Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 179 - 015
Klassifikation S1

Thromboembolieprophylaxe bei Querschnittlähmung

Anmeldedatum:

22.11.2019

Geplante Fertigstellung:

29.02.2020

Gründe für die Themenwahl:

Gemäß der Risikokategorien in der operativen und nicht-operativen Medizin zählt die traumatische und nicht-traumatische Querschnittläsion zur höchsten Kategorie mit einem VTE-Risiko von 60-80%. Wesentlich zu dem hohen VTE-Risiko bei Querschnittlähmung tragen die erheblichen Paresen der Extremitäten mit konsekutiver venöser Stase bei. Je nach Schweregrad und Schädigungshöhe gehen Querschnittlähmungen mit individuell sehr unterschiedlichen Lähmungsausprägungen einher. Die unterschiedliche Ausprägung der Lähmung wiederum erfordert eine differenzierte Betrachtung hinsichtlich der Prophylaxe-Qualität (medikamentös und/oder mechanisch) und –Dauer. Weitere QS-spezifische Risikofaktoren und deren Relevanz für die VTE-Prophylaxe werden diskutiert. Der Geltungsbereich der Leitlinie erstreckt sich auf traumatische und nicht-traumatische Querschnittlähmungen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Überblick über Evidenzbasis und gegenwärtige Behandlungspraxis in Deutschsprachigen Querschnittgelähmtenzentren sowie Behandlungsempfehlung zur Prophylaxe thromboembolischer Ereignisse bei Querschnittlähmung.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Norbert Weidner

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Phlebologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation (DGPMR)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Frau Petra Rauch

Klinik für Paraplegiologie,
Universitätsklinikum Heidelberg

Tel.: 0621 - 5626322

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. med. Norbert Weidner

Klinik für Paraplegiologie,
Universitätsklinikum Heidelberg

Adressaten:

Paraplegiologen, Angiologen, Internisten, Neurochirurgen, Neurologen, Orthopäden und Unfallchirurgen, Phlebologen und Ärzte der Physikalischen Medizin und Rehabilitation

Versorgungssektor:

stationär

Prävention, Früherkennung

Diagnostik, Therapie, Rehabilitation 

 spezialärztliche Versorgung  

Patientenzielgruppe:

Akute/chronische traumatische und nicht-traumatische Querschnittlähmung

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

S1

Ergänzende Informationen:

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien:

Die Leitlinie „Rückenmarknahe Regionalanästhesien und Thromboembolieprophylaxe / antithrombotische Medikation“ (001-005) ist nicht mehr aktuell. Hinsichtlich dieser Leitlinie sind keine Überschneidungen erkennbar. In der Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie“ (003-001) findet sich ein Abschnitt (2.8) über Medikamentöse VTE-Prophylaxe und ru?ckenmarknahe Anästhesie. Hier ergibt sich jedoch keinerlei inhaltliche Überschneidung mit der aktuellen Leitlinie. Die Leitlinie „Medizinische Kompressionstherapie der Extremita?ten mit Medizinischem Kompressionsstrumpf, Phlebologischem Kompressionsverband und Medizinischen adaptiven Kompressionssystemen“ (037-005) spezifiziert nicht die Anwendung entsprechender physikalischer Maßnahmen zur Thromboembolieprophylaxe, sondern verweist vielmehr auf die Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie“ (003-001). Die Ausführungen im Abschnitt 2.4.1 dieser Leitlinie (003-001) widersprechen nicht den Empfehlungen der aktuellen Leitlinie. Die Querschnittlähmung wird im Abschnitt „3.1.7.2 Wirbelsäulenverletzungen“ der Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie“ (003-001) knapp adressiert. Die aktuelle Leitlinie beschreibt die aktuelle Evidenzlage, Behandlungspraxis in deutschsprachigen Querschnittgelähmtenzentren und daraus resultierende Behandlungsempfehlungen sind sehr viel umfangreicher, ohne dass sich Widersprüche zur Leitlinie „Prophylaxe der venösen Thromboembolie“ (003-001) ergeben. Die aktuelle Leitlinie beschäftigt sich ausschließlich mit der Prophylaxe der Thromboembolie. Insofern ergeben sich keine Überschneidungen mit der Leitlinie „Venenthrombose und Lungenembolie: Diagnostik und Therapie“ (065-002).