Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 038 - 017
Klassifikation S3

Zwangsstörungen

Anmeldedatum:

15.05.2018

Geplante Fertigstellung:

31.12.2019

Gründe für die Themenwahl:

Sowohl hinsichtlich Pharmakotherapie als auch hinsichtlich Psychotherapie gibt es relevante neue Erkenntnisse, die von hoher praktischer Relevanz sind. Zur Augmentationsbehandlung mittels Antipsychotika gibt es neue metaanalytische Evidenz, mit der Folge, dass ursprünglich empfohlene Substanzen nicht mehr empfohlen werden können und eine neue Substanz primär zu empfehlen ist. Des Weiteren ist die Empfehlung, auf die Wirkung von SSRIs als Basismedikation länger (10-12 Wochen) zu warten, aufgrund neuer metaanalytischer Daten nicht mehr aufrecht zu erhalten, was erhebliche praktische Auswirkungen in allen Behandlungssettings hat. Die Evidenz bezüglich der Wirksamkeit von Stimulationsverfahren (TMS, tDCS, DBS) ist relevant erweitert worden. Im Bereich Psychotherapie besteht weiterer Verbesserungsbedarf in der Versorgung. Ein Aktualisierungsbedarf besteht auch aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse zu „Dritte Welle Verfahren“ der Verhaltenstherapie (z.B. Metakognitive Therapie).

Die Leitlinie soll vollständig überarbeitet werden. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Versorgungsverbesserung im Bereich Pharmakotherapie und Psychotherapie sowohl im stationären als auch ambulanten Bereich

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. F. Hohagen

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Ärztliche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DÄVT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Klinische Psychotherapie und Psychosomatische Rehabilitation e.V. (DGPPR)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Verhaltensmedizin und Verhaltensmodifikation (DGVM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP)

Bundesverband der Angehörigen psychische Kranker (BApK)

Bundesdirektorenkonferenz Verband leitender Ärztinnen und Ärzte der Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie e. V. (BDK)

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)

Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)

Berufsverband deutscher Psychiater (BVDP)

Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V. (bvvp)

Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V., DGPs, Fachgruppe Klinische Psychologie

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (DGVT)

Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.

Deutsche Gesellschaft für Zwangserkrankungen (DGZ)

Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPTV)

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV)

Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP)

Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung e.V. (GwG)

Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD), Fachgruppe Psychiatrie

Leitliniensekretariat:

Antonie Rubart, M.Sc.

Zentrum für Integrative Psychiatrie ZIP gGmbH
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck

Tel.: 0451/500-98846

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. med. F. Hohagen

Adressaten:

Adressaten dieser Leitlinie sind folgende Berufsgruppen im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich:

  • Hausärzte
  • Fachärzte für Allgemeinmedizin
  • Fachärzte für Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin
  • Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten   
  • Ergotherapeuten

sowie andere dort therapeutisch tätige Mitarbeiter. Neben den genannten Berufsgruppen sind Patienten und Angehörige sowie deren Selbsthilfeorganisationen weitere Adressaten der Leitlinie.

Versorgungssektor:

Ambulant, teilstationär und stationär

Diagnostik, Therapie und Rehabilitation

Primärärztliche und spezialisierte Versorgung

Patientenzielgruppe:

Erwachsene Patienten mit Zwangsstörungen

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

  • Systematische Aktualisierungsrecherche und kritische Bewertung der Literatur (ab Rechercheschluss der jetzigen Leitlinienversion)
  • Strukturierte Konsensuskonferenz mit Einbindung einer neutralen fachunabhängigen Moderatorin

Ergänzende Informationen:

Verbindung aufgrund ähnlicher psychotherapeutischer Verfahren: S3 LL Angststörungen, AWMF-Reg.-Nr.: 051-028 Punktuelle Überschneidungen könnten sich mit der Leitlinie Schizophrenie (AWMF-Reg.-Nr. 038-009, zur Überarbeitung neu angemeldet als nvl-010) ergeben (Zwangssymptomatik bei Primärdiagnose Schizophrenie infolge neuroleptischer Medikation). Eine enge inhaltliche Abstimmung ist mit der geplanten Leitlinie zur Zwangsstörung bei Kindern und Jugendlichen vorgesehen (Anmeldung in Vorbereitung).

Angefragt wurde weiterhin die Beteiligung von:

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)

Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)

Deutsches Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM)

Aktion Psychisch Kranke (APK)

Deutsche Fachgesellschaft für Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (DFT)

Deutscher Fachverband Verhaltenstherapie (DVT)