Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 049 - 006
Klassifikation S3

Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen (SES) unter Berücksichtigung umschriebener Sprachentwicklungsstörungen (USES)

Anmeldedatum:

14.03.2022

Geplante Fertigstellung:

31.12.2023

Gründe für die Themenwahl:

Hohe Inzidenz und Prävalenz des Störungsbildes (häufige Erkrankung), erhebliche Einschränkung der Kommunikation und Lebensqualität von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen, neue Testverfahren verfügbar, andere haben mehr Evidenz erhalten oder wurden falsifiziert. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Upgrade der S2k-Leitlinie „Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen (SES) unter Berücksichtigung umschriebener Sprachentwicklungsstörungen (USES)“ vom 16.12. 2011 zur S3-Leitlinie und Zusammenführung mit der bald fertiggestellten Leitlinie „Therapie von Sprachentwicklungsstörungen“ zu einer großen S3-Leitlinie zur Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Sprachentwicklungsstörungen

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Katrin Neumann

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V. (DGPP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)Visitenkarte

Gesellschaft für Neuropädiatrie e.V. (GNP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)

Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e. V. (BKJPP) (mit federführend)

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe

Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V.

Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Rehabilitation und Prävention

Deutscher Berufsverband der Fachärzte für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V.

Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V., BVHNO

Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs)

Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl)

Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V., DGPs

Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik (dgs)

Deutschsprachige Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde e.V. (DGSS)

Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum e.V. (GISKID)

Gesellschaft für unterstützte Kommunikation e. V.

Verband für Patholinguistik e.V.

Verband Sonderpädagogik (vds)

Leitliniensekretariat:

Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V.

Nikolaistr. 29
D-37073 Göttingen

Tel.: 0551 48857-601

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Koordination:

Prof. Dr. med. Katrin Neumann

Tel.: 0152 54956109

e-Mail senden

Adressaten:

Ärzt*innen, v.a. der Gebiete Phoniatrie und Pädaudiologie, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, Neuropädiatrie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Klinische Psycholog*innen, Logopäd*innen, akademische Sprachtherapeut*innen, psychologische Psychotherapeut*innen, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut*innen sowie Sonderpädagog*innen mit Förderschwerpunkt Sprache; Leitlinie dient auch zur Information von Patient*innen mit Sprachentwicklungsstörungen und deren Eltern und Angehörigen und der interessierten Öffentlichkeit.

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär  

Prävention, Früherkennung

Diagnostik  

spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Kinder/Jugendliche

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Geplante Methodik: Anfertigung eines systematischen Reviews zur Diagnostik von Sprachentwickungsstörungen unter besonderer Berücksichtigung deutschsprachiger Testverfahren und derer Erfüllung testkonstruktiver Gütekriterien, Validierung und Aktualität der Normierung; dazu Anwendung systematischer Methoden der Recherche, Auswahl und kritischen Bewertung der Literatur zur Suche nach der besten Evidenz für zu empfehlende diagnostische oder therapeutische Verfahren; dabei detaillierte Beschreibung der Suchstrategie im Leitlinienreport mit Auflistung der verwendeten Suchbegriffe und Quellen (z.B. elektronische Datenbanken, Datenbanken für systematische Übersichtsarbeiten oder für Leitlinien, Handsuche in Fachzeitschriften, Proceedings und Kongressberichten), Angabe des Zeitraums der Literatursuche und Trefferzahlen; explizite Darlegung der Auswahlkriterien für die Evidenz und der Gründe sowohl für den Einschluss (Zielpopulation, Studiendesign, Vergleiche, Endpunkte, Sprache, Kontext) als auch für den Ausschluss von Studien/Publikationen; kritische Bewertung der nach a priori festgelegten Kriterien recherchierten und ausgewählten Evidenz hinsichtlich ihrer methodischen Qualität und Ergebnisdarstellung in einer Evidenz-Zusammenfassung (Evidenztabellen) einschließlich Kommentierung der Studien-/Publikationsqualität unter Anwendung formaler Instrumente und Strategien (z.B. Cochrane Risk of Bias Tool, GRADE Methodik; AMSTAR Tool des Scottish Intercollegiate Guidelines Network (SIGN), Checklisten der AWMF); Qualitätsbewertung der Evidenz in der Leitlinien-Steuergruppe, Feststellung des Vertrauens in sie und Festlegung eines Evidenzgrades entsprechend der OCEBM Levels of Evidence Working Group (2011) des Oxford Centre for Evidence-Based Medicine (OCEBM)
Konsensfindung: Formulierung und Abstimmung der Empfehlungen in einer Konsensuskonferenz in einem Nominalen Gruppenprozess unter unabhängiger Moderation durch eine/n AWMF-Mitarbeiter*in; im Vorfeld: Festlegung von Zielen, Vorgehensweise, Abstimmungsverfahren, Tagungsort; Einladung aller an der Konsentierung Beteiligten; Weitere Abstimmung in den Fachgesellschaften und weiteren Beteiligten über eine Delphi-Runde unter Beachtung der Durchführungshinweise der AWMF

Ergänzende Informationen:

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien:
- Interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Therapie von Sprachentwicklungsstörungen (049-015) (in Entstehung) Die hier angemeldete Leitlinie soll nach Fertigstellung mit der bis dahin abgeschlossenen o.g. Leitlinie 049-015 zu einer umfassenden S3-Leitlinie zur Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Sprachentwicklungsstörungen zusammengeführt. Eine Gemeinsamkeit mit der beantragten Leitlinie findet sich nur bezüglich des Störungsbildes; inhaltlich ergänzen sich beide Leitlinien aber und überschneiden sich nicht. - Pathogenese, Diagnostik und Behandlung von Redeflussstörungen
- evidenz- und konsensbasierte interdisziplinäre S3-Leitlinie (049-013) (Update angemeldet). Hier werden Sprachentwicklungsstörungen als mögliche Komorbidität berücksichtigt.
Alle nachfolgend genannten Leitlinien überschneiden sich inhaltlich nicht mit der angemeldeten Leitlinie, da sie Sprachentwicklungsstörungen zwar erwähnen, aber nicht deren direkte und explizite Diagnostik zum Ziel haben, hingegen diagnostische Prozeduren von Hörstörungen, die gehäuft mit Sprachentwicklungsstörungen assoziiert sind, oder von unreifen Frühgeborenen mit der Gesamtheit der Folgen ihrer Frühgeburtlichkeit.
- Seromukotympanon (017/004)
- Cochlea-Implantat Versorgung (017-071)
- Periphere Hörstörungen im Kindesalter (049-010)
- Sozialpädiatrische Nachsorge extrem unreifer Frühgeborener mit einem Geburtsgewicht unter 1000 Gramm (071-013) 

Ergänzende Informationen zum Projekt im Leitliniensekretariat, bei der Leitlinienkoordinatorin, in der bisherigen S2k Leitlinie und deren Publikation im Internet, der Leitliniensammlung Kinder- und Jugendmedizin und mehreren Buchpublikationen; zudem wurde ein Antrag zur Förderung des Leitlinien-Upgrades beim G-BA-Innovationsfonds gestellt, Projektantrag MEDLL2_2021-044