Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 032 - 058OL
Klassifikation S3

Bewegungstherapie bei onkologischen Erkrankungen

Anmeldedatum:

07.12.2021

Geplante Fertigstellung:

31.12.2024

Gründe für die Themenwahl:

Hochgradig positive Evidenzlage und hoher Bedarf seitens der Patienten. Medizinisches Personal im onkologischen Setting wird sehr häufig nach entsprechender Beratung gefragt oder auch nach entsprechenden Hinweisen für die Versorgung. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Das Ziel der geplanten Querschnittsleitlinie ist die wissenschaftlich begründete Definition von Standards bei den wichtigsten Themen der Onkologischen Bewegungstherapie. Mit Hilfe der geplanten Leitlinie soll die wissenschaftliche Evidenz von Sport- und Bewegungstherapie bei onkologischen Patienten aus u.a. 800 RCTs systematische zusammengefasst und aufbereitet werden, und medizinischem Fachpersonal und Patienten zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise soll eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung onkologischer Patienten unter medizinischer Therapie, Rehabilitation und Nachsorge implementiert und damit verbessert werden.

Verbindung zu vorhandenen Leitlinien anderer Fachgesellschaften:

HPV-Infektion / präinvasive Läsionen des weiblichen Genitale: Prävention, Diagnostik und Therapie

Kolorektales Karzinom

Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms

S3-Leitlinie Prostatakarzinom

Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Hodgkin Lymphoms bei erwachsenen Patienten

Magenkarzinom - Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs

S3-Leitlinie Hepatozelluläres Karzinom und biliäre Karzinome

Analkarzinom (Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Analkanal- und Analrandkarzinomen)

Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren

Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Larynxkarzinoms

Exokrines Pankreaskarzinom

Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen - interdisziplinäre Querschnittsleitlinie

S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms

Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms

Diagnostik und Therapie von Speicheldrüsentumoren des Kopfes

Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientinnen mit Endometriumkarzinom

Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen

Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms

Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL)

Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit einem follikulären Lymphom

Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut

Adulte Weichgewebesarkome

Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Keimzelltumoren des Hodens

Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Peniskarzinoms

Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patienten mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) oder Multiplem Myelom

Schilddrüsenkarzinom

Perioperatives Management bei gastrointestinalen Tumoren (POMGAT)

Diagnostik, Therapie und Nachsorge für erwachsene Patienten mit einem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH MSc

im Auftrag des Leitlinienprogramms Onkologie

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)Visitenkarte

Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Physikalische und Rehabilitative Medizin e.V. (DGPRM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie e.V. (DGNC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie e.V. (DGT)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V. (DGSMP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (DGRW)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.Visitenkarte

Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (DNEbM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. (DGSP) Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie (AGSMO) in der DKG (mit-federführend)

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Arbeitsgemeinschaft Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Onkologie der DKG, AHMO

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO

Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Onkologie der DKG, CAO

Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie-Viszeralchirurgie der DKG, CAO-V

Neuro-Onkologische Arbeitsgemeinschaft der DKG, NOA

Arbeitsgemeinschaft Onkologische Pharmazie (OPH) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der DKG und DDG (ADO)

Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie der DKG, AGO

Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) der DKG

Pneumologisch-Onkologische Arbeitsgemeinschaft der DKG, POA

Deutsche Gesellschaft für Osteologie e.V. (DGO)

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie e.V., dapo

Deutsche Osteoonkologische Gesellschaft (DOG)

Deutsche Fatigue Gesellschaft (DFaG)

Deutsche Gesellschaft für Lymphologie (DGL)

Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten

Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG)

Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS)

Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)

Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH)

Deutscher Behindertensportverband – National Paralympic Committee Germany

Deutscher Verband der Ergotherapeuten (DVE) e.V.

Bundesverband Selbstständiger Physiotherapeuten - IFK e.V.

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Haus der Krebs-Selbsthilfe

Berufsverband Niedergelassener Hämatologen und Onkologen (BNHO)

Nationale Expertengruppe zu körperlicher Aktivität und Bewegungstherapie in der Onkologie (NEBKO)

Fachverband Stoma und Inkontinenz e.V

AG Geriatrische Onkologie der AIO, der DGHO und der DGG

Leitliniensekretariat:

Dr. Jana Müller

Tel.: 06221-56 35149

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Koordination:

PD Dr. Joachim Wiskemann

Tel.: 06221-595904

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Prof. Dr. Freerk Baumann

Tel.: 0221-478-97185

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Adressaten:

Die Leitlinie „Bewegungstherapie in der Onkologie“ richtet sich an onkologisch tätige Ärzte sowie weitere Personen im Gesundheitswesen, die mit der Versorgung von onkologischen Patienten betraut sind: Dazu zählen u.a. Internistische Onkologen und Hämatologen, Gynäkologen, Urologen, Reha-Mediziner, Radioonkologen, Chirurgen, Gynäkologen, Urologen, Palliativmedizinern, Gastroenterologen, Pneumologen, Dermatologen, HNO-Ärzte, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Internisten, Orthopäden, Allgemeinmediziner,  und Neurologen und dient darüberhinausgehend der Information von Kardiologen, Zahnärzten und weiteren ärztlichen Fachgruppen.  

Zudem richtet sich die Leitlinie an Berufsgruppen aus dem sportmedizinischen wie auch bewegungstherapeutischen Bereich, wie Sportmediziner, Sportwissenschaftler, Physiotherapeuten und Sporttherapeuten, die die Anwender sind.  

