Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 187 - 055
Klassifikation S2e

Rotatorenmanschette

Anmeldedatum:

06.01.2022

Geplante Fertigstellung:

31.12.2022

Gründe für die Themenwahl:

 Notwendiges Update der erstellten Leitlinie. Schulterschmerzen sind mit einer Lebenszeit-Prävalenz von 30,7% in der Gesamtbevölkerung häufig. Läsionen der Rotatorenmanschette gehören weiterhin zu den häufigsten Ursachen, mit einer Prävalenz von ca. 25% in der Altersgruppe ab 60 Jahre. Die Versorgungshäufigkeit und damit die Bedeutung der Erkrankung hat national und international in der Zeit seit Erstellung der Leitlinie zugenommen.  Die Leitlinie war die erste S2E Leitlinie im Bereich Schulter- und Ellenbogenchirurgie und hat zur Standardisierung des komplexen Behandlungsprozesses der Erkrankung beigetragen. In diesem Update sollen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in die Leitlinie aufgenommen und vorhandene Empfehlungen überprüft werden. Die erwarteten Änderungen der Leitlinie betreffen am ehesten den Bereich der Therapie, wogegen die Aspekte der Klassifikation und Diagnostik eher weniger von Änderungen betroffen sein werden.  

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der Leitlinie bleibt die Definition von evidenz-basierten Kriterien zur Diagnose, Einschätzung und Behandlung von Verletzungen und degenerativen Veränderungen der Rotatorenmanschette. Die aktuellen Erkenntnisse sollen gewertet und aufgearbeitet werden und als aktuelle Leitlinie für Ärzte, Therapeuten und Patienten dienen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Dennis Liem und Prof. Dr. Ulrich Brunner

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie e. V. (DVSE) (mit-federführend)

Arbeitsgemeinschaft für Arthroskopie (AGA)

Berufsverband für Arthroskopie e.V. (BVASK)

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.

Leitliniensekretariat:

Lena Marie Marter

DGOU-Leitliniensekretariat
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU)
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin

Tel.: 030 – 340 60 36 15

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Koordination:

Prof. Dr. Dennis Liem

e-Mail senden

 

Prof. Dr. Ulrich Brunner

Adressaten:

Ärzte und nicht-ärztliches Fachpersonal, das direkt oder indirekt mit der Behandlung von Rotatorenmanschetten-Läsionen befasst sind, v.a. in den Fachbereichen Orthopädie, Unfallchirurgie, und Physiotherapie tätig sind. Diese Leitlinie dient auch zur Information für Ärzte und nicht-ärztliches Fachpersonal in den Bereichen Rheumatologie, Allgemeinchirurgie, Physikalische Medizin, Sportmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Krankenpflege, Sozialarbeit.

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär  

Diagnostik, Therapie, Rehabilitation 

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung    

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Methodik entspricht der ursprünglichen Leitlinie (siehe Methodenreport dort) Die Literatur sollte nach den Empfehlungen des Centre for evidence based medicine (CEBM) klassifiziert werden. Danach sollten nur die Studien als Grundlage der Leitlinienerstellung dienen, die den höchsten erhältlichen Evdenzgrad ausweisen. Dabei sollten, wenn möglich, mindestens 2 Studien zu einem Thema vorliegen. Liegt beispielsweise nur eine Level I Studie zu einem Thema vor, sollten vorhandene Level II Studien ebenfalls berücksichtigt werden. Liegen zwei oder mehr Level I Studien vor, sollten alle Level II, III und IV Studien nicht mehr berücksichtigt werden. 

Ergänzende Informationen:

Eine Pathologie oder Körperregion-spezifische Patientenorganisation oder Selbsthilfegruppe ist uns nicht bekannt. Wie in anderen Leitlinien unseres Fachgebietes wird die Patientenperspektive dadurch berücksichtigt, dass es sich hier quasi ausschließlich klinische Studien, d.h. die Ergebnisse der Patientenversorgung in die Leitlinie mit einbezogen werden. Gerade in den aktuellen Studien wird die Patientenperspektive indirekt durch die Anwendung aktueller Bewertungssysteme besser berücksichtigt.