Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 187 - 050
Klassifikation S3

Prävention und Therapie der Gonarthrose

Anmeldedatum:

25.08.2021

Geplante Fertigstellung:

30.09.2024

Gründe für die Themenwahl:

Die Gonarthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland mit einer Gesamtprävalenz von 23,8%. Sämtliche Fragen bzgl. Prävention, Diagnostik, Progression, Therapie und sozialmedizinischer Aspekte haben hohe gesundheitsökonomische Relevanz.

Die Therapieangebote sind so vielfältig, dass sie für den Arzt und insbesondere für den Patienten nicht mehr überschaubar sind. Seit 3Jahren existiert eine bei der AWMF registrierte S2k- Leitlinie, die bis zum 31.12.2022 gültig ist, jedoch keine evidenzbasierten Aussagen zulässt. International verfügbare Leitlinien sind einerseits widersprüchlich und andererseits nicht umfassend genug um das Therapieangebot in Deutschland zu bewerten.

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel ist die Erstellung einer umfassenden Leitlinie, die evidenzbasierte Empfehlungen für die in Deutschland verfügbaren Therapien gibt. In Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachgesellschaften soll mit der verfügbaren Studienevidenz ein Empfehlungsgrad und eine Effektstärke für die unterschiedlichen Therapien erarbeitet werden. Aufgrund der Leitlinie kann schließlich für die Patientin/den Patienten ein fundierter Algorithmus zur Therapie Gonarthrose erstellt werden, der den individuellen Krankheitszustand, Co-Morbiditäten und Risikofaktoren berücksichtigt. Weiterhin sollen auch Risikofaktoren beschrieben und bewertet werden, so dass Aussagen über die Prävention und die Progression einer Gonarthrose möglich sind.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Johannes Stöve

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Kniegesellschaft

Deutsche Rheuma-Liga

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST)

Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS)

Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA)

Vereinigung Technische Orthopädie e.V. VTO

Leitliniensekretariat:

Lena Marie Marter

Leitlinien-Sekretariat
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (DGOU)
Straße des 17. Juni 106-108
10623 Berlin

Tel.: 030 – 340 60 36 15

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Koordination:

Prof. Dr. Johannes Stöve

Chefarzt
Orthopädische und Unfallchirurgische Klinik
St. Marienkrankenhaus
Salzburger Straße 15
67067 Ludwigshafen

Adressaten:

Ärzt*innen sowie Angehörige nichtärztlicher Berufsgruppen, die an der Versorgung von Patient*innen mit Gonarthrose und Osteonekrose des Kniegelenkes in allen Sektoren beteiligt sind, entsprechend der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen. 

Versorgungssektor:

ambulant, stationär

Diagnostik, Therapie

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Patient*innen mit Gonarthrose und Osteonekrose des Kniegelenkes

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

  1. Das methodische Vorgehen richtet sich nach dem AWMF-Regelwerk:  
  2. Erste Literatur- und Leitlinienrecherchen Erste Literaturrecherche zu Systematischen Reviews sowie internationalen Leitlinien. Die Arbeitsgruppen/Fachgesellschaften, die an der Erstellung der letzten S2k Leitlinie beteiligt waren, bereiten klinisch relevante Fragestellungen vor.  
  3. Erstes strukturiertes Konsensustreffen Konsentierung der Fragestellungen für die Leitlinie mit der gesamten Leitliniengruppe. Festlegung von themenspezifischen Arbeitsgruppen, Festlegung der angemessenen Methodik für die Evidenzaufbereitung  
  4. Systematische Literatur- und Leitlinienrecherchen Selektion der relevanten Publikationen (Titel-Abstract-Sichtung und Volltextsichtung) mit kritischer Darstellung der methodischen Qualität.  
  5. Erstellung einer Evidenzzusammenfassung durch systematische Bewertung in Tabellenform, Feststellung des Evidenzgrades pro Fragestellung. Darstellung und Bewertung von Risikofaktoren für die Entstehung und Progression der Gonarthrose.  
  6. Erstellen von Empfehlungen und Textentwürfen durch die Arbeitsgruppen auf der Basis der Evidenz, Darstellung der wesentlichen Neuerungen und Veränderungen zu der letzten Leitlinie und zu internationalen Leitlinien. Onlinebasierte Vorababstimmung der Empfehlungen. Erstellung von Empfehlungsgrad und Effektstärke für jede Therapie.  
  7. Zweite Konsensuskonferenz Diskussion und Anpassung der Empfehlungen und Texte für Risikofaktoren und Therapien. Diskussion von Empfehlungsgrad und Effektstärke der Therapien. Finalen Abstimmungen   7) Veröffentlichung der Leitlinie    

Ergänzende Informationen:

Angefragt ist die Beteiligung der AWMF-Fachgesellschaften:

  • Dt. Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)
  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V (DGIM)

außerdem der weiteren Fachgesellschaften/Organisationen:

  • Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU)
  • Deutsche Gesellschaft für Naturheilkunde
  • Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.
  • Deutscher Sportlehrerverband e.V.

Mögliche inhaltliche Überschneidungen mit anderen Leitlinien wurden genannt. Die Inhalte werden in die Literaturrecherche einbezogen.