Darüber hinaus richtet sich die Leitlinie an die eigentlich Betroffenen, Patienten und deren Angehörige auch im Sinne der Partizipation und Förderung der Alltagsautonomie durch Information und Beratung.  

Weitere Adressaten sind:

  • Medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften und Berufsverbände
  • Qualitätssicherungseinrichtungen und Projekte auf Bundes-und Länderebene (Aqua, KoQK, ADT, GEKID, „Gesundheitsziele.de“)
  • Gesundheitspolitische Einrichtungen und Entscheidungsträger auf Bundes-und Länderebene
  • Kostenträger

Versorgungssektor:

ambulant, stationär, teilstationär  

Prävention

Therapie, Rehabilitation

primärärztliche Versorgung, spezialärztliche Versorgung  

Patientenzielgruppe:

Erwachsene, Kinder/Jugendliche

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Die Leitlinienentwicklung erfolgt nach dem AWMF Regelwerk und gemäß den Spezifika des Leitlinienprogramms Onkologie. Die Recherche wird differenziert nach den unterschiedlichen Themen- bzw. Nebenwirkungskomplexen durchgeführt. Hierbei erfolgt zunächst eine Berücksichtigung hochwertiger internationaler Leitlinien (sofern vorhanden) zu den Themen der Bewegungstherapie bei Onkologischen Patienten über eine Recherche via z.B. Pubmed/Medline, Cochrane Libary, SportDiscus, the Physical Therapy Evidence Database (PEDro) and CINAHL sowie andere geeigneten Plattformen. Hierbei wird insbesondere nach internationalen Leitlinien, die in englischer Sprache verfügbar sind recherchiert. Entscheidend für die Verwendbarkeit ist eine nachvollziehbare Aufarbeitung der Evidenz und adäquate Methodik. Die Bewertung erfolgt durch das AGREE 2 Tool der Domänen 3 (Rigour of Development) und 6 (Editorial Independence) von zwei unabhängigen Mitarbeitern. Unter Mitwirkung aller beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen werden im Kick-off-meeting die Schlüsselfragen der einzelnen Themen diskutiert und konsentiert sowie über die genaue Recherchestrategie entschieden. Im weiteren Verlauf werden die zusammengestellte Literatur sowie eine Vorformulierung eines Textes den jeweiligen Arbeitsgruppen zur Bearbeitung ihres jeweiligen Themenkomplexe zur Verfügung gestellt. Die Empfehlungen werden dann von der jeweiligen Arbeitsgruppe auf Basis der vorliegenden (systematischen) Literaturrecherche und der Leitliniensynopse formuliert. Um die Durchführbarkeit und Erstellbarkeit der S3 Leitlinie Bewegungstherapie in der Onkologie zu gewährleisten, erfolgte im Vorfeld in Diskussion der beantragenden Fachgesellschaften und deren Gremien eine Auswahl und Begrenzung auf 21 als besonders relevant empfundene Schwerpunktthemen aus der Bewegungstherapie für Onkologische Patienten. Diese sind: Lebensqualität, Fatigue, körperliche Funktionsfähigkeit, Mentale/Psychische Belastung, Sekundäre Lymphödeme, Ossäre Komplikationen und Knochengesundheit, Kognitive Funktion, Harninkontinenz, Sexualfunktion, Gelenk-/Schmerzen, Übelkeit, Diarrhoe und Obstipation, Therapietoleranz, Polneuropathische Beschwerden, Selbstwirksamkeit und Selbstbild, Rezidivrate-und Überleben, Adhärenz zur Bewegungstherapie, Kontraindikationen, Notwendige Qualifikation zur Durchführung von Bewegungstherapie in der Onkologie, Implementierung der Bewegungstherapie in die onkologische Routineversorgung. Im Rahmen einer Vorrecherche erfolgte die orientierende Suche nach relevanten nationalen und internationalen Leitlinien und deren Bewertung nach AGREE 2 wie oben formuliert. Des Weiteren wurden für einzelne Themen nach derzeit vorhandenen Cochrane Reviews, systematischen Reviews und Metaanalysen über Cochrane Library und pubmed gesucht sowie nationale und internationale Experten konsultiert. Den im Vorfeld definierten, vorläufigen Schlüsselfragen wurde nach Vorliegen der Ergebnisse der eigenen Recherche eine- ebenfalls vorläufige- Priorisierung zugeordnet und eine mögliche Form der Evidenzaufarbeitung und Empfehlungsfindung entwickelt. Die endgültige Festlegung, inwieweit die entsprechenden Fragestellungen primär extern recherchiert werden sollen, eine Leitlinienadaptation vorgenommen werden kann, die Recherche primär als „eigene“ Recherche durch die Koordinatoren in Heidelberg und Köln durchgeführt werden wird oder aber ein Expertenkonsens anzustreben ist, wird, wie die endgültige Formulierung der Schlüsselfragen selbst, im Kick-off- Meeting diskutiert und abgestimmt.  

Konensfindung Im Rahmen einer formalen Konsensuskonferenz werden die Entwürfe der Empfehlungen diskutiert, klinisch bewertet (considered judgement) und abgestimmt. Methoden der formalen Konsensusfindung:

  • Formale Konsensuskonferenz, nominaler Gruppenprozess und ggf. DELPHI Methode.
  • Moderation der Prozesse durch AWMF zertifizierte Leitlinienberater*innen

Ergänzende Informationen:

Förderung durch die Deutsche Krebshilfe im Rahmen des gemeinsamen Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe)