Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 033 - 056
Klassifikation S2e

subacromiales Impingement

Anmeldedatum:

03.02.2019

Geplante Fertigstellung:

30.07.2022

Gründe für die Themenwahl:

Die Therapie des Impingementsyndroms des Schultergelenks gibt in den letzten Jahren immer wieder Anlass zu Diskussion innerhalb der orthopädischen Fachgesellschaften. Die Studienlage zu diesem Thema ist kontrovers und zu großen Teilen nicht ausreichend evidenzbasiert. Problematisch ist darüber hinaus die Vermischung der Pathologien des subakromialen Impingementsyndroms mit Pathologien der Rotatorenmanschette bzw. einem subakromialen Schmerzsyndrom, welche in einigen Studien gemeinsam betrachtet werden. In diversen RCTs sowie Review Artikeln wurden die chirurgische Indikation und Intervention beim subakromialen Impingementsyndrom mehrfach in Frage gestellt. Aus diesem Grund ist es bedeutsam, den Stellenwert der Therapieoptionen zu erörtern und eine Leitstruktur für das ärztliche Handeln zu etablieren. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Das Impinementsyndrom gilt als "Volkskrankheit" und ist eine weit verbreitete Diagnose in allen Versorgungssystemen. Allein die Begriffsbestimmung des Krankheitsbildes sorgt für kontinuierliche Debatten; so gibt es überlappende Bezeichnungen der Pathologie als subakromiales Impingementsyndrom (SIS) oder subakromiales Schmerzsyndrom (subacromial pain syndrom SAPS) in Abgrenzung zum mechanischen Outlet Impingement (MOI). Aufgrund dieser Mischung von Pathologien und Terminologien ist es von großem Interessen, die spezifischen Therapieerfolge von operativer und konservativer Therapie der einzelnen Pathologien strukturiert zu differenzieren und entsprechende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:
Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. med. Sophia Hünnebeck

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie e.V. (DVSE)

Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA)

Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS)

Berufsverband für Arthroskopie e.V. (BVASK)

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Deutsche Rheuma-Liga

Leitliniensekretariat:

Dr. med. Sophia Hünnebeck

Abteilung für obere Extremität, Hand- und Mikrochirurgie
Immanuel Krankenhaus Berlin
Königstraße 63
14109 Berlin

Tel.: 030-80505920

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Adressaten:

Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie 

Versorgungssektor:

ambulant und stationär
Diagnostik und Therapie

Patientenzielgruppe:

Die Empfehlungen richten sich an die Zielgruppe erwachsener Frauen und Männer mit subakromialem Impingement des Schultergelenks.

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

 Systematische Literaturrecherche und Suche nach Leitlinien unter Verwendung von zuvor definierten Schlüsselfragen Verwendung existierender Leitlinien Auflistung der Suchbegriffe und Quellen der Literaturrecherche Definition von Ein- und Ausschlusskriterien Bewertung der Evidenz der einzelnen Studien nach der "best available evidence" nach den Empfehlungen des Oxford Centre of evidence based medicine (CEBM) Erstellung von Evidenztabellen Formulierung der Empfehlung unter Berücksichtigung der Evidenzstärke (nach GRADE (Grading of Recommendations, Assessment, Development and Evaluation) und CEBM) und des Empfehlungsgrades (analog den Vorgaben für nationale Versorgungsleitlinien), ggf. Expertenempfehlung nach Abstimmung Konsensutreffen zur Konsensusfindung, Anwendung des Delphi-Verfahrens

Ergänzende Informationen:

Berufsgenossenschaften werden beteiligt