Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 043 - 017OL
Klassifikation S3

Nierenzellkarzinom

Anmeldedatum:

16.04.2018

Geplante Fertigstellung:

31.12.2018

Gründe für die Themenwahl:

Der Aktualisierungsbedarf der S3 Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ begründet sich wie folgt:

  • Neue Medikamentenzulassungen, die in der aktualisierten Version Berücksichtigung finden müssen. Dabei geht es insbesondere um den immuntherapeutischen Ansatz und die Gruppe der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren, die die Therapie des Nierenzellkarzinoms wesentlich verändern
  • Weiterer Aktualisierungsbedarf ergibt sich aus der Befragung der AG-Leiter zu Neuerungen, aus den Ergebnissen einer online-Umfrage zur Akzeptanz der Leitlinie sowie einer Auswertung der Kommentare aus der Konsultationsphase 2015
  • Die Leitlinie soll in das Konzept einer „Living Guideline“ überführt werden und somit fortlaufend aktualisiert werden. Sofern neue Publikationen oder Zulassungen eine Aktualisierung der Leitlinie aufgrund z. B. klinischer Relevanz erfordern, soll der entsprechende Part möglichst zeitnah aktualisiert werden. Der Update-Bedarf soll einmal jährlich ermittelt und durch eine Aktualisierung umgesetzt werden

Zielorientierung der Leitlinie:

In der Therapie des Nierenzellkarzinoms haben sich sowohl im operativen Bereich durch minimal-invasive und ablative Verfahren als auch durch innovative zielgerichtete Substanzen insbesondere auch in der systemischen Therapie neue Optionen eröffnet. Ziel der kontinuierlichen Aktualisierung der S3-Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ ist die Empfehlung einer evidenzbasierten Diagnostik und Therapie in Abhängigkeit von Histologie und Tumorstadium, um einheitliche Standards zu gewährleisten und weiterzuentwickeln. Dies gilt insbesondere auch für die spezielle Tumornachsorge beim Nierenzellkarzinom.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, MSc

im Auftrag des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH, Berlin

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Nierentumoren (IAG-N)

Arbeitsgemeinschaft Bildgebung in der Onkologie (ABO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft erbliche Tumorerkrankungen (AET)

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pathologie der DKG, AOP

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Thoraxchirurgie der DKG, AOT

Arbeitsgemeinschaft Tumorklassifikation in der Onkologie (ATO)

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege in der DKG (KOK)

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Berufsverband Deutscher Pathologen

Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU)

Berufsverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO)

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)

Das Lebenshaus

Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V.

Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.

Verein für von der Von-Hippel-Lindau-Erkrankung betroffenen Familien e.V.

Arbeitskreis Rehabilitation urologischer und nephrologischer Erkrankungen (AKR)

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Leitliniensekretariat:

Frau Heidrun Rexer

MeckEvidence
Seestr. 11
17252 Schwarz

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Koordination:

Prof. Dr. Christian Doehn, (Antragsteller)

Urologikum Lübeck
Am Kaufhof 2
23566 Lübeck

 

Prof. Dr. Susanne Krege (Stellvertretende Projektleiterin)

Kliniken Essen-Mitte
Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie
Henricistraße 92
45136 Essen

Adressaten:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie zum Nierenzellkarzinom richten sich an alle Ärzte und Angehörige von Berufsgruppen, die mit der Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms befasst sind. Darunter fallen Niedergelassene und klinisch tätige Urologen und Onkologen, Ärzte in der hausärztlichen Versorgung, Pflegekräfte und therapeutische Berufe, Organisationen der Patientenberatung, Selbsthilfegruppen und Kostenträger.

Versorgungssektor:

Die Empfehlungen der S3-Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ betreffen den ambulanten und stationären Bereich aber auch Institutionen und Personen außerhalb der medizinischen Versorgung.

Patientenzielgruppe:

Die S3-Leitlinie „Nierenzellkarzinom“ richtet sich an die betroffenen Patienten der Bundesrepublik Deutschland. 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Nach Aktualisierung der Schlüsselfragen (PICO-Fragen) mit der Leitliniengruppe werden diese in der Datenbank Medline über Pubmed, ggf. EMBASE und in der Cochrane-Datenbank nach den Methoden der EbM systematisch recherchiert. Die Evidenzrecherche und -bewertung sollen von UroEvidence der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. in enger Zusammenarbeit mit der Leitliniengruppe durchgeführt werden. Eine Leitlinienrecherche wird durchgeführt und die Ergebnisse methodisch mit DELBI (Domäne 3, Cutoff bei 0,5) bewertet. Für die organisatorische und redaktionelle Umsetzung der Leitlinie ist ein Leitlinienbüro bei MeckEvidence angesiedelt. Die in den Arbeitsgruppen entwickelten Vorschläge für neue und aktualisierte Empfehlungen werden zunächst der Leitliniengruppe in einer Online-Umfrage zur Abstimmung getrennt vorgelegt. Anschließend werden in einer strukturierten Konsensuskonferenz mit unabhängiger Moderation die Empfehlungen diskutiert und konsentiert. Nach der Finalisierung der Aktualisierung erfolgt eine öffentliche Konsultationsphase. Eingehende Kommentare aus der Konsultation werden der Leitliniengruppe vorgelegt, ggf. Änderungsvorschläge durch die Arbeitsgruppen vorgelegt und abschließend in einer Telefonkonferenz mit der gesamten Leitliniengruppe diskutiert und verabschiedet. 

Ergänzende Informationen:

Leitlinien-Manuskriprt zur Begutachtung eingereicht, Review noch nicht abgeschlossen;

Als „Living Guideline“ ist über einen Zeitraum von drei Jahren eine jährliche Aktualisierung vorgesehen.

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH ( http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Home.2.0.html )