Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 183 - 002
Klassifikation S3

Körperliches Training zur Frakturprophylaxe

Anmeldedatum:

05.10.2020

Geplante Fertigstellung:

14.10.2021

Gründe für die Themenwahl:

Osteoporose/Osteopenie ist als Volkskrankheit anzusehen. Die in Zusammenhang mit einer Osteoporose stehenden niedrigtraumatischen Frakturen führen zu hohem individuellen Leid und hohen Kosten für die Solidargemeinschaft. Frakturprävention und Osteoporosetherapie mittels geeignetem körperlichen Trainings ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Spannungsfeldes. Eine komplette Überarbeitung aller Kapitel und Erweiterung der bislang vorliegenden Leitlinie von 2008 ist aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Anwendungsmöglichkeiten angezeigt und dringend nötig.

Zielorientierung der Leitlinie:

Mit der angestrebten Leitlinie soll eine evidenzbasierte und akzeptierte Entscheidungshilfe für ambulant und stationär tätige FachärztInnen, Physiotherapeuten, Sportfachkräften sowie in der Versorgung der Osteoporose tätigen Organisationen geschaffen werden, welche die Bedürfnisse und Herausforderungen der aktuellen Versorgungssituation berücksichtigt. Durch evidenzbasierte Empfehlungen soll die Entscheidungssicherheit aller an der Versorgung der Osteoporose-Erkrankung beteiligten Personengruppen und Organisationen sowie der betroffenen PatientInnen erhöht werden. 

Anmelder bei der AWMF (Person):

Professor Dr. Wolfgang Kemmler

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Dachverband Osteologie e.V. [assoziiert]Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin e.V. (DGPRM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische und unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST)

Österreichische Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel

Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS)

Deutsche Rheuma-Liga

Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern e.V.

Deutsche Sporthochschule Köln

Leitliniensekretariat:

Professor Dr. Wolfgang Kemmler

Frau Mahdieh Shojaa
Institut für Medizinische Physik
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Henkestrasse 91
91052 Erlangen

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Koordination:

Professor Dr. Wolfgang Kemmler

Adressaten:

In der Versorgung der Osteoporose tätige FachärztInnen, PhysiotherapeutInnen, DiplomsportlehrerInnen, lizensierte ÜbungsleiterInnen in Prävention- und Rehabilitation der Osteoporose, sowie Fachverbände die in die Ausbildung und Lizensierung von Fachübungsleiter (DBS, Rheumaliga, DVGS) eingebunden sind. Die Leitlinie richtet sich ebenfalls an Patientengruppen mit erhöhtem Osteoporose-Risiko, postmenopausale Frauen und ältere Männer sowie an betroffene PatientInnen mit Osteoporose.

Kostenträgern und politischen Entscheidungsträgern sollen die Empfehlungen der Leitlinie zudem zur Orientierung dienen.

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär

Prävention

Therapie, Rehabilitation

Patientenzielgruppe:

Erwachsene 

postmenopausal Frauen und Männer in höherem Lebensalter

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Die Leitlinie basiert auf Methoden der evidenzbasierten Medizin u.a. mittels Durchführung von systematischen Recherchen und Meta-Analysen nach Leitlinien und aggregierter Literatur sowie Primärliteratur unter Formulierung von Schlüsselfragen nach dem PICO-Schema sowie Bewertung mittels DELBI. Zur Konsensfindung werden formalisierte Verfahren in Form einer Delphi-Befragung, u.a. im Rahmen einer Konsensuskonferenz, eingesetzt. Konsensfindung erfolgt gemäß Delphi Verfahren (Stufe 1), nominaler Gruppenprozess (Stufe 2) sowie strukturiertes Konsensusverfahren (Stufe 3) vor finaler Publikation der Leitlinie. Das Konsensusverfahren und der nominale Gruppenprozess wird durch eine neutrale Person moderiert werden. Ein öffentliches Konsultationsverfahren ist vorgesehen.