Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 038 - 028
Klassifikation S3

Umgang mit Suizidalität

Anmeldedatum:

11.01.2021

Geplante Fertigstellung:

31.12.2023

Gründe für die Themenwahl:

Suizidales Verhalten ist ein enormes gesellschaftliches Problem, das im Laufe der Geschichte immer wieder unterschiedlich bewertet wurde. Im Rahmen der ambulanten sowie klinischen Versorgung ist die Suizidalität von Patient*innen eine der größten Belastungen für die Mitarbeitenden.

Es ist Ziel dieser Leitlinie, basierend auf der wissenschaftlichen Evidenz und einem interdisziplinären Konsens zur klinischen Prävention suizidalem Verhalten und der klinischen Behandlung suizidgefährdeter Personen, Standards für die Früherkennung, Klassifikation, Diagnostik, Therapie und Nachsorge zu schaffen.

So soll die Vielzahl an unterschiedlichen Standards und Verfahrensanweisungen zum Umgang mit Suizidalität und nach einem Suizid im Psychiatrischen Kontext mithilfe wissenschaftlicher Evidenz sowie einer Konsensusgruppe aus Suizidologe*innen, Psychiater*innen, Mitarbeitenden der Pflege, Psychotherapeut*innen und Mitarbeitenden der multiprofessionellen psychiatrisch und psychotherapeutischen Versorgung sowie Hinterbliebenen und Betroffenen vereinheitlicht werden. Denn erst durch gezielte Suizidpräventionsstrategien für den ambulanten sowie klinischen Versorgungsbereich können Mortalität und Morbidität durch suizidales Verhalten weiter reduziert werden und der Umgang mit unterschiedlichen Patientengruppen erfordert verschiedene Strategien und Interventionen.

Darüber hinaus sollen Expert*innen der somatischen Medizin, insbesondere der Notfallmedizin, Allgemeinmedizin, Geriatrie, Chirurgie, inneren Medizin sowie Palliativmedizin, der ambulanten therapeutischen Versorgung wie auch aus Fachbereichen die niedrigschwellig arbeiten (z. B. Beratungsstellen) beratend hinzugezogen werden und besonders der Umgang mit den Schnittstellen zur psychiatrischen oder psychotherapeutischen Behandlung fokussiert werden.

Auch soll sich mit der Frage auseinandergesetzt werden, wie die ambulante und stationäre Versorgung mit dem Thema des Assistierten Suizids (kurz: AS) umgehen sollte.

Es sollen daher evidenzbasierter Maßnahmen der Versorgung suizidaler Menschen anhand der nationalen und internationalen Literatur abgeleitet und in der Konsensusgruppen diskutiert werden.

Anhand des Expertenwissens sollen zusätzlich Lücken der Evidenzforschung mit neuen Forschungsfragen und praktischen Anwendungsempfehlungen und bewährten Maßnahmen ergänzt werden. Sodass aus diesen Ergebnissen schlussendlich die Empfehlungen für den Umgang mit Suizidalität in verschiedenen ambulanten und klinischen Kontexten inhaltlich erfasst und dargestellt werden.

Zielorientierung der Leitlinie:

Einordnung der Evidenz suizidpräventiver Maßnahmen im ambulanten und stationären Setting und verbesserte Versorgung von suizidalen Menschen

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Barbara Schneider, Köln und Prof. Dr. Andreas Reif, Frankfurt am Main

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DÄVT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Biologische Psychiatrie e. V. (DGBP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie e.V. (DGPM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin e.V. (DGRM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

AGUS-Selbsthilfe e.V.

Aktion Psychisch Kranke (APK)

Arbeitskreis der Chefärztinnen und Chefärzte von Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern in Deutschland, ACKPA

Berufsverband deutscher Psychiater (BVDP)

Bundesdirektorenkonferenz Psychiatrischer Krankenhäuser BDK

Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V., BFLK

Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (BApK)/Familien-Selbsthilfe Psychiatrie

Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE e.V.)

Bundesverband Verwaiste Eltern in Deutschland e.V. (VEID)

Deutsche Fachgesellschaft für Psychiatrische Pflege (DFPP)

Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)

Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V., DGPs

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e.V.

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)

Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH)

Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV)

Freunde fürs Leben e.V.

Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)

Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Bundesarbeitsgemeinschaft der Ärzte und Psychologen in der Straffälligenhilfe (BAGÄP)

Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp)

Deutsche Akademie für Suizidprävention (DASP)

Deutsche DepressionsLiga e.V.

Leitliniensekretariat:

Julia Sander

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
Reinhardtstraße 27b
10117 Berlin

Tel.: 030 / 2404 772-20

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Koordination:

Prof. Dr. Barbara Schneider, M. Sc., MHBA

LVR-Klinik Köln
Wilhelm-Griesinger-Straße 23
51109 Köln

Tel.: 0221-8993486

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Prof. Dr. med. Andreas Reif

Universitätsklinikum Frankfurt
Heinrich-Hoffmann-Str. 10
60528 Frankfurt am Main

Tel.: 069 / 6301 5222

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Adressaten:

Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen Psycholog*innen, Ärzt*innen weiterer Fachrichtungen wie Allgemein- und Familienmedizin, Neurologie und Palliativmedizin, Apotheker*innen, psychiatrische Pfleger*innen in der ambulanten und stationären Behandlung

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär

Prävention, Früherkennung

Diagnostik, Therapie, Rehabilitation  

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

 Definition klinisch relevanter Fragestellungen (nach der PICO-Methode), Systematische Recherche in definierten Datenbanken, Zusammenfassung/Synthese der Review- und Studien-Ergebnisse und Bewertung der Relevanz, Durchführung der Formalisierten Gruppenprozesse/ Delphi-Prozesse mit neutraler Moderation durch AWMF-Leitlinienberater*in 

Ergänzende Informationen:

Beteiligung angefragt bei:

  • Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatir, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
  • Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP)
  • Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)
  • Bundesapothekerkammer, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Apothekerkammern (ABDA)
  • Bundesärztekammer (BÄK) 
  • Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
  • Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG)
  • Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)
  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) 
  • Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)

Weitere Informationen ggf. auf Webseite des Innovationsfonds (G-BA)