Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 032 - 035OL
Klassifikation S3

Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren (Konsultationsfassung: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-035OL%20KF.html)

Anmeldedatum:

22.08.2019

Geplante Fertigstellung:

21.08.2023

Gründe für die Themenwahl:

Das Ovarial-Karzinom stellte mit ca 7500 Neuerkrankungsfällen im Jahre 2014 die 6. häufigste, bösartige Erkrankung der Frau dar. Aufgrund der Prävalenz dieses Tumors und der Bedeutung der Optimierung der Versorgungsqualität wurde im Jahr 2013 erstmals eine S3-Leitlinie zu dieser Thematik im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie publiziert. Seit 2017 wurden jährliche Aktualisierungen der Leitlinie umgesetzt, die weitergeführt werden sollen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“ ist ein evidenz- und konsensusbasiertes Instrument zur Versorgung der Patientinnen mit Borderlinetumoren und bösartigen Eierstockstumoren einschließlich der Keimstrang-Stroma und Keimzelltumoren. Sie dient dazu, den Patientinnen dem jeweiligen Stand der Erkrankung angemessene, wissenschaftlich begründete, aktuelle und wirtschaftliche Verfahren in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation anzubieten. Die durch die Delegierten der Fachgesellschaften und Studiengruppen für die nationale S3-Leitlinie festgelegten Empfehlungen und Statements basieren dabei insbesondere auf methodisch hochwertigen Publikationen. Die Leitlinie soll Grundlagen für handlungsrelevante ärztliche Entscheidungsprozesse liefern und dazu beitragen, eine angemessene Gesundheitsversorgung in der Diagnostik und Therapie maligner Ovarialtumoren zu garantieren und die Basis für eine individuell adaptierte, qualitätsgesicherte Therapie bieten. Ziel ist es dabei, die Diagnosekette und die stadiengerechte Therapie bei der Ersterkrankung als auch beim Rezidiv zu optimieren. Dadurch sollen mittel- und langfristig die Mortalität der Patientinnen mit malignen Ovarialtumoren gesenkt und deren Lebensqualität erhöht werden.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, Msc

Berlin
i.A. des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie e.V. (DGAV)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e.V. (DGE)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e. V. (DGN)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP)Visitenkarte

Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft e.V. (DRG)Visitenkarte

Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V. (GfH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. (DMG)

Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie der DKG, AGO

Arbeitsgemeinschaft für Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin (AGORS)

Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege der DKG, KOK

Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin der DKG, ASORS

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Psychoonkologie der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der OEGGG

Berufsverband für Frauenärzte (BVF)

Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie (NOGGO)

Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)

Berufsverband Deutscher Strahlentherapeuten e.V. (BVDST)

Koordinierungszentrum für klinische Studien, Philipps Universität Marburg

AGO Studiengruppe

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. Uwe Wagner

Koordinator, DGGG
Uni-Frauenklinik
Baldingerstraße
35043 Marburg

e-Mail senden

Koordination:

Prof. Dr. Uwe Wagner

Adressaten:

Die Empfehlungen richten sich an die behandelnden ärztlichen Fachkollegen (Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Palliativmedizin, Radiologie, Strahlentherapie, Innere Medizin, Chirurgie, Pathologie, Nuklearmedizin, Onkologie und Hämatologie sowie praktische Ärzte und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung) sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich sowie in der Rehabilitation, Pflegeberufe und weitere medizinische Partner in der Behandlung der Patientinnen mit malignen Ovarialtumoren. Durch die eigenständigen Themenkomplexe Screening und Nachsorge sind auch niedergelassene Ärzte wichtige Adressaten der Leitlinie. Darüber hinaus soll sie Betroffenen und Ratsuchenden zur Orientierung dienen und eine Grundlage für die im Aufbau befindlichen Gynäkologischen Krebszentren bilden.

Versorgungssektor:

Als Versorgungsbereich für die Leitlinie gilt sowohl der ambulante als auch der stationäre Versorgungssektor.

Patientenzielgruppe:

Die Zielorientierung der Leitlinie umfasst die Beratung von Hochrisikogruppen, die Diagnostik, die operative und systemische Therapie der frühen und fortgeschrittenen Stadien, sowie die Behandlung seltener histologischer Subtypen. Großer Wert wird auf die Nachsorge, Rehabilitationsmaßnahmen, palliative Therapie und psychoonkologische Betreuung gelegt. 

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Es erfolgt die Aktualisierung im Rahmen eines Living-Guideline-Konzepts. Hierzu wird Leitliniengruppe durch die Zuarbeit der Kommission Ovar unterstützt. Aus der Kommission Ovar heraus werden kontinuierlich Vorschläge zur Überarbeitung und Aktualisierung von einzelnen Empfehlungen vorbereitet. Diese werden dann in den üblichen Recherche- und Bewertungsprozess und das anschließende formale Konsensusverfahren (wie in den Vorversionen) eingebracht.  

Für die systematische Literaturrecherche werden für die bereits existierenden Themenfelder die bestehenden Suchstrings, die in dem Leitlinienreports der Vorversionen dokumentiert sind, verwendet. Zu neuen Themen werden De-Novo-Literaturrecherchen durchgeführt.

Die Recherche erfolgt in den medizinischen Datenbanken MED Line, via Pub Med, den Datenbanken der Cochranelibrary und ggf. andere.

  • Die methodische Bewertung der Studien wird dann über das KKS Marburg vorbereitet und der Leitliniengruppe zur Verfügung gestellt.

Weitere Kernelemente der Methodik sind:

  • Konsensuskonferenz(en) und nominale Gruppenprozesse, ggf. Delphi-Abstimmungen mit Online-Vorabstimmungen unter neutraler Moderation
  • Extraktion der eingeschlossenen Studien in Evidenztabellen
  • Öffentliches Konsultationsverfahren

Ergänzende Informationen:

Beteiligung des Kompetenz Centrums Onkologie des GKV-Spitzenverbandes und der MDK-Gemeinschaft (beratend)

Es erfolgen jährliche Aktualisierungen der Leitlinie (siehe Methodik oben).   Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe; weitere Informationen auch über das OL-Office (leitlinienprogramm[@]krebsgesellschaft.de)