Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 038 - 027
Klassifikation S3

Psychosen mit komorbider substanzbezogener Störung

Anmeldedatum:

11.01.2021

Geplante Fertigstellung:

30.06.2024

Gründe für die Themenwahl:

Die besondere Relevanz der Leitlinie ergibt sich aus a), der großen Anzahl der Betroffenen, b), der häufig komplexen und umfangreichen Versorgungsbedarfe der Betroffenen, und c), der Verfügbarkeit einschlägiger internationaler Leitlinien, die jedoch aktualisiert und für den Gebrauch im deutschen Versorgungssystem adaptiert werden müssten. Die Lebenszeitprävalenz substanzbezogener Störungen liegt bei Menschen mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis bei ca. 50% (Regier et al. 1990, Drake & Mueser 2000, Gouzoulis-Mayfrank 2007, 2019, Toftdahl et al 2016) und bei Menschen mit Bipolaren Störungen sogar deutlich über 50% (Regier et al 1990, Merikangas et al 2007, Bauer et al. 2020), während die aktuelle Prävalenz bzw. die Prävalenz für die letzten sechs Monate ca. 25% bis 30% beträgt (Schnell et al 2010, Carra et al. 2012, Stralin u. Hetta 2020).Patient*innen mit Doppeldiagnosen weisen häufig eine eingeschränkte Therapieadhärenz auf, haben häufig ungünstigere Krankheitsverläufe, häufiger Rezidive und häufiger stationäre Behandlungen als Patient*innen mit Psychosen ohne komorbide Suchterkrankungen (Gouzoulis-Mayfrank 2007, Schoeler et al 2016). Vorhandene deutsche Leitlinien greifen zwar die Komorbidität zwischen Psychosen und substanzbezogenen Störungen in Teilkapiteln auf, behandeln den besonderen Versorgungsbedarf der Patientenzielgruppe jedoch nur in Ansätzen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychotischen und komorbiden substanzbezogenen Störungen

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank

LVR-Institut für Versorgungsforschung am LVR-Institut für Forschung und Bildung
Köln

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Biologische Psychiatrie e. V. (DGBP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS)

Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP)

Arbeitskreis der Chefärztinnen und Chefärzte von Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an Allgemeinkrankenhäusern in Deutschland, ACKPA

Berufsverband deutscher Psychiater (BVDP)

Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien

Bundesdirektorenkonferenz Psychiatrischer Krankenhäuser BDK

Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V., BFLK

Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE e.V.)

Dachverband Deutschsprachiger PsychosenPsychotherapie e.V. (DDPP)

Deutsche Gesellschaft für Psychoedukation e.V.

Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V., DGPs

Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V. (DGS)

Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie

Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)

Leitliniensekretariat:

Julia Sander

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
Reinhardtstraße 27b
10117 Berlin

Tel.: 030 / 2404 772-20

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank

LVR-Institut für Versorgungsforschung am LVR-Institut für Forschung und Bildung
Wilhelm-Griesinger-Str. 23
51109 Köln

Tel.: 0221 8993629

e-Mail senden

Adressaten:

Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen Psycholog*innen, Ärzt*innen weiterer Fachrichtungen (Allgemein- und Familienmedizin, Nervenheilkunde), psychiatrische Pfleger*innen, Musik- und Kunsttherapeut*innen, Mitarbeiter*innen in der sozialen Arbeit

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär

Prävention, Früherkennung

Diagnostik, Therapie, Rehabilitation  

primärärztliche Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Leitlinienadaptationen, systematische Recherchen, Evidenzbewertung nach GRADE Methodik, Konsensuskonferenzen mit Nominalem Gruppenprozess, ergänzend Delphi-Verfahren mit neutraler Moderation durch AWMF-Leitlinienberater*in

Ergänzende Informationen:

Beteiligung angefragt bei:

  • Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT)
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) 
  • Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED)       
  • Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) 
  • Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) 
  • Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)
  • Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)
  • Bundesärztekammer (BÄK) 
  • Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
  • Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter (BVEK)
  • Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (BVVP) 
  • Bundesverband für Stationäre Suchtkrankenhilfe (BUSS) 
  • Deutsche Fachgesellschaft für Psychiatrische Pflege (DFPP) 
  • Deutsche Fachgesellschaft Psychose und Sucht (DFPS) 
  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) 
  • Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG) 
  • Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung e.V. (DPtV)
  • Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH)
  • Gesamtverband für Suchthilfe e.V. (Diakonisches Werk) (GVS)

Weitere Informationen ggf. auf Webseite des Innovationsfonds (G-BA)