verbundene Krankheitslast.

Zielorientierung der Leitlinie:

Übergeordnete Ziele der Leitlinie sind:  

  • Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin und anerkannter Behandlungskonzepte in der Vermeidung von unbeabsichtigter perioperativer Hypothermie 
  • Unterstützung der Einbindung der Patienten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse
  • flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten Versorgung zur Vermeidung von unbeabsichtigter perioperativer Hypothermie
  • Unterstützung der Dokumentation von Epidemiologie und Verläufen von postoperativer Hypothermie (z.B. durch klinische Register)
  • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen im Qualitätsmanagement und daraus abgeleiteten Qualitätszielen in Zertifizierungsverfahren von OP-Bereichen, der externen, vergleichenden Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Dokumentations-anforderungen.

Spezifische Ziele der Leitlinienumsetzung sind:

  • Verringerung der Inzidenz von unbeabsichtigter Hypothermie
  • Optimierung der Erkennung und Therapie einer unbeabsichtigten perioperativen Hypothermie
  • Verringerung der Hypothermie-morbidität u. letalität
  • Erhöhung der Lebensqualität der betroffenen Patienten
  • Verbesserung und Qualitätssicherung der gesamten perioperativen Versorgungskette chirurgischer Patienten.

Als einfache Messgröße (Qualitätsindikator) sollte in allen operativen Bereichen (z.B. im Aufwachraum) regelhaft die postoperative Körpertemperatur des Patienten erfaßt werden.  

Die Verbesserung des Wissens über die negativen Folgen einer perioperativen Hypothermie bei Angehörigen und Patienten ist ein wichtiges Ziel, für das ein deutliches Verbesserungspotential besteht. Aus diesem Grund werden, begleitend zur S3-Leitlinie und mit Beteiligung von Patientenvertretern verständliche, neutrale Informationen für alle chirurgischen Patienten sowie auch für deren Angehörige auf der Basis der S3-Leitlinie erstellt.  

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Vermeidung von perioperativer Hypothermie"
    Leitlinienreport
    Evidenzbericht
    Angaben zu Interessenkonflikten

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Empfehlungen der Leitlinie richten sich an alle Ärzte und Angehörige von folgenden Berufsgruppen, die mit der perioperativen Versorgung von Patienten befasst sind: Anästhesisten und Intensivmediziner, (Kinder-) Chirurgen, Orthopäden und Unfallchirurgen, Gynäkologen und Geburtshelfer, Urologen, Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgen, sowie Pflegepersonal. Sie richtet sich darüber hinaus an Patienten und deren Angehörige und dient zur Information über eine gute medizinische Vorgehensweise für Allgemeinmediziner (Hausärzte) und Kinderärzte.

    Weitere Adressaten sind

    - Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände

    - Patienten- Interessenvertretungen (Patienten- und Selbsthilfeorganisationen)

    - Qualitätssicherungseinrichtungen und Projekte auf Bundes- und Länderebene

    - Gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes- und Länderebene

    - Kostenträger

    - sowie die Öffentlichkeit  zur Information über gute medizinische Vorgehensweise

    Versorgungsbereich

    Der Anwendungsbereich der Leitlinie umfasst den ambulanten und stationären Versorgungssektor.  
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V. (DGKCH)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Schweizerische Gesellschaft für Anästhesiologie und Reanimation (SGAR)
    Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI)
    Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V., DGF
    Patientensicherheit Schweiz

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Prof. Dr. Alexander Torossian Ltd. Oberarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie
    Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg
    Baldinger Str. 1
    D-35043 Marburg Tel.: 06421 58-69864 Fax.: 06421 58-66996 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Prof. Dr. Alexander Torossian
  • Inhalte
    Gründe für die Themenwahl:

    Rationale für die Erstellung der Leitlinie ist die unverändert hohe epidemiologische Bedeutung von perioperativer Hypothermie und die damit verbundene Krankheitslast.

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Übergeordnete Ziele der Leitlinie sind:  

    • Berücksichtigung aktueller Erkenntnisse der evidenzbasierten Medizin und anerkannter Behandlungskonzepte in der Vermeidung von unbeabsichtigter perioperativer Hypothermie 
    • Unterstützung der Einbindung der Patienten unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse
    • flächendeckende Umsetzung einer multidisziplinären, qualitätsgesicherten Versorgung zur Vermeidung von unbeabsichtigter perioperativer Hypothermie
    • Unterstützung der Dokumentation von Epidemiologie und Verläufen von postoperativer Hypothermie (z.B. durch klinische Register)
    • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung
    • systematische Berücksichtigung der Empfehlungen im Qualitätsmanagement und daraus abgeleiteten Qualitätszielen in Zertifizierungsverfahren von OP-Bereichen, der externen, vergleichenden Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Dokumentations-anforderungen.

    Spezifische Ziele der Leitlinienumsetzung sind:

    • Verringerung der Inzidenz von unbeabsichtigter Hypothermie
    • Optimierung der Erkennung und Therapie einer unbeabsichtigten perioperativen Hypothermie
    • Verringerung der Hypothermie-morbidität u. letalität
    • Erhöhung der Lebensqualität der betroffenen Patienten
    • Verbesserung und Qualitätssicherung der gesamten perioperativen Versorgungskette chirurgischer Patienten.

    Als einfache Messgröße (Qualitätsindikator) sollte in allen operativen Bereichen (z.B. im Aufwachraum) regelhaft die postoperative Körpertemperatur des Patienten erfaßt werden.  

    Die Verbesserung des Wissens über die negativen Folgen einer perioperativen Hypothermie bei Angehörigen und Patienten ist ein wichtiges Ziel, für das ein deutliches Verbesserungspotential besteht. Aus diesem Grund werden, begleitend zur S3-Leitlinie und mit Beteiligung von Patientenvertretern verständliche, neutrale Informationen für alle chirurgischen Patienten sowie auch für deren Angehörige auf der Basis der S3-Leitlinie erstellt.