Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 051 - 028
Klassifikation S3

Angststörungen

Anmeldedatum:

30.11.2018

Geplante Fertigstellung:

31.12.2019

Gründe für die Themenwahl:

Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. Sie gehen mit hohen Komorbiditätsraten einher, nehmen oftmals einen chronischen Verlauf und remittieren selten spontan. Sie schränken die Lebensqualität, den sozialen Status und die finanzielle Situation der Betroffenen ein und führen unbehandelt infolge Frühberentungen und Krankschreibungen zu einer hohen ökonomischen Belastung für das Gesundheitssystem. Obwohl in Deutschland ein differenziertes Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten vorhanden ist, werden vorhandene Ressourcen für die Diagnostik und Behandlung von Angststörungen noch nicht angemessen genutzt. Bezüglich des Bedarfs, der Inanspruchnahme und des Zugangs zu psychotherapeutischen Leistungen besteht weiterhin Forschungsbedarf und die Steuerungsprozesse und Zuweisungskriterien für die in Anspruch genommenen ambulanten und stationären Angebote sind unklar.

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Aktualisierung der vorliegenden S3-Leitlinie hat folgende Ziele:

die Erkennung, Diagnostik, Behandlung von Angststörungen in Deutschland und die Partizipation, Aktivität und Lebensqualität der Patienten durch die Entwicklung transparenter und nachvollziehbarer Standards für die verschiedenen Versorgungsebenen zu verbessern; Schlüsselempfehlungen zu prioritären Versorgungsproblemen zwischen allen an der Versorgung beteiligten Gruppen unter Einbeziehung von Patienten- und Angehörigenvertretern abzustimmen, darzulegen und zu implementieren; die Versorgungsabläufe für Menschen mit Angsterkrankungen über die Versorgungsebenen darzustellen, die dabei entstehenden Entscheidungssituationen zu benennen und das jeweilige Vorgehen der Wahl zu definieren, und somit den Zugang der Patienten zu einer effektiven Therapie unter Berücksichtigung der differentiellen Indikation und der Schnittstellen zwischen den Versorgungsebenen zu fördern; Therapieprozess und -ergebnis durch die besondere Berücksichtigung von Problemen wie Chronifizierung und Komorbidität zu verbessern; Forschungsbedarf aufzuzeigen und daraus resultierende Aktivitäten anzuregen. 

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Manfred E. Beutel

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.Visitenkarte

Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Verhaltensmedizin und Verhaltensmodifikation (DGVM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Klinische Psychotherapie und Psychosomatische Rehabilitation e.V. (DGPPR)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Biologische Psychiatrie e. V. (DGBP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)

Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG)

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DGVT)

Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie der DGP e.V.

Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie e. V.

Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp)

Gesellschaft für Angstforschung

Aktion Psychisch Kranke (APK)

Angst-Hilfe e.V.

Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG)

Arbeitskreis der Chefärztinnen und Chefärzte von Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern in Deutschland, ACKPA

Leitliniensekretariat:

Dipl.-Psych. Antonia Werner

Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Universitätsmedizin Mainz
Untere Zahlbacher Str. 8
55131 Mainz

Tel.: 06131-17 6149

Fax.: 06131-17 6688

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Manfred E. Beutel (DGPM)

 

Dr. Jörg Wiltink

Adressaten:

Diese Leitlinie richtet sich an Hausärzte (Fachärzte für Allgemeinmedizin, Fachärzte für Innere Medizin), Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie bzw. Nervenheilkunde, Fachärzte für Psychosomatische Medizin, Fachärzte für Psychoanalyse, Psychologische Psychotherapeuten und alle in der Aus- und Weiterbildung befindlichen Psychologen und Ärzte genannter Fachrichtungen. Des weiteren richtet sie sich an Rehabilitationseinrichtungen sowie Patienten und dient zur Information für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen und für die Öffentlichkeit zur Information.

Versorgungssektor:

Diagnostik und Therapie von Angststörungen in Akutversorgung und Rehabilitation in den verschiedenen Versorgungsbereichen (ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgung)

Patientenzielgruppe:

Patienten mit Panikstörung/Agoraphobie, generalisierte Angststörung, soziale Phobie und spezifische Phobie

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Evidence-Basierung: Systematische Literaturrecherche; Auswahl und Bewertung der Evidenz; Erstellung von Evidenztabellen; Formulierung der Empfehlungen und Vergabe von Evidenzgraden und/oder Empfehlungsgraden  

Konsensfindung: Am Konsensverfahren sind Experten, Anwender und Patienten beteiligt (s. beteiligte Fachgesellschaften). Als Konsensverfahren ist eine Strukturierte Konsensuskonferenz vorgesehen.