Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 032 - 053OL
Klassifikation S3

Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms und billärer Karzinome

Anmeldedatum:

01.06.2018

Geplante Fertigstellung:

29.02.2020

Gründe für die Themenwahl:

Der Aktualisierungsbedarf der S3 Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Hepatozellulären Karzinoms und biliärer Karzinome“ begründet sich wie folgt:

- Die Gültigkeit der bestehenden Leitlinie des hepatozellulären Karzinoms ist im Mai 2018 abgelaufen.

- Neue Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie, wie beispielsweise die Klassifizierung von Tumoren, neue medikamentöse Therapieoptionen oder der Stellenwert lokoregionärer Therapieverfahren (SIRT/TACE), sollen Eingang in die aktualisierte Leitlinie finden.

- Die Leitlinie „Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms und biliärer Karzinome“ soll neben einer Aktualisierung der Leitlinie zum hepatozellulären Karzinom auch erstmals eine Erweiterung um die Diagnostik und Therapie biliärer Karzinome enthalten, für die bisher keine deutsche Leitlinie existiert

- Dabei sollen die intra- und extrahepatischen cholangiozellulären Karzinome, das Gallenblasenkarzinom und das Papillenkarzinom Eingang finden. Aufgrund der engen anatomischen Beziehung zwischen hepatozellulärem Karzinom und biliären Tumoren besteht eine erhebliche Überlappung der Expertengruppen für beide Tumorentitäten, so dass eine Bearbeitung innerhalb einer Leitliniengruppe vorgeschlagen wird.

Um dem insgesamt großen Forschungsgebiet mit vielen neuen Ansätzen und Ergebnissen gerecht zu werden, ist eine jährliche erneute Recherche und Update der Leitlinie geplant.

Zielorientierung der Leitlinie:

Fachgruppen aller Disziplinen, die Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, Verdacht auf oder bereits diagnostizierte hepatobiliäre Tumore ambulant und/oder stationär behandeln, sollen durch die Leitlinie unterstützt werden. Die Leitlinie soll dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung dieser Patientengruppen sicherzustellen. Es ist weiterhin die Aufgabe der Leitlinie betroffenen Patienten angemessene, wissenschaftlich begründete und aktuelle Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Dies gilt sowohl für lokal begrenzte oder lokal fortgeschrittene Erkrankungen als auch bei Vorliegen eines Rezidivs oder von Fernmetastasen. Die Leitlinie soll neben dem Beitrag für eine angemessene Gesundheitsversorgung auch die Basis für eine individuell zugeschnittene, qualitativ hochwertige und kosteneffiziente Therapie bieten. Mittel- und langfristig sollen so die Morbidität und Mortalität von Patienten mit hepatobiliären Tumoren gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann, MPH, MSc

für das OL-Programm von DKG, DKH und AWMF,
Office des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH
Berlin

e-Mail senden

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V.Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e. V. (DGKL)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE)

Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR)

Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK)

Deutsche Leberhilfe

Deutsche Leberstiftung

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Onkologie (APO)

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, onkologischen Schwerpunkten und onkologischen Arbeitskreise (ATO)

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen Deuschlands e. V. (bng)

Chirurgische Arbeitsgemeinschaft Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Berufsverband Deutscher Pathologen

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

Selbsthilfe Lebertransplantierte Deutschland e.V.

Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Nisar P. Malek

Medizinische Universitätsklinik, Innere Medizin I
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Otfried-Müller-Str. 10
72076 Tübingen

Tel.: 07071-298 2722

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. med. Nisar P. Malek

Adressaten:

insbesondere Fachärzte), die Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, Verdacht auf sowie diagnostizierten hepatobiliären Tumoren ambulant und/oder stationär behandeln. Hierzu gehören unter anderem Allgemeinmediziner, Internisten, Gastroenterologen und Hepatologen, Onkologen, Radiologen, Chirurgen, Palliativmediziner, Pathologen, Nuklearmediziner und Strahlentherapeuten, Psychoonkologen sowie onkologisch tätige Pflegekräfte und Physiotherapeuten

Versorgungssektor:

 Die Empfehlungen der S3-Leitlinie betreffen den ambulanten und stationären Bereich aber auch Institutionen und Personen außerhalb der medizinischen Versorgung

Patientenzielgruppe:

Die S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Hepatozellulären Karzinoms und biliärer Karzinome“ richtet sich an die betroffenen Patienten und Ihre Angehörigen

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Die Aktualisierung (HCC) bzw. Neudefinition (biliäre Tumore) der Schlüsselfragen wurde im interdisziplinären Konsens erarbeitet. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung werden von der Steuergruppe erarbeiteten Vorschläge der Schlüsselfragen durch die Leitliniengruppe kritisch überprüft und ggf. ergänzt. Hierbei werden die Schlüsselfragen in suchtaugliche Fragen entsprechend dem PICO(S)-Schema spezifiziert.  Zusätzlich wird zu jeder Schlüsselfrage die geplante Grundlage der Recherche (De-Novo-Recherche, Leitlinienadaptation oder reiner Expertenkonsens) festgelegt. Dabei richtet sich die Überarbeitung der Leitlinie zunächst nach den Ergebnissen einer aktualisierten Leitlinienrecherche, nach dem Ergebnis aktueller, relevanter Forschungsergebnisse aus systematischer Literatursuche und Einschätzung der Experten in der Steuergruppe. Ferner werden im Rahmen der Auftaktsitzung die Endpunkte definiert, die für Entscheidungen der Leitliniengruppe herangezogen werden sollen.

Für die Klassifikation der berücksichtigten Studien soll das Oxford-Schema in der Version von 2011 angewendet werden (http://www.cebm.net/blog/2016/05/01/ocebm-levels-of-evidence/). Für die Bewertung der Studien sollen validierte Instrumente genutzt werden (entsprechend den Manualen der AWMF zur Bewertung von Studien und systematischen Übersichtsarbeiten).  

Nach Durchführung von Vorabstimmungen werden in einer strukturierten Konsensuskonferenz unter unabhängiger Moderation Empfehlungen endgültig abgestimmt. Anschließend wird eine öffentliche Konsultation und ein Review durch die die beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen erfolgen. 

Ergänzende Informationen:

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, DKG und DKH (www.leitlinienprogramm-onkologie.de)