Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 043 - 050
Klassifikation S2k

Diagnostik und Therapie der Interstitiellen Cystitis (IC/BPS)

Anmeldedatum:

31.07.2020

Geplante Fertigstellung:

31.12.2021

Gründe für die Themenwahl:

Die Leitlinienautoren möchten sicherstellen, dass die Leitlinieninhalte aktuell sind und Veränderungen im Versorgungsbereich zeitnah in diese Leitlinie integriert werden. Das Konzept einer living guideline, also die regelmäßige Sichtung und Bewertung der Literatur und von Medikamentenzulassungen durch eine Steuerungsgruppe, erscheint als sinnvoll. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Erforschung der Behandlungsmöglichkeiten hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht, dennoch bestehen in allen Bereichen der Versorgung von IC/BPS-Patienten Optimierungspotenziale.

Konkret sollen mit der S2K-Leitlinie folgende Ziele angestrebt werden:

  • die Erkennung, Diagnostik und Behandlung der Interstitiellen Cystitis im deutschsprachigen Raum zu verbessern
  • Schlüsselempfehlungen zu prioritären Versorgungsproblemen zwischen allen an der Versorgung beteiligten Gruppen unter Einbeziehung von Patienten- und Angehörigenvertretern abzustimmen
  • die Empfehlungen entsprechend dem besten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse unter Berücksichtigung der Kriterien der Medizin zu formulieren und zu aktualisieren
  • durch Einbeziehung aller an der Versorgung beteiligten Professionen, Organisationen und Patienten sowie dem darauf beruhenden umfassenden Konsens eine effektive Verbreitung und Umsetzung der Empfehlungen zu ermöglichen
  • spezifische Empfehlungen hinsichtlich der Abstimmung und Koordination der Versorgung aller beteiligten Fachdisziplinen und weiteren Fachberufe im Gesundheitswesen zu geben
  • Barrieren der Umsetzung der neuen Leitlinien-Empfehlungen zu identifizieren und Lösungswege aufzuzeigen
  • auf die systematische Berücksichtigung

Anmelder bei der AWMF (Person):

Stefanie Schmidt

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)Visitenkarte

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

ICA Deutschland e.V. (mit federführend)

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS)

Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Multinational Interstitial Cystitis Association (MICA)

Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (OEGGG)

Pelvisuisse

Schweizerische Akademie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (SAPPM)

Schweizer Arbeitsgemeinschaft Urogynäkologie und Beckenbodenpathologie (AUG)

Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)

Schweizerische Gesellschaft für Blasenschwäche (SGfB)

Leitliniensekretariat:

Stefanie Schmidt

UroEvidence
Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V.
Martin-Buber-Str. 10
14163 Berlin

Tel.: 030-887083312

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Koordination:

Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Bschleipfer

Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie
Klinikum Weiden

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Adressaten:

Folgende Berufsgruppen, die mit der Erkennung, Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Interstitieller Cystitis (IC/BPS) befasst sind, u.a. Psychosomatische Mediziner, Gynäkologen, Internisten, Physiotherapeuten, Schmerztherapeuten, und Urologen. Die Leitlinie dient zur Information für Hausärzte.

Versorgungssektor:

ambulant, stationär
Diagnostik, Therapie
primärärztliche, spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene, Zielgruppe sind Patientinnen und Patienten mit dem Krankheitsbild einer Interstitiellen Cystitis (IC/BPS). Die Interstitielle Cystitis (IC/BPS) ist eine nichtinfektiöse chronische Harnblasenerkrankung, die geprägt ist vom Symptomenkomplex des Blasenschmerzsyndroms (BPS) in unterschiedlicher Ausprägung und Kombination der Symptome und bei gleichzeitigem Ausschluss differenzialdiagnostischer Erkrankungen.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

 Die Struktur der Leitlinie sowie das methodische Vorgehen, beschrieben in Version 1.0 dieser Leitlinie, bleiben bestehen. Bei dieser Leitlinienaktualisierung wird UroEvidence die Gruppe organisatorisch unterstützten.

Identifikation, Aufbereitung und Bewertung der Literaturrecherchen bereits vorhandener internationaler Leitlinien. Es wird davon ausgegangen, dass die Literatur für diese Leitlinie weitestgehend durch die verwendeten Suchstrategien aus den internationalen Leitlinien abgedeckt ist. Dennoch findet eine systematische Literatursuche anschließend an die bereits für die vorgenannten Leitlinien stattgefundenen Literatursuche statt. Die Literatur wird systematisch zu den entsprechenden Kapiteln ergänzt.  

Der Bedarf der Aktualisierung der Kapitel wird in Kleingruppen geprüft; den Leitlinienautoren werden einzelne Kapitel zur Überarbeitung zugewiesen. Die überarbeiteten Kapitel werden in einem Gesamtdokument zusammengefasst und innerhalb der gesamten Gruppe zirkuliert. Dabei besteht für alle Autoren die Möglichkeit zur Diskussion bzw. Änderungen vorzuschlagen.  

Die Empfehlungen basieren auf der identifizierten Evidenz, der klinischen Expertise und den Patientenpräferenzen. Bei dieser konsensbasierten Leitlinien erfolgt die Verabschiedung und Feststellung der Stärke der Empfehlungen im Online-Konsensusverfahren. Die Angabe von Empfehlungsgraden (wie auch von Evidenzgraden) ist nicht vorgesehen, da keine systematische Aufbereitung der Evidenz zugrunde liegt. Die Stärke einer Empfehlung wird hier rein sprachlich ausgedrückt. Zusätzlich wird die Konsensstärke (Anteil der Zustimmung der Leitliniengruppe) für jede Empfehlung angegeben. Die Festlegung der Konsensusstärke richtet sich nach den Angaben im AWMF-Regelwerk.  

Das Online-Konsensusverfahren wird von UroEvidence begleitet. Die Abstimmungen erfolgen via Survey Monkey. Sollte in der ersten Abstimmungsrunde kein ausreichender Konsens gefunden werden, werden die Kommentare aus der Gruppe gesichtet und in den Empfehlungslaut eingearbeitet und es wird die nächste Abstimmungsrunde eröffnet, solange bis ein Konsens erreicht ist. 

Ergänzende Informationen:

Leitlinienreport der Leitlinienversion 1.0