Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 090 - 003
Klassifikation S3

Diagnose und Therapie von Glomerulonephritiden

Anmeldedatum:

07.01.2021

Geplante Fertigstellung:

30.09.2023

Gründe für die Themenwahl:

Glomerulonephritiden sind seltene, komplexe Erkrankungen und bisher gibt es keine deutschen Leitlinien, die sich spezifisch mit diesem Thema beschäftigen 

Zielorientierung der Leitlinie:

Immunologisch bedingte glomeruläre Erkrankungen sind weltweit für etwa 20-25% der Fälle von dialysepflichtigen Nierenversagen verantwortlich. Sie betreffen häufig junge Erwachsene und sind volkswirtschaftlich von großer Bedeutung, da im Falle eines Nierenversagen eine lebenslange Nierenersatz-Therapie (Dialyse, Transplantation) notwendig wird. Ganz überwiegend handelt es sich um seltene Erkrankungen, die dennoch effizient diagnostiziert und optimal behandelt werden müssen, um die Krankheiten zu kontrollieren und fortschreitende Nierenerkrankungen bis hin zum Nierenversagen zu verhindern.

Mit S3 Leitlinie sollen auf das deutsche Gesundheitswesen zugeschnittene Empfehlungen zur Diagnose und Versorgung von Patienten mit GN erstellt werden

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Julia Weinmann-Menke

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Immunologie e.V. (DGfI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Bundesverband Niere e.V.

BDI/DGAM

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Julia Weinmann-Menke

Leiterin des Schwerpunktes Nephrologie
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz

Tel.: 06131 17‐6774

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Koordination:

Prof. Dr. med. Julia Weinmann-Menke

Leiterin des Schwerpunktes Nephrologie
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz

e-Mail senden

Adressaten:

Adressaten dieser Leitlinie sind Internisten, Nephrologen und Rheumatologen ggf Allgemeinmediziner (im Rahmen der Früherkennung und Diagnostik, Pädiater sowie ggf. Therapiebegleitung/-Überwachung) sowie Dozenten und Studierende der Humanmedizin

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär

Diagnostik, Therapie

spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene; Einbeziehung der pädiatrischen Expertise nur bei bestimmten Unterkapiteln, bei welchen pädiatrische Patienten/Patientinnen häufig betroffen sein können

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Primär erfolgt die Festlegung von Zielen und Schlüsselfragen sowie die Priorisierung von Endpunkten zu der Erkrankungsgruppe der Glomerulonephritiden, gefolgt von einer systematischen Literaturrecherche. Zu beiden Punkten wird die in 2020 erstellte KDIGO Leitlinie zu Glomerulonephritiden hinzugezogen, sodass im Falle der neu zu erstellenden Leitlinie von einer Leitlinienadaption zu sprechen ist, da die KDIGO Leitlinie angepasst auf das deutsche Medizinsystem sowie durch Ergänzung der aktuellsten Literatur verändert und aktualisiert wird. Das Vorgehen zur Festlegung existierende Leitlinien als Evidenzquelle in Kombination mit einer Aufarbeitung der Evidenz zur Empfehlung auf das deutsche Gesundheitssystem und Wertvorstellungen wird anhand des DELBI Instruments Domäne 8 „Methodologische Exaktheit der Leitlinienentwicklung bei Verwendung existierender Leitlinien“ in Kombination mit der Domäne 3 Methodologische Exaktheit der Leitlinien-Entwicklung. Nach Durchführung dieser Schritte erfolgt eine kritische Bewertung der Literatur sowie die Formulierung graduierter Empfehlungen (nach GRADE). Die Konsensusfindung soll – unter Moderation durch die AWMF - mit dem Konsensusverfahren des nominalen Gruppenprozesses im Rahmen von zwei Konsenskonferenzen erfolgen.  Zur optimalen Vorbereitung der Präsenz Konensusverfahren ist ein vorausgehende DELPHI Abstimmung geplant, um Empfehlungen mit besonderen Diskussionsbedarf bereits herauszuarbeiten, um diesen dann auch prioritär Zeit einzuräumen im Gegensatz zu den bereits klar konsensfähigen Empfehlungen.