Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 032 - 022OL
Klassifikation S3

Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut

Anmeldedatum:

23.07.2021

Geplante Fertigstellung:

30.04.2022

Gründe für die Themenwahl:

Das Plattenepithelkarzinom der Haut (PEK) ist nach dem Basalzellkarzinom der häufigste maligne Hauttumor und nimmt mit einer Inzidenzrate von 80-100 pro 100.000 Einwohner weiterhin stark zu. Um ein Vielfaches häufiger sind die Vorstufen des PEK, aktinische Keratosen (AK), die auch als In-Situ-Plattenepithelkarzinome angesehen werden.

Eine Aktualisierung und ein Update der bestehenden S3 Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ (AWMF-Registriernummer 013-041, DKH Bearbeitungsnummer 032/022OL) zu AK und PEK wurde aus den folgenden Gründen als dringend notwendig angesehen:

  • Weiterhin Zunahme der Inzidenz und insgesamt sehr hohe Prävalenz mit vielen Millionen Betroffenen mit AK deutschlandweit
  • Vorliegen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die zum Zeitpunkt der Erstellung der Leitlinie noch nicht publiziert waren und für die nun Empfehlungen ausgesprochen werden sollen (konkret Ergebnisse versorgungsrelevanter klinischer Studien zur Immuntherapie beim metastasierten PEK und zur Therapie der AK)
  • Neue Einbindung bislang nicht berücksichtigter, aber inhaltlich relevanter und klinisch zu AK und PEK eng assoziierter Themengebiete wie Morbus Bowen

Die Aktualisierung der bestehenden S3 Leitlinie erfolgt weiterhin durch die bisherigen Arbeitsgemeinschaften (AGs), die sich aus Experten, Mandatsträgern, Methodikern und Mitgliedern des Koordinationsteams zusammensetzen. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel der S3-Leitlinie „Aktinische Keratosen und Plattenepithelkarzinom der Haut“ ist es, den dermatologisch und onkologisch tätigen Ärzten in Praxis und Klinik eine akzeptierte, evidenzbasierte Entscheidungshilfe für die Auswahl sowie Durchführung von geeigneten Maßnahmen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Formen des hellen Hautkrebses zur Verfügung zu stellen.

Die systematische Darstellung von Studienergebnissen hinsichtlich Nutzen und Risiken soll Ärzte wie auch Patienten in der Entscheidungsfindung unterstützen. Die Leitlinie soll Qualitätsstandards setzen und damit langfristig die Versorgung von Hautkrebspatienten verbessern.

Anmelder bei der AWMF (Person):

Dr. Markus Follmann MPH, Msc

Berlin
i.A. des Leitlinienprogramms Onkologie der AWMF, DKG und DKH

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Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG)Visitenkarte

Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e.V. (DEGAM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie e.V. (DGCH)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNO-KHC)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO)Visitenkarte

Deutsche Röntgengesellschaft, Gesellschaft für Medizinische Radiologie e.V. (DRG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie e.V. (DGEpi)Visitenkarte

Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der DKG und DDG (ADO) (mit-federführend)

Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie (PRIO) der DKG

Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin der DKG, APM

Bundesverband Deutscher Dermatologen, BVDD

Arbeitsgemeinschaft chirurgische Onkologie (CAO) der DGCH

Deutsche Gesellschaft für Dermatochirurgie (DGDC)

Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie, ADH

Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsökonomie und Evidenz-basierte Medizin der DDG (AGED)

Arbeitsgemeinschaft für Physikalische Diagnostik in der Dermatologie (ApDD)

Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V., ADP

Arbeitsgemeinschaft Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Onkologie der DKG, AHMO

Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der DKG, AIO

Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der DKG, PSO

Arbeitsgemeinschaft für radiologische Onkologie der DKG, ARO

Arbeitsgemeinschaft Tumorklassifikation in der Onkologie (ATO)

Berufsverband Deutscher Pathologen

Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V.

Robert Koch-Institut (RKI)

Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) in der DDG

Melanoma Info Deutschland (Patient*innenvertretung)

Leitliniensekretariat:

Leitliniensekretariat der ADO
ADO Geschäftsstelle
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

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Koordination:

Prof. Dr. med. Carola Berking

Hautklinik
Universitätsklinikum Erlangen
Ulmenweg 18
91054 Erlangen

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Prof. Dr. med. Ulrike Leiter-Stöppke

Universitäts-Hautklinik
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Liebermeisterstr. 25
72076 Tübingen

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PD Dr. med. Markus Heppt

Hautklinik
Universitätsklinikum Erlangen
Ulmenweg 18
91054 Erlangen

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Adressaten:

Die S3-Leitlinie „Aktinische Keratosen und Plattenepithelkarzinom der Haut“ richtet sich an Dermatologen, Hausärzte (hausärztlich tätige Fachärzte für Allgemeinmedizin, Internisten, praktische Ärzte und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung), HNO-Ärzte, Chirurgen (Allgemeinchirurgen, MKG-Chirurgen, plastische Chirurgen), internistische Onkologen, Radiologen und Strahlentherapeuten in Klinik und Praxis und andere medizinische Fachrichtungen, die an der Diagnostik und Therapie von Patienten mit hellem Hautkrebs beteiligt sind. Die Leitlinie richtet sich außerdem an betroffene Patienten sowie deren Angehörige. Des Weiteren soll sie Kostenträgern und politischen Entscheidungsträgern zur Orientierung dienen.

Versorgungssektor:

Die Leitlinie betrifft überwiegend den ambulanten Versorgungssektor, v.a. was die Prävention, Diagnostik und Therapie von AK und umschriebenen PEK sowie deren Nachsorge angeht. Der stationäre Versorgungssektor ist betroffen für PEK an anatomisch-chirurgisch schwierigen Stellen, mit großer Ausdehnung oder bei Risikopatienten sowie für PEK im metastasierten Stadium.

Patientenzielgruppe:

Die Leitlinie richtet sich an Patienten mit AK und/oder PEK der Haut sowie an Patienten, die für diese Tumoren besonders gefährdet sind, wie alte Patienten mit heller Haut, Patienten mit UV-belasteter Haut, Patienten mit berufsbedingt hoher UV-Belastung, immunsupprimierte Patienten (z.B. Organtransplantierte, HIV-Infizierte, schwer chronisch-entzündlich Erkrankte)

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Vorgehen nach Kriterien der evidenzbasierten Medizin: Nach Festlegung von neuen Schlüsselfragen bzw. nach Festlegung des Aktualisierungsbedarfs der bestehenden Schlüsselfragen folgen systematische Literaturrecherchen zu ausgewählten Themengebieten. Anschließend Erarbeitung von Empfehlungen durch Mitglieder der zuständigen Arbeitsgruppe. Für das Themengebiet Morbus Bowen und Cheilitis actinica wurden neue Arbeitsgruppen gegründet. Eine strukturierte Konsenskonferenz erfolgt unter neutrale Moderation durch AWMF-Leitlinienberater*in

Ergänzende Informationen:

Förderung durch das Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe; weitere Informationen auch über das OL-Office (leitlinienprogramm@krebsgesellschaft.de)