Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 179 - 014
Klassifikation S2e

Lebenslange Nachsorge für Querschnittlähmung

Anmeldedatum:

04.04.2019

Geplante Fertigstellung:

31.12.2021

Gründe für die Themenwahl:

Die Lebenserwartung von Personen mit einer Querschnittlähmung hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen, jedoch ist sie, im Vergleich mit der Normalbevölkerung, immer noch reduziert. Personen mit einer Querschnittlähmung werden oft konfrontiert mit einer Vielzahl von Querschnittlähmung assoziierten, spezifischen gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel, Dekubitus oder Lungeninfekten. Zugleich ist Prävalenz für altersbedingte Gesundheitsprobleme, wie zum Beispiel Diabetes mellitus und Herz-Kreislauferkrankungen bei Menschen mit einer Querschnittlähmung erhöht.  Obwohl es weithin akzeptiert ist, dass durch eine ganzheitliche lebenslange Vorsorge und Nachsorge gesundheitlichen Problemen vorbeugt oder früh diagnostiziert werden können und damit die Integration und Lebensqualität positiv beeinflusst wird, ist der Inhalt der bestehenden Programme für die medizinischen Nachkontrollen für Personen mit einer Querschnittlähmung mehrheitlich Konsens basiert. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie ist ein Evidenz- basierte Empfehlung mit dem Inhalt der lebenslangen Nachsorge bei einem Patienten mit einer Querschnittslähmung im Rahmen der paraplegiologischen Kontrollen in spezialisierten Querschnittszentren, sie beinhaltet auch die Determinierung der empfohlenen Frequenz der entsprechenden Untersuchungen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med Norbert Weidner

Verantwortlicher der DMGP

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

European Spinal Cord Injury Federation ESCIF

Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland

Verband der Querschnittgelähmten Österreichs

Spina Bifida und Hydrocephalus – SBH Schweiz

Leitliniensekretariat:

Dr. med, Dr. univ. Inge Eriks-Hoogland

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Koordination:

Dr. med, Dr. univ. Inge Eriks-Hoogland

Adressaten:

Der Anwenderzielgruppe ist: Ärzte (paraplegiologie) welche die  lebenslange paraplegiologische Nachsorge in dafür spezialisierten Querschnittszentren in durchführen. 

Versorgungssektor:

Ambulante, teilstationäre oderstationäre Querschnitt-spezifische lebenslange Nachsorge 

Patientenzielgruppe:

Zielgruppe dieser Leitlinie sind die in der Gesellschaft lebenden erwachsene Patienten mit einer angeborenen oder erworbenen, traumatischen oder nicht-traumatischen, kompletten oder inkompletten Querschnittslähmung. Als relevante Subgruppen wurden Patienten mit einer kompletten oder inkompletten Lähmung, ergänzend mit einer Paraplegie oder Tetraplegie oder Spina Bifida (speziell Patienten mit Menigomyelocèle (MMC) identifiziert. Diese Einteilung findet bereits im klinischen Alltag Verwendung und wird auch international  standardmäßig genutzt. 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Bei der Erstellung der vorliegenden Leitlinie werden die Anforderungen der evidenzbasierten Medizin erfüllt. Als Basis dienen nationale und internationale Qualitätskriterien für Leitlinien, wie sie u.a. von dem Scottish Intercollegiate Guidelines Network, vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) und der Leitlinienkommission der AWMF gemeinsam erarbeiteten „Deutschen Leitlinien-Bewertungs-Instruments“  aufgestellt wurden.

Ergänzende Informationen:

Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation e.V. (DGNR) angefragt