Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 144 - 001
Klassifikation S3

Indikation und Durchführungsempfehlungen für das Autogene Training / die Autogene Therapie (AT)

Anmeldedatum:

01.06.2019

Geplante Fertigstellung:

30.06.2020

Gründe für die Themenwahl:

Die Entspannungs-Methode „Autogenes Training“ (AT) ist traditionell in der ärztlichen Weiterbildung verankert und obligat (alternativ zur Progressiven Relaxation und zur Entspannungshypnose) im Rahmen des Erwerbs der Zusatzbezeichnung Psychotherapie und der Gebiete Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Psychotherapie. Etwa 30.000 Ärztinnen und Ärzte der erwähnten Fachgebiete wurden in den letzten Jahrzehnten darin ausgebildet. Durchgeführt wird das AT in praktisch allen Rehabilitationseinrichtungen, Psychiatrischen und Psychosomatischen Kliniken zum Stressmanagement in der Regel durch nachgeordnete Mitarbeiter und Psychologen und erreicht damit jährlich hunderttausende Patienten. Studien zeigen, dass das ursprüngliche, durch Wirksamkeitsnachweise für einzelne Indikationen gut belegte Vorgehen sehr oft in unvorteilhafter Weise modifiziert wird, und deshalb von Patienten leider nicht so wirksam eingesetzt werden kann, wie es eigentlich möglich wäre. Nun wurde das AT erneut in die im Mai 2018 verabschiedeten (Muster-) Weiterbildungsordnungen der Gebiete Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Psychotherapie aufgenommen. Dabei soll in Zukunft von den Weiterbildungsassistenten die Kompetenz bei der Durchführung nachgewiesen werden, die hinsichtlich der Indikation und der Vermittlung empirischen Befunden folgt und damit ein einheitlicher Standard erreicht werden. Die Weiterbildung soll durch spezifisch qualifizierte Weiterbildungsbefugte erfolgen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Anhand der empirischen Befunde soll ein abgesichertes Behandlungsregime empfohlen (Indikation, Sitzungshäufigkeit, Gruppengröße, Inhalte) und ein entsprechender Korridor definiert werden, der dann die Vorgabe für die etwa 300 Weiterbildungsbefugten und tausende zukünftige Anwender sein soll (etwa 1000 Fachärztinnen und –ärzte (siehe oben) pro Jahr. Daneben sollen Qualitätssicherungsempfehlungen ausgesprochen werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas H. Loew

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für ärztliche Entspannungsmethoden, Hypnose, Autogenes Training und Therapie (DGäEHAT) e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e.V. (DGH)

Deutsche Gesellschaft für Entspannungsverfahren (DG-E e.V.)

Leitliniensekretariat:

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas H. Loew

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Koordination:

Univ.-Prof. Dr. med. Thomas H. Loew

Adressaten:

ÄrztInnen mit der Qualifikation „Psychosomatische Grundversorgung“ (alle klinischen Gebiete), der Gebiete Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Psychotherapie, und Zusatzbezeichnung Psychotherapie

Versorgungssektor:

 in der ambulanten Krankenversorgung 

Patientenzielgruppe:

Die Methode soll empfohlen werden für Patienten, bei denen die Indikation abgesichtert werden kann (wahrscheinlich essentielle Hypertonie, chronische Kopfschmerzen, somatoforme Beschwerden und komplementär bei Belastungsstörungen / Anpassungsstörungen zur Selbstregulation), Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

S3 Niveau soll erreicht werden. Sichtung ge-review-ter kontrollierter, randomisierter, prospektiver Studien und eventueller Metaanalysen (nach den Cochrane Kriterien), Redaktionelle Aufbereitung und anschließendes Delphi-Verfahren unter den mitarbeitenden Fachgesellschaften.

Ergänzende Informationen:

AT wird als Behandlungsangebot aufgeführt in den bei den Verbindungen zu anderen Leitlinien genannten.

Beteiligung weiterer AWMF-Fachgesellschaften: Bisher wurden noch keine Fachgesellschaften von uns angesprochen. Empfehlen möchten wir die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, , Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), die Deutsche Gesellschaft für psychosomatische Medizin und Psychotherapie (DGPM), die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse und Psychotherapie (DGPT), die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Psychologie (DGMP), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und psychosomatik (DGKJP), das Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM),die Deutsche Gesellschaft für Nervenheilkunde (DGN), die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DGAM), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) 

Die LL-Erstellung wird logistisch durch die dgaehat unterstützt. Als Ort für die Redaktionskonferenzen können konstenneutral das Universitätsklinikum Regensburg und das Alexianer Krankenhaus in Neus genützt werden.