Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 053 - 023
Klassifikation S3

Brustschmerz - DEGAM-Leitlinie für die primärärztliche Versorgung

Anmeldedatum:

01.09.2019

Geplante Fertigstellung:

30.09.2021

Gründe für die Themenwahl:

Brustschmerz ist ein häufiger Beratungsanlass in der Primärversorgung. Hausärztinnen und Hausärzte nehmen bei diesen Patienten eine wichtige Filterfunktion war. Die initiale klinische Einschätzung zielt darauf ab, einerseits Patienten mit einem abwendbar gefährlichen Verlauf zu erkennen, andererseits Patienten mit prognostischen günstigen Erkrankungen vor unnötiger Diagnostik und Therapie zu schützen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie versteht sich als ein Instrument des professionellen Lernens. Sie will Hausärzten helfen, ihr Vorgehen bei der klinischen Einschätzung des Symptoms „Brustschmerz“ zu optimieren. Der Schwerpunkt liegt auf der diagnostischen Aussagekraft von Anamnese, Befund und diagnostischen Tests, die in der Regel in der hausärztlichen Praxis zur Verfügung stehen. Nur bezogen auf das Akute Koronarsyndrom sollen auch (initiale) therapeutische Maßnahmen besprochen werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Anne Barzel

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK)Visitenkarte

Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin e.V. (DKPM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Hessische Leitliniengruppe

Leitliniensekretariat:

Anke Schnabel

DEGAM-Geschäftsstelle Leitlinien
c/o Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Str. 50
58448 Witten

Tel.: +48 (0)2302 926 7377

Fax.: +48 (0)2302 926 745

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Koordination:

Jörg Haasenritter

Adressaten:

Primäre Adressaten aufgrund der Ausrichtung der Leitlinie sind Hausärzte & Hausärztinnen und hausärztliche Internistinnen und Internisten. Zur weiteren Information ist diese Leitlinie für Studierende der Medizin sowie Ärzte in Weiterbildung.

Versorgungssektor:

Hausärztliche Versorgungsebene

Patientenzielgruppe:

Zielgruppe sind Patientinnen und Patienten, die ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt telefonisch oder persönlich mit dem Beratungsanlass „Brustschmerz“ aufsuchen. Unter „Brustschmerz“ werden hierbei alle Schmerzempfindungen im weiteren Sinne (auch Brennen, Druckgefühl, Ziehen,Stechen, Missempfindung) im Bereich des vorderen und seitlichen Thorax verstanden; Schmerzen im Epigastrium oder im Rücken werden nur behandelt, soweit Brustschmerzen in diese Regionen ausstrahlen. Akute und chronische Präsentationen werden gleichermaßen berücksichtigt. Eine diagnostische Entscheidung stellt sich gerade auch bei bekannter KHK, da die KHK Ursache neu aufgetretener Brustschmerzen sein kann, aber nicht muss. Nicht berücksichtigt werden:
- die Altersgruppe der unter 18-jährigen
- traumabedingter oder -assoziierter Brustschmerz

- Patientinnen und Patienten in selektiertem Umfeld (spezialisierte Notaufnahme oder Ambulanz)

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Systematische Literaturrecherche und Evidenzbewertung zu den Schlüsselfragen/ formale interdisziplinäre und multiprofessionelle Konsensusbildung 

Ergänzende Informationen:

Verbindung zu vorhan­denen Leitlinien: Hier sollen auf parallele Empfehlungen verzichtet werden. Vielmehr soll an den entsprechenden Stellen auf diese Leitlinien verwiesen werden.