Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 083 - 047
Klassifikation S2k

Zahnmedizinische Betreuung des geriatrischen Patienten

Anmeldedatum:

16.06.2021

Geplante Fertigstellung:

31.12.2022

Gründe für die Themenwahl:

  • 3,4 Mio Pflegebedürftige in Deutschland mit steigender Tendenz in naher Zukunft
  • Starker Anstieg der geriatrischen Patienten im zahnmedizinischen Versorgungsalltag
  • komplexe Problematiken in der aufsuchenden zahnmedizinischen Betreuung, da geriatrische Patienten zunehmend nicht nur über mehr eigene Zähne, sondern auch über verschiedene Zahnersatzformen verfügen
  • Problematiken nicht nur hinsichtlich klinischer Entscheidungsfindung relevant, sondern auch hinsichtlich rechtlicher Regelungen
  • Der Schwerpunkt liegt auf einwilligungspflichtigen zahnmedizinischen Maßnahmen (u.a. Diagnostik, Therapie) und auf den praktischen Situationen, in denen die Einwilligungsfähigkeit der Betroffenen erforderlich ist, die aber aufgrund des Settings oder der geriatrischen Situation der Patienten nicht wie im Rahmen der Heilfürsorge ansonsten allgemein akzeptiert durchgeführt werden können.

Zielorientierung der Leitlinie:

Stärkung der zahnärztlichen Therapieentscheidungsprozesse und Verbesserung der Therapiesicherheit bei multimorbiden geriatrischen Patienten mit Pflegedarf. Die hier Leitlinie möchte die relevanten zahnmedizinischen, medizinischen, rechtlichen, und ethischen Besonderheiten bei der zahnmedizinischen Betreuung geriatrischer Patienten erstmals auf dem aktuellen Stand des Wissens zusammenfassen und Handlungsempfehlungen vermitteln. Strukturierte umfassende Darstellung der Teilbereiche sowie skizzierte Entscheidungsbäume und Checklisten sollen als Hilfestellung aller in die zahnmedizinische Versorgung involvierten Berufsgruppen dienen und dabei helfen, eine Einordnung der individuellen Patienten- und Umfeld-basierten Gegebenheiten vor Ort im täglichen Alltag vornehmen zu können. Ziel ist hierbei, hoch prävalente Besonderheiten strukturiert abzubilden und mögliche Handlungsempfehlungen für den zahnmedizinischen Alltag zu skizzieren. 

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Anke Weber

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. (DGGG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) (mit-federführend)

Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. Selbsthilfe Demenz

Arbeitsgemeinschaft Zahnmedizin für Menschen mit Behinderung oder besonderem medizinischen Unterstützungsbedarf in der DGZMK (AG ZMB)

Arbeitskreis Ethik der DGZMK

Bundesärztekammer, BÄK

Verband medizinischer Fachberufe e.V.

Leitliniensekretariat:

Dr. Anke Weber

Leitlinienbeauftragte DGZMK

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Ina Nitschke

 

PD Dr. Dr. Greta Barbe

 

Dr. Elmar Ludwig

Adressaten:

Ziel ist es, den mit der zahnmedizinischen Behandlung und Betreuung von geriatrischen Patienten befassten Personen eine systematisch entwickelte Hilfe zum Umgang zu bieten. Dazu gehören vor allem

  • Zahnärzte und Zahnmedizinisches Fachpersonal
  • Geriater
  • Pflegepersonal

Sie dient zudem der Information von weiteren Personen (z.B. Hausärzte, Ärzte weiterer Fachrichtungen, sonstigen Therapieberufe wie Logopäden). Darüber hinaus bietet die Leitlinie Informationen für Erkrankte, Angehörige, gesetzliche Betreuer und sonstige Betreuungsbevollmächtigte sowie allen anderen Personen, die mit geriatrischen Patienten umgehen und für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen.

Versorgungssektor:

ambulant, stationär 

Prävention, Früherkennung

Diagnostik, Therapie, Rehabilitation  

spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Geriatrische Patienten (hohes Alter, Multimorbidität, Multimedikation, hoher Hilfe- oder Pflegebedarf) 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Konsentierung der Empfehlungen im nominalen Gruppenprozess unter neutraler Moderation, ggf. ergänzt durch Delphi-Verfahren.