Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 151 - 001
Klassifikation S2k

Diagnostik und Therapieoptionen der Spondylodiszitis

Anmeldedatum:

01.07.2018

Geplante Fertigstellung:

31.12.2019

Gründe für die Themenwahl:

Vertebrale Osteomyelitiden sind mit einem Anteil von 3-5% selten, stellen jedoch bei Patienten über 50 Jahren die dritthäufigste Form der Osteomyelitis dar. Die altersstandardisierte Fallzahl wird vom Bundesamt für Statistik im Jahr 2015 mit 30/250.000 angegeben und übersteigt somit die aktuelle Inzidenz von 2-4/100.000. Die z.T. sehr heterogene und unspezifische Symptomatik kann die Diagnose und insbes. die adäquate Therapieeinleitung verzögern, so dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. Jedoch ist eine frühzeitige Therapie mit einem besseren Outcome verbunden. Im deutschsprachigen Raum existieren bislang Expertenmeinungen und EbM-Level IV-Arbeiten zu Therapie- und Diagnostikoptionen, aber klare Leitlinien fehlen.

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie hat zum Ziel, die Qualität der Patientenversorgung mit diesem Krankheitsbild zu verbessern und auch die große Variationsbreite in der Versorgung (Über-/Unter-/Fehlversorgung) einzugrenzen. Hierzu gehören verlässliche Definitionen der notwendigen Diagnostikoptionen und die Vorstellung der Therapiemöglichkeiten auf Basis der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnis (beste verfügbare Evidenz) und Praxis.

Konkrete Punkte:

  • Darstellung der Ätiopathogenese und des Keimspektrums,
  • Optimierung des diagnostischen Prozesses,
  • Darstellung aktueller Möglichkeiten der diagnostischen Verfahren in Hinblick auf fokussierte Suche bei einer (un)spezifischen Spondylodiszitis,
  • Darstellung der bildgebenden Verfahren und Vergleich der diagnostischen Wertigkeiten,    
  • Darstellung der adäquaten Therapieoptionen (konservativ/operativ/interventionell) und Vorstellung eines Therapiealgorithmus,
  • Verhinderung einer Diagnostik und Therapie ohne wissenschaftlich belegten Nutzen

Anmelder bei der AWMF (Person):

PD Dr. med. M. Dreimann, Dr. med. N. von der Höh, Dr. med. C. Herren

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und MikrobiologieVisitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (BVOU e.V.)

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Leitliniensekretariat:

Dr. med. C. Herren

Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
Uniklinik RWTH Aachen

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Koordination:

PD Dr. med. M. Dreimann

Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 

Dr. med. N. von der Höh

Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie Universitätsklinikum Leipzig AöR

 

Dr. med. C. Herren

Adressaten:

Ärzte, die in der Versorgung von Patienten mit Spondylodiszitis eingebunden sind.

Versorgungssektor:

ambulant/stationär

Früherkennung, Diagnostik, Therapie, Nachbehandlung

spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene/ältere Patienten

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

  1. Systematische Literaturrecherche im deutsch-/angloamerikanischen Raum von 2000-2018
  2. Bewertung der Abstracts und Volltexte auf Aussagen/Empfehlungen zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten der Spondylodizitis und Einordnung nach EbM-Level (Oxford Centre of Evidence-based medicine)
  3. Formale Konsensfindung