Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 083 - 024
Klassifikation S3

Zahnimplantatversorgungen bei multiplen Zahnnichtanlagen und Syndromen

Anmeldedatum:

15.03.2021

Geplante Fertigstellung:

31.12.2022

Gründe für die Themenwahl:

Zahnnichtanlagen (spontan oder im Rahmen von Syndromen) sind die häufigste Fehlbildung des Menschen. Zur Wiederherstellung der Kaufähigkeit können die Zahnlücken durch kieferorthopädischen Lückenschluss, durch Zahntransplantation oder durch Erhalt des vorangegangenen Milchzahns behandelt werden. Die fehlenden Zähne können auch prothetisch konventionell und implantatgetragen ersetzt werden. Weil die Zahnzahlanomalie bei ausbleibendem Zahndurchbruch im Wechselgebiss auffällt, stellt sich die Frage, ob die kaufunktionelle Rehabilitation bereits in der Kindheit bis 12 Jahre, im Adoleszentenalter oder im frühen Erwachsenenalter stattfindet. Unter anderem wegen der langen Standzeit der Versorgungen sind hohe Anforderungen an die Qualität zu stellen. Unter anderem wegen der häufig notwendigen kieferorthopädischen Behandlung, dem Bedarf für Knochenaufbauten und Knochenumstellungen bei Dysgnathien ist eine Interdisziplinarität der Beurteilung und Behandlung wünschenswert. Eine Ausnahmeindikation der Krankenkassen zur Kostenübernahme von Zahnimplantaten liegt häufig vor. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die oben aufgeführten Besonderheiten, insbesondere der Zeitpunkt der Behandlung mit Zahnimplantaten, werden kontrovers diskutiert und sollen im Rahmen der Leitlinie in einen Behandlungskorridor eingeordnet werden. Dieser Korridor soll den behandelnden Ärzten als Entscheidungsspielraum dienen. Dadurch sollen die Patienten besser versorgt und die Zahngesundheit der Betroffenen optimiert werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Anke Weber

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e.V. (DGI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie e.V. (DGKFO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft für Oral- und Kieferchirurgie der DGZMK (AGOKi)

Berufsverband Deutscher Oralchirurgen, BDO

Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa, BDIZ EDI

Bundeszahnärztekammer, BZÄK

Deutsche Gesellschaft für ästhetische Zahnmedizin (DGÄZ)

Deutsche Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ)

Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI)

Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)

Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI)

Leitliniensekretariat:

Dr. Anke Weber

Leitlinienbeauftragte der DGZMK

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden

Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Hansteinstraße 29
34121 Kassel

Adressaten:

Zahnärzte, Zahnärzte mit Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie, Fachzahnärzte für Oralchirurgie und Kieferorthopädie, spezialisierte Zahnärzte in zahnärztlicher Prothetik, Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, betroffene Patienten 

Versorgungssektor:

ambulant, stationär

Therapie, Rehabilitation

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung  

Diese Leitlinie gilt für den ambulanten und stationären zahnärztlichen, fachzahnärztlichen und fachärztlichen Versorgungsbereich. Dieser umfasst Behandlungen in Zahnarztpraxen/ Zahnkliniken, Haupt- und Belegabteilungen für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie/Oralchirurgie in Krankenhäusern.

Patientenzielgruppe:

Kinder/Jugendliche  
Diese Leitlinie richtet sich an Patienten mit angeborener Nichtanlage einzelner, mehrerer oder aller Zähne der zweiten Dentition exklusive der Weisheitszähne.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Basierend auf dem Regelwerk der AWMF erfolgen die Bearbeitungsschritte:

  • Iterativer hierarchischer Rechercheprozess (Suche nach 1. Leitlinien, 2. Aggregierter Evidenz, 3. Primärliteratur) analog zur Ersterstellung der Leitlinie; Auswahl und Bewertung der Evidenz nach a priori festgelegten Kriterien.
  • Erarbeitung der Inhalte und Formulierung der Empfehlungen in Kleingruppen, Konsentierung der Empfehlungen im Rahmen einer Konsensuskonferenz unter neutraler Moderation (AWMF oder AWMF-zertifizierter Leitlinien-Moderator).
  • Publikation des gesamten Rechercheprozesses und der Konsensusfindung.

Ergänzende Informationen:

Aufgelistet sind die teilnehmenden Fachgesellschaften/ Organisationen der Ersterstellung. Nach Zusammenstellung der LL-Gruppe erfolgt ggf. eine Anpassung der Aufstellung. 

Die DGKiZ wurde zur Mitarbeit am 08.03.2021 eingeladen, sagte jedoch die Teilnahme ab.

Ein Patientenvertreter wird in die Überarbeitung der LL eingebunden.