Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 082 - 005
Klassifikation S1

Candida-Infektionen, Diagnostik und Therapie

Anmeldedatum:

11.10.2018

Geplante Fertigstellung:

30.06.2019

Gründe für die Themenwahl:

Candida Infektionen sind eine bedeutende Ursache für Morbidität und Mortalität insbesondere  bei Patienten mit Abwehrschwäche und unter intensivmedizinischer Behandlung. Neue diagnostische Verfahren, neue Antimykotika und in jüngerer Vergangenheit abgeschlossene Therapiestudien machen eine neue Evaluation der klinischen Daten und Empfehlungen für die klinische Praxis erforderlich.

Zielorientierung der Leitlinie:

Hospitalisierte erwachsene und pädiatrische Patienten mit oder ohne Abwehrschwäche bzw.  intensivmedizinischer Behandlung und invasiven oder mukokutanen Candida-Infektionen sowie ansonsten gesunde Patienten mit muko-kutanen Candida-Infektionen. Ziel ist die Umsetzung evidenzbasierter Diagnostik und Therapie in diesen Patienten-Populationen.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Andreas H. Groll

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)Visitenkarte

Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft (DMykG)Visitenkarte

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Andreas H. Groll

Universitätsklinikum Münster
Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Albert-Schweitzer Campus 1
Gebäude A1
48149 Münster

Tel.: 0251-834-7742

Fax.: 0251-834-7828

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Koordination:

Prof. Dr. med. Andreas H. Groll

 

Prof. Dr. Werner Heinz

Universitätsklinikum Würzburg

Adressaten:

Spezialisierte überwiegend fachärztliche Versorgung, überwiegend im stationären Bereich

Versorgungssektor:

Die Leitlinie wird ganz überwiegend für stationäre Patienten in einer spezialisierten Versorgungsform für die Bereiche Früherkennung, Diagnostik und Therapie entwickelt.

Patientenzielgruppe:

Hospitalisierte erwachsene und pädiatrische Patienten mit oder ohne Abwehrschwäche bzw. intensivmedizinischer Behandlung (invasive und mukokutane Infektionen); ansonsten gesunde Patienten (muko-kutane Infektionen)

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Bei dem vorgelegten Leitlinienprojekt handelt es sich um eine S1-Leitlinie mit systematischer Recherche, Auswahl und Bewertung der Datenlage zu den als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen.

Schlüsselfragen wurden vor Erstellung der Leitlinie für den Bereich der Therapie formuliert und beinhalten die Definition klinisch relevanter therapeutischer Situationen und die aufgrund von Recherche und Bewertung empfohlene Erstlinientherapie sowie mögliche Alternativen (klinische Situation – evidenzbasierte Empfehlung zur Erstlinientherapie – evidenzbasierte Empfehlung zu therapeutischen Alternativen).

Für die Literaturrecherche herangezogen werden folgende Quellen: MEDLINE (bis 12/2018) und Abstracts relevanter Kongresse (IDSA Meeting; ASM Meeting; ASH Meeting; ASCO Meeting) der Jahre 2017 und 2018. Suchbegriffe beinhalten: Candidiasis bzw. Candida jeweils kombiniert mit den Schlüsselwörtern der als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen (z.B. Behandlung der Candida-Endokarditis: Candida– endocarditis – treatment).  

Für die Bearbeitung der Schlüsselfragen wurden Arbeitsgruppen gebildet.  Der Austausch dieser Arbeitsgruppen mit der Leitlinien-gruppe erfolgt über Internet und zwei formale Arbeitstreffen  mit Review und Diskussion der Empfehlungen zu den als relevant identifizierten klinischen Fragestellungen. Nach Abschluss der Arbeit der Leitliniengruppe und Überarbeitung der Textform erfolgt ein externes Begutachtungsverfahren durch nicht an der Erstellung beteiligte und namentlich bekannte Vorstandsmitglieder der beiden Fachgesellschaften und die Publikation der Leitlinie in einer Zeitschrift mit Begutachtungsverfahren (GMS Infectious Diseases bzw. Mycoses).  

Die Leitlinie wird in der finalen Form den Vorständen der Deutsch-sprachigen Mykologischen Gesellschaft (DMykG) und der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG) zur Verab-schiedung vorgelegt.  

Die Finanzierung der Erstellung der Leitlinie erfolgt ausschließlich mit direkten Mitteln der verantwortlichen Fachgesellschaften DMYKG und PEG und beschränkt sich auf Kosten für Raummieten und Reisekostenerstattung.  

Potentielle Interessenskonflikte der Autoren werden in der mitgeltenden tabellarischen Zusammenstellung zusammengefasst.    

Analyse der Umsetzung der Empfehlungen durch nationale  multizentrische  Untersuchung ist geplant.

Ergänzende Informationen:

Beide Fachgesellschaften sind  interdisziplinäre Gesellschaften mit Fokus auf der antimikrobiellen Chemotherapie (PEG) bzw. der klinischen Mykologie (DMykG)