Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 043 - 017OL
Klassifikation S3

Nierenzellkarzinom - Living Guideline (Konsultationsfassung unter: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-017OLKF.html)

Anmeldedatum:

01.09.2020

Geplante Fertigstellung:

31.12.2021

Gründe für die Themenwahl:

Der Aktualisierungsbedarf der S3 Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ begründet sich wie folgt:

  • Neue Medikamentenzulassungen, die in der aktualisierten Version Berücksichtigung finden müssen. Dabei geht es insbesondere um den immuntherapeutischen Ansatz und die Gruppe der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, die die Therapie des Nierenzellkarzinoms wesentlich verändern
  • Weiterer Aktualisierungsbedarf ergibt sich aus der Befragung der AG-Leiter zu Neuerungen, aus den Ergebnissen einer online-Umfrage zur Akzeptanz der Leitlinie sowie einer Auswertung der Kommentare aus der Konsultationsphase 2015
  • Die Leitlinie soll in das Konzept einer „Living Guideline“ überführt werden und somit fortlaufend aktualisiert werden. Sofern neue Publikationen oder Zulassungen eine Aktualisierung der Leitlinie aufgrund z. B. klinischer Relevanz erfordern, soll der entsprechende Part möglichst zeitnah aktualisiert werden. Der Update-Bedarf soll einmal jährlich ermittelt und durch eine Aktualisierung umgesetzt werden

Zielorientierung der Leitlinie:

In der Therapie des Nierenzellkarzinoms haben sich sowohl im operativen Bereich durch minimal-invasive und ablative Verfahren als auch durch innovative zielgerichtete Substanzen insbesondere auch in der systemischen Therapie neue Optionen eröffnet. Bisher gibt es im deutschsprachigen Raum lediglich Expertenempfehlungen, eine durch die Fachgesellschaften getragene Leitlinie ist jedoch nicht verfügbar. Ziel der S3-Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ ist die Empfehlung einer evidenzbasierten Diagnostik und Therapie in Abhängigkeit von Histologie und Tumorstadium, um einheitliche Standards zu entwickeln. Dies gilt insbesondere auch für die spezielle Tumornachsorge beim Nierenzellkarzinom.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, MSc

Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH
Berlin

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie e.V. (DGT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Nierenzellkarzinom (IAG-N)

Arbeitsgemeinschaft Bildgebung in der Onkologie (ABO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft erbliche Tumorerkrankungen (AET)

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie der DKG, AOP

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Thoraxchirurgie der DKG, AOT

Arbeitsgemeinschaft Tumorklassifikation in der Onkologie (ATO)

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege in der DKG (KOK)

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Berufsverband Deutscher Pathologen

Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU)

Berufsverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO)

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)

Das Lebenshaus

Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V.

Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.

Verein für von der Von-Hippel-Lindau-Erkrankung betroffenen Familien e.V.

Arbeitskreis Rehabilitation urologischer und nephrologischer Erkrankungen (AKR)

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Selbsthilfegruppe Die Uronauten

Leitliniensekretariat:

Frau Heidrun Rexer

MeckEvidence
Seestr. 11
17252 Schwarz

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Koordination:

Prof. Dr. Christian Doehn

(Antragsteller)
Urologikum Lübeck
Am Kaufhof 2
23566 Lübeck

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Prof. Dr. Susanne Krege

(Stellvertretende Projektleiterin)
Kliniken Essen-Mitte
Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie
Henricistraße 92
45136 Essen

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Adressaten:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie zum Nierenzellkarzinom richten sich an alle Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen, die mit der Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms befasst sind entsprechend der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen. Darunter fallen Niedergelassene und klinisch tätige Urologen und Onkologen, Ärzte in der hausärztlichen Versorgung, Pflegekräfte und therapeutische Berufe, Organisationen der Patientenberatung, Selbsthilfegruppen und Kostenträger. Sie dient zur Information für Ärzte in der hausärztlichen Versorgung, Pflegekräfte und Kostenträger.

Versorgungssektor:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ betreffen den ambulanten und stationären Bereich aber auch Institutionen und Personen außerhalb der medizinischen Versorgung.

Patientenzielgruppe:

 Die S3-Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ richtet sich an die betroffenen Patienten der Bundesrepublik Deutschland. 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Nach Aktualisierung der Schlüsselfragen (PICO-Fragen) mit der Leitliniengruppe werden diese in der Datenbank Medline über Pubmed, ggf. EMBASE und in der Cochrane-Datenbank nach den Methoden der EbM systematisch recherchiert. Die Evidenzrecherche und -bewertung sollen von UroEvidence der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. in enger Zusammenarbeit mit der Leitliniengruppe durchgeführt werden. Eine Leitlinienrecherche wird durchgeführt und die Ergebnisse methodisch mit DELBI (Domäne 3, Cutoff bei 0,5) bewertet. Für die organisatorische und redaktionelle Umsetzung der Leitlinie ist ein Leitlinienbüro bei MeckEvidence angesiedelt.

Die in den Arbeitsgruppen entwickelten Vorschläge für neue und aktualisierte Empfehlungen werden zunächst der Leitliniengruppe in einer Online-Umfrage zur Abstimmung getrennt vorgelegt. Anschließend werden in einer Konsensuskonferenz die Empfehlungen diskutiert und konsentiert. Nach der Finalisierung der Aktualisierung erfolgt eine öffentliche Konsultationsphase. Eingehende Kommentare aus der Konsultation werden der Leitliniengruppe vorgelegt, ggf. Änderungsvorschläge durch die Arbeitsgruppen vorgelegt und abschließend in einer Telefonkonferenz mit der gesamten Leitliniengruppe diskutiert und verabschiedet. 

Ergänzende Informationen:

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH ( http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Home.2.0.html